Mrz 31 2013

Finanzer beantwortet Suchanfragen

Da auf Grund des Contents der sich im Laufe der Zeit angesammelt hat, die ein oder andere Anfrage eintrudelt, die nicht direkt beantwortet wird, werde ich solche Suchanfragen mal in etwas loser Folge beantworten. Also los gehts:

text um ein bild fliessen lassen mit sigil

Das ist gar nicht mal so schwer. Das Bild wird mit einem div umgeben und das bekommt als Stil ein float:left oder float:right, je nachdem auf welcher Seite das Bild sein soll. Hier ein Beispiel:

</pre>
<div style="float: left; margin-right: 0.5em;"><img alt="example" src="../Images/example.jpg" width="100px" /></div>
<pre>Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.

Ich würde aber dringend davon abraten, das tatsächlich zu tun bzw. nur wenn das Bild tatsächlich sehr schmal ist (100 bis 200px). Man bedenke nämlich, dass viele der noch im Umlauf befindlichen E-Book-Reader (Kindle 4 oder Touch, Sony PRS etc.) nur eine Breite von 600px aufweisen. Abzüglich eines kleinen Randes bleibt noch weniger übrig. Das Resultat ist meist ein unschönes Layout, z.B. ein sehr schmaler, unschöner Textstreifen neben dem Bild o.ä.. Also besser das Bild in einem eigenen Absatz mittig ausrichten und gut ist.

erstausgabe gebrüder grimm ebook

Ich nehme mal an, es ist die Erstausgabe der Kinder- und Hausmärchen gemeint. Diese sind schon seit einiger Zeit vollständig durch Wikisource in digitaler Form verfügbar gemacht worden. Auch alle anderen Ausgaben die von den Brüdern Grimm noch zu Lebzeiten herausgegeben wurden, sind verfügbar. Sieh dafür die Übersichtsseite bei Wikisource. Als E-Book sind die Märchen komplett wie bei Wikisource auf der Seite E-Books in diesem Blog vorhanden und kann als EPUB und MOBI heruntergeladen werden. Eine typografisch anspruchsvollere Version dieser Erstausgabe wurde zu Demonstrationszwecken durch mach-mir-ein-ebook.de hergestellt und kann dort neben dem Download auch gleich online angeschaut werden.

kindle fire welche datei endung

Für alle Kindle-Geräte und -Apps sind die Endungen .mobi, .azw und .prc zulässig. Was aber tatsächlich drin ist, also das ältere einfachere MOBI-Format oder das Kindle Format 8, kann man leider so nicht erkennen.

inhaltsverzeichnis mit sigil löschen

Dazu muss man wissen im EPUB-Format (und auch beim Kindle-Format) gibt es zwei Inhaltsverzeichnisse, die sinnvollerweise das Gleiche enthalten sollten. Einmal das logische Inhaltsverzeichnis das in der Datei toc.ncx enthalten ist und ein HTML-Inhaltsverzeichnis, das sich in einer normalen HTML-Datei wie der Text des Buches befindet. Will man das logische Inhaltsverzeihnis löschen, dann kann dieses mit Sigil mit dem Menüpunkt “Werkzeuge ->Inhaltsverzeichnis… -> Bearbeite Inhalstverzeichnis…” bearbeitet und auch komplett gesäubert werden. Will man auch das HTML-Inhaltsverzeichnis löschen, muss man auch die entsprechende HTML-Datei löschen oder leeren.

Nov 21 2012

Test Kindle Paperwhite

Nachdem ich vor einigen Monaten bereits einen Vergleichstest zwischen dem Kindle 4 und dem Kindle Touch hier auf dem Blog veröffentlicht habe, ist nun der neue Kindle Paperwhite an der Reihe, der gestern bei mir eintrudelte. Amazon war da mal wieder überpünktlich, der offizielle Erscheinungstermin war eigentlich der morgige 22. November.

Den Paperwhite habe ich diesmal für mach-mir-ein-ebook.de getestet und meine Eindrücke in einem Beitrag für das dortige Blog niedergeschrieben, deshalb verweise ich der Einfachheit halber einfach nach nebenan:

Kleiner Testbericht des KIndle Paperwhite

Mai 27 2012

Schutzfristenirrsinn

Als Ergänzung zu meinem Blogeintrag zu den Auswirkungen  der Schutzfristen auf Wikipedia und Wikisource:

http://schutzfristen-irrsinn.de/

Wenn ich meine Werke, wie in der Wikipedia oder hier im Blog, nicht unter eine freie Lizenz stellen würde, wären diese Pi mal Daumen erst um das Jahr 2122 frei verfügbar.

Mai 13 2012

James Bond gewinnt den Wahlkreis Euskirchen I

… und Fritzchen Blau den Wahlkreis Aachen I. Zumindest wenn man heute kurz nach 18 Uhr den Feed des Landeswahlleiters NRW aufrief. Immer wieder schön zu sehen, was sich die Kollegen so als Testdaten ausdenken und dass diese auch noch während der heissen Phase zu sehen sind. Hier der entsprechende Ausschnitt aus dem Feed von ca. 18:10 Uhr:

<item>
<title>Wahlkreis 001 Aachen I</title>
<pubDate>Wed, 02 May 2012 10:45:33 +0200</pubDate>
<description>
Wahlkreis 001 Aachen I; Erststimme: Gewählt: Blau, Fritzchen (Partei 1) mit 48,1 Prozent der gültigen Stimmen; Zweitstimme: Wahlbeteiligung: 59,5% (+1,3%) , Partei 2: 33,3% (-2,3%) , Partei 1: 40,8% (-3,0%) , Partei 3: 5,9% (+0,7%) , Partei 4: 3,1% (-0,2%) , Partei 5: 7,1% (+6,1%) , Partei 6: 7,1% (0,0%), ANDERE: 5,3% (-1,3%)
</description>
<link>
http://www.wahlergebnisse.nrw.de/landtagswahlen/2012/aktuell/dateien/a001lw1200.html
</link>
</item>
<item>
<title>Wahlkreis 008 Euskirchen I</title>
<pubDate>Wed, 02 May 2012 12:23:33 +0200</pubDate>
<description>
Wahlkreis 008 Euskirchen I; Erststimme: Gewählt: Bond, James (Partei 3) mit 58,1 Prozent der gültigen Stimmen; Zweitstimme: Wahlbeteiligung: 77,7% (+1,3%) , Partei 2: 33,3% (-2,3%) , Partei 1: 40,8% (-3,0%) , Partei 3: 5,9% (+0,7%) , Partei 4: 3,1% (-0,2%) , Partei 5: 7,1% (+6,1%) , Partei 6: 7,1% (0,0%), ANDERE: 5,3% (-1,3%)
</description>
<link>
http://www.wahlergebnisse.nrw.de/landtagswahlen/2012/aktuell/dateien/a008lw1200.html
</link>
</item>

Ähnliches war letzte Woche auch in Schleswig-Holstein zu sehen, leider habe ich nicht dran gedacht, dass festzuhalten.

Update: Kleiner Service für diejenigen die über Google hierher kommen und sich leicht verarscht fühlen, hier das tatsächliche Ergebnis:

Erfolg: Voussem, Klaus (CDU)
Wahlbeteiligung: 57,8%

Zweitstimmen:
CDU: 31,3%
SPD: 32,2%
GRÜNE: 9,2%
FDP: 11,0%
DIE LINKE: 2,2%
PIRATEN: 9,3%

Mai 10 2012

Ohne von wirklichem Vorteil für die Allgemeinheit?

Heise Online verweist heute in einem Newsartikel auf ein Positionspapier der VG Wort in dem diese zuerst behauptet, dass im aktuellen Urheberrecht alles knorke sei. So wird zwar zu Recht daraufhingewiesen, dass es Schranken im Urheberrecht gibt, die es ermöglichen auf geschützen Werken aufzubauen und diese frei zu verwenden. Dass diese Schranken arg eng gesteckt sind, wird aber verschwiegen. Außerdem gibt es ja Creative Commons Lizenzen, mit denen man sowas explizit erlauben würde. Auch seien ja analoge und digitale Privatkopien erlaubt, ohne allerdings zu erwähnen, dass ein Kopierschutz diese Schrankenregelung wieder aushebelt.

Am dreistesten wird es aus meiner Sicht als Wikipedia-Autor und Wikisource-Mitarbeiter aber im Abschnitt 3 mit dem Namen „Hände weg von Schutzfristen“. Zitat:

. Eine Schutzfristenverkürzung würde das
geistige Eigentum der Urheber deutlich entwerten ohne von wirklichem Vorteil für die
Allgemeinheit zu sein.

Bei dieser Behauptung kräuselt es mir die Fußnägel hoch. Dazu gehört auch der Umstand, dass die Schutzfrist derzeit bis 70 Jahre nach dem TOD des Urhebers läuft und eine Verkürzung das „Eigentum“ der Urheber also überhaupt nicht entwerten kann, weil es nicht mehr sein Eigentum ist, sondern dass seiner Erben. Geschenkt.

Wichtiger ist mir aber der zweite Teil der Behauptung, der für mich überhaupt nicht nachvollziehbar ist. Dafür zähl ich einfach nur mal ein paar Dinge aus meiner langjährigen Erfahrung bei Wikipedia und Wikisource auf, die der Allgemeinheit sehr wohl nutzen würden:

  • In der Wikipedia klafft eine riesige Lücke bei der Bebilderung von Artikeln zu Themen, die das 20. Jahrhundert betreffen. Sei es der Erste und Zweite Weltkrieg, moderne Kunst oder Politik und Gesellschaft der letzten Jahrzehnte. Mit einer drastischen Verkürzung der Fristen, könnten viel mehr Artikel mit den Werken von Künstlern illustriert werden, könnten Fotos und Zeichnungen der Ereignisse in die entsprechenden Artikel eingebaut werden. Und das wäre kein wirklicher Vorteil für die Allgemeinheit?

Im Artikel bei Heise wird auf eine Studie verwiesen, die zeigt, dass die langen Schutzfristen die Verfügbarkeit von Werken sehr wohl behindern und damit von Nachteil für die Allgemeinheit sind. Die folgende Grafik zeigt die Anzahl der bei Amazon vorhandenen Werke, gruppiert nach Jahrzehnt des Erscheines.

Die gleiche Situation, natürlich mit dem Unterschied bei Werken aus den letzten Jahrzehnten, ergibt sich bei Wikisource, wie die folgende Tabelle zeigt:

Jahrzehnt des Erscheines Anzahl Werke bei Wikisource
1900er 1930
1910er 1187
1920er 1209
1930er 529
1940er 16
1950er 8
1960er 12

Die weiteren Jahrzehnte spare ich mir mal, da es da nicht besser wird. Die wenigen Werke aus den Jahrzehnten nach 1940 sind zudem fast alles Gesetze und Gerichtsurteile.

Ein paar wenige absurde Beispiel, was uns derzeit auf Wikisource nicht möglich ist:

  • Eine im Jahr 1901 erschienene Doktorarbeit über ein historisches Thema, wird erst im Jahr 2026 gemeinfrei, da der Autor diese im Alter von 19 Jahren schrieb und später als Gymnasiallehrer und -direktor arbeitete und nie wieder als Historiker auftauchte. Diese Arbeit ist sicherlich nur von wissenschaftshistorischem Interesse, immerhin wird aber von bekannten Historikern der Zeit auf diese Arbeit verwiesen. Vermutlich sind sich die Erben dieses Gymnasialdirektors überhaupt nicht bewusst, dass sie die Urheberrechte an dieser Arbeit besitzen, kommerziell auswertbar wären sie ohnehin nicht mehr. Ein Themengebiet bei Wikisource könnte mit dieser Arbeit aber abgerundet werden. Kein wirklicher Vorteil für die Allgemeinheit?
  • Die Werke der von den Nazis im Jahr 1944 ermordeten Frauenrechtlerin und Dichterin Frida Spandow, können bis zum Jahr 2015 nicht der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Bei Amazon gibt es überhaupt keine Werke von ihr und bei Google Books sind die Werke nicht einsehbar. Vermutlich sind ihre Werke verwaist, aber derzeit ist es nicht möglich ihre Werke bei Wikisource einzustellen. Wir würden es gerne tun und an sie und an viele andere von den Nazis Ermordeten erinnern. Das wäre kein wirklicher Vorteil für die Allgemeinheit?
  • Bei einigen Werken können wir nur den Text aber z.B. nicht die Illustrationen oder den künstlerischen Einband des Werkes zur Verfügung stellen, da diese weiterhin geschützt sind. Hier würden wir natürlich gern diese Werke in ihrer ganzen Pracht abbilden. Kein wirklicher Vorteil für die Allgemeinheit?
  • Bei Wikisource gibt es einige Texte zur Geschichte der Relativitätstheorie. Zitat Wikipedia: „Einsteins Hauptwerk, die Relativitätstheorie, machte ihn weltberühmt. Im Jahr 1905 erschien seine Arbeit mit dem Titel Zur Elektrodynamik bewegter Körper, deren Inhalt heute als spezielle Relativitätstheorie bezeichnet wird. 1916 publizierte Einstein die allgemeine Relativitätstheorie.“ Die Veröffentlichung dieser Arbeiten ist also mitllerweile rund 100 Jahre her. Nur wir können diese Arbeiten bei Wikisource nicht veröffentlichen, da diese erst im Jahr 2026 gemeinfrei werden. Die vollständige Darstellung der Geschichte eines der wichtigsten und folgenreichsten physikalischen Forschungsergebnisse, der Rezeption und Diskussion dieser Ideen wäre also kein wirklicher Vorteil für die Allgemeinheit?

Natürlich gibt es einige wenige Autoren deren Werke immer noch geschützt sind und die weiterhin aufgelegt und vertrieben werden, die allergrößte Masse der Werke steht derzeit aber der Allgemeinheit nicht zur Verfügung und Projekt wie Wikisource, die dies ermöglichen wollen, können dies schlicht nicht. Und ich empfinde es als eine Schande für  eine Kulturnation, dass so viele Werke auf Grund absurd langer Schutzfristen dem Vergessen anheimfallen.

Apr 28 2012

KF8 und Calibre

Ich hatte mich ja im letzten Blogbeitrag lang und breit über das Kindleformat 8 und warum es nun zwei verschiedene Downloads für den Kindle gibt etc. ausgebreitet.

Und vermutlich kann ich mir das doppelte Konvertieren bald wieder sparen. Denn seit heute gibt es die Calibre-Version 0.8.49  in der eine Unterstützung für KF8 eingebaut wurde. Allerdings ist diese erstmal nur experimentell und da es doch noch einige kleinere Problem gibt, werde ich den beschriebenen Weg erstmal weitergehen. Wenn dann in Calibre die KF8-Unterstützung soweit fortgeschritten ist, dass man die auch guten Gewissens anbieten kann, dann gibt es selbstverständlich wieder nur noch einen mobi-Download.

Update: Mit der neuen Version 0.8.50 gibt es ein Konvertierungsplugin nach KF8, das ich ich Zukunft auch nutzen werde. Allerdings sind in diesen Dateien nicht wie bei Amazon Kindlegen beide Versionen enthalten, so dass es in Zukunft bei zwei verschiedenen Versionen für den Kindle bleiben wird. Die E-Books im KF8 haben ab sofort die Dateiendung azw3, wie sie Calibre erzeugt, anstelle der von mir verwendeten Endung prc.

Apr 25 2012

E-Books für Wikisource mit KF8-Support

Ab sofort biete ich die E-Books, die ich aus den Beständen von Wikisource erstelle, auch im neuen Kindle-Format 8 an, kurz KF8 genannt. Das KF8 ist eine Weiterentwicklung des ursprünglichen Mobipocket-Formats und bietet eiune wesentlich bessere Unterstützung der aktuellen Technologien. Amazon beschreibt die Vorteile folgendermassen auf der oben verlinkten Webseite:

Kindle Format 8 is Amazon’s next generation file format offering a wide range of new features and enhancements – including HTML5 and CSS3 support that publishers can use to create all types of books. KF8 adds over 150 new formatting capabilities, including drop caps, numbered lists, fixed layouts, nested tables, callouts, sidebars and Scalable Vector Graphics

Hinzu kommt, dass Bilder nicht mehr so arg kleingerechnet und in schwarz-weiß umgerechnet werden, da mit diesem Format auch der Kindle Fire umgehen kann, der eine größere Auflösung bietet und auf Grund des verwendeten LCD-Bildschirms auch farbige Bilder anzeigen kann. Wenn also das Gerät irgendwann auch in Europa angeboten wird, profitieren Besitzer dieses Gerätes sofort von dem neuen Format. Außerdem ist die Liste der unterstützten HTML-Tags und CSS-Eigenschaften wesentlich größer als noch beim alten Kindle-Format. Und da der seit ein paar Tagen in Deutschland erhältliche Kindle Touch dieses neue Format unterstützt, habe ich mich entschlossen, die E-Books auch in diesem Format anzubieten.

Amazon zieht damit gleich zur aktuellen EPUB-Version 3, die einen ähnlichen Funktionsumfang seit Anfang 2011 definiert.

Den Unterschied in der wesentlich besseren Darstellung auf dem Kindle Touch mit KF8 im Gegensatz zum Kindle 4 kann man den beiden Screenshots entnehmen.

Screenshot Kindle 4

Screenshot Kindle 4

Screenshot Kindle Touch

Screenshot Kindle Touch

Auch wenn die generierten Dateien im KF8 dasselbe E-Book im alten Format (KF6) enthält und damit eigentlich auch zum Kindle 4 und dessen Vorgängern kompatibel ist, biete ich weiterhin einen Download nur im alten Format an. Das hat schlicht zwei Gründe: Ersten ist ein E-Book nur im alten Format wesentlich kleiner, da eben die Bilder kleiner gerechnet werden und auch keine herausgeberspezifischen eingebetteten Fonts enthalten sind, die alleine meist 1-2 MB umfassen. Und da das Wikisource-Export-Tool seit kurzem freie gut lesbare Fonts in das EPUB einbettet und ich diese auch nicht entfernen möchte, sind halt auch im resultierenden KF8-Buch diese enthalten. Ein E-Book im KF8 Format ist u.a. deshalb schlicht doppelt so groß wie das EPUB aus dem es erzeugt wird. Für den zweiten Grund muss ich etwas weiter ausholen und meinen bisherigen Workflow kurz schildern.

Zuerst exportiere ich die Texte aus Wikisource mit dem Export-Tool für Wikisource. Das liefert mir ein EPUB-Dokument. Wenn ich einen Sammelband erstellen möchte, muss ich zusätzlich noch die einzelnen Texte als XHTML-Datei exportieren, was auch durch das Export-Tool unterstützt wird.

Danach wird das exportierte EPUB-Dokument mit Sigil weiterbearbeitet, da doch noch zuviele Artefakte darin enthalten sind, die man in einem E-Book nicht haben möchte, aber in Wikisource sinnvoll sind bzw. aus der Historie bedingt sind und oft auch mit exportiert werden. Bei einem Sammelband müssen in das Manteldokument, die oben beschriebenen XHTML-Dateien eingefügt werden. Zu den typischen Aufgaben bei der Bearbeitung gehören dabei:

  • Aufbau eines Inhaltsverzeichnis soweit noch nicht vorhanden bzw. sinnvoll. Die Darstellung von Überschriften in Wikisource erfolgt nämlich meist nicht semantisch mittels HTML-Header-Tags (h1, h2 usw.) sonder nur per Schriftauszeichnung (fett, größer etc.) und lehnt sich an das Layout der Vorlage an.
  • Entfernen überflüssiger Leerzeilen
  • Überarbeiten und Ergänzung der Metadaten
  • Tabellen, die für das Layout verwendet werden entfernt. Da lange Tabelle Probleme im Kindle machen, versuche ich diese mit anderen Mitteln darzustellen.
  • So in Wikisource kein Bild zum Text mitgegeben wird (meist das Titelblatt des Textes), dass auch für das Coverbild des E-Books verwendbar ist, erstelle ich ein neues in einem schlichten, aber hoffentlich ansprechenden Layout und binde dieses in das E-Book ein. Im folgenden ein Beispiel für einen Text der in der Gartenlaube veröffentlicht wurde:
Beispiel generisches Titlebild

Beispiel generisches Titelbild

  • Entfernen von Seitenzahlen und Einzügen die mit Leerzeichen realisiert wurden, dafür ist die Suchen-Ersetzen-Funktion von Sigil mittels Regular Expressions sehr hilfreich.
  • Ich entferne Anmerkungen und Fußnoten, die nur Druckfehler korrigieren. Die sind wichtig in Wikisource, damit nicht der nächste Korrekturleser über den gleichen Fehler stolpert und weiß, dass an dieser Stelle von der Vorlage abgewichen wurde. Für den Leser des E-Books sind diese Anmerkungen m.E. unwichtig. Sachanmerkungen belasse ich allerdings.
  • Entfernt werden weiterhin Verlinkungen im Text, die aus dem E-Book herausführen, also zu Wikipedia-Artikeln oder zu anderen Texten auf Wikisource.
  • Weiterhin füge ich in die vom Export-Tool generierte Titelseite die Textdatenbox aus Wikisource ein, um diese Informationen dem Leser auch über die Metadaten des E-Books hinaus zur Verfügung zu stellen.

Anschließend wird das mit Sigil bearbeitete EPUB in Calibre, einem E-Book-Verwaltungs- und Konvertierungs-Programm, importiert und in das Mobipocket-Format konvertiert. Und hier kommt jetzt der Unterschied im bisherigen Workflow. Das EPUB-Dokument wird nun auch noch zusätzlich mit Hilfe des Kommandozeilen kindlegen von Amazon in das neue Format konvertiert. Wenn man sich das Gehacke auf der Kommandozeile sparen will oder nicht ganz so firm ist damit, verwendet man einfach den KindlePreviewer, der eigentlich zur Vorschau von Kindle-E-Books auf verschiedenen Geräten gedacht ist, aber auch EPUB, DOC und HTML entgegennimmt und diese vorab per kindlegen in das KF8 konvertiert. Neben dem von Calibre konvertierten Dokument importiere ich in Calibre zusätzlich noch das per kindlegen erzeugte Dokument.

Warum mache ich nun aber diese zusätzlich Konvertierung und erzeuge zwei Mobi-Dateien, obwohl ja die von kindlgen erzeugte auch das E-Book im alten Format enthält? Schlicht, weil die Konvertierung von Calibre wesentlich besser und näher am Ausgangs-EPUB ist, trotz der limitierten Fähigkeiten des älteren Formats. Kindlegen erzeugt zwar sehr schöne und gutaussehende E-Books im KF8 aber eben nicht im älteren Format. So werden z.B. Gedichte die in Wikisource gesetzt wurden nicht korrekt formatiert. Deshalb einmal die Version von Calibre erzeugt für Kindle 4 und dessen Vorgänger und dann für Kindle Touch und Fire die Version mit KIndlegen erzeugte Version.

Damit Calibre die beiden Versionen für den Kindle auseinander halten kann, die normalerweise beide die Dateiendung mobi tragen würden, bekommen die mit Kindlegen erzeugten von mir die Dateiendung prc verpasst, welche äquivalent zur Dateiendung mobi ist und von den Readern problemlos als E-Book erkannt werden.

Apr 21 2012

Kleiner Vergleichstest Kindle 4 und Kindle Touch

Ich hatte ja schon berichtet, dass mein letzjähriges Weihnachtsgeschenk ein Kindle war. Und da Mrs. Finanzer auch ganz begeistert von dem Ding war, gibt es seit heute einen weiteren E-Reader in der Familie: den Kindle Touch. Der sollte zwar erst am 27. April rauskommen, wurde nun aber bereits ein Woche vorher geliefert.

Und nach den ersten Eindrücken mit dem Touch, gehe ich heute mal unter die Produkttester und mach auf Grund der ersten Eindrücke einen kleinen Vergleichstest zwischen dem Kindle 4 und dem Kindle Touch.

Lieferung

Beide Geräte kamen in einer schlichten Pappschachtel an, die aber exakt an das Gerät angepasst ist und es gut beim Transport schützt. Enthalten sind das Kindle, ein USB-Kabel für die Verbindung zum PC und zum Aufladen  und eine einfache Anleitung zur Inbetriebnahme des Gerätes. Auf dem Kindle selbst befindet sich dann ein ausführlicheres Handbuch in elektronischer Form, das auch bei Amazon als PDF erhältlich ist.

Lieferkarton

Lieferkarton

Display, Größe und Gewicht

Zur Anzeige der Texte ist in beiden Geräten ein 6-Zoll-Display mit sogenannter E-Ink-Technologie verbaut. Es dürfte sich hierbei um das gleiche oder zumindest ein sehr ähnliches Modell handeln. Ein Unterschied ist beim Lesen nicht feststellbar. Bei beiden ist der Text scharf und bei ausreichender Beleuchtung sehr gut und entspannt lesbar.

Der Touch ist ein klein wenig größer, anderthalb Millimeter dicker und ca. 50 Gramm schwerer. All dies bemerkt man allerdings nur wenn man die Geräte nebeneinanderlegt bzw. gemeinsam in den Händen hält. Beim Lesen bemerkt man die Unterschiede überhaupt nicht. Das folgende Bild zeigt die etwas unterschiedlichen Abmessungen der Geräte:

Größenvergleich Kindle 4 und Kindle Touch

Größenvergleich Kindle 4 und Kindle Touch, beide stecken in einer Hülle mit Leselampe

Man sieht auf dem Bild auch schön die Unterschiede in der Benutzeroberfläche, auf die ich im folgenden Abschnitt eingehen möchte.

Der Rand rund um das Display ist beim Touch etwas höher, da hier das Infrarotsystem untergebracht ist, mit dem die Touchsteuerung realisiert wurde. Es handelt sich also um eine komplett andere Technologie als bspw. beim iPhone oder dem iPad. Auf dem folgenden Bild sieht man unterhalb des Gehäuses die Leiste mit den Infrarot-Dioden und -Empfängern:

Detail des Gehäuses

Detail des Gehäuses

Beide Geräte sind nur mit WLAN ausgestattet. Die prinzipielle Möglichkeit auch unterwegs Bücher auf das Kindle nachzuladen war uns der Aufpreis von 50 bzw. 60 Euro nicht wert, auch wenn Amazon die Mobilfunkkosten zumindest innerhalb der EU übernimmt.

Einrichtung und Bedienung

Beide Geräte brauchen beim ersten Hochfahren ein paar Minuten bis sie einsatzbereit waren. Während das Kindle 4 bereits mit dem Amazon-Konto des Käufers verbunden war, musste dies beim Touch noch selbst erledigt werden. Der Grund ist vll., dass doch recht viele Leute das Kindle verschenkt haben und so die Verknüpfung mit dem Amazon-Konto des Beschenkten sowieso neu erfolgen musste.

Während der Kindle 4 beim ersten Booten erstmal alle wichtigen Einstellungen, wie z.B. das WLAN-Passwort,  abfragte, landet man beim Touch direkt auf dem Homescreen, so dass man diese Dinge anschließend in den Optionen einstellen muss.

Und schon bei dieser ersten Einrichtung des Kindle Touch fällt einem die Touch-Bedienung sehr positiv auf. Während man beim Kindle 4 doch recht  lange braucht, um z.B. das WLAN-Passwort einzugeben, ist das mit der Fingerbedienung schnell und problemlos erledigt. Auch wenn der Bildschirm prinzipbedingt etwas nachhängt, kann man trotzdem flüssig die Daten eingeben.

Während man sich beim Kindle 4 mit dem Cursorpad und den anderen Tasten durch die diversen Menüs hangelt, wird beim Touch gewischt, angetippt und mit zwei Fingern gezoomt. Wenn man mal irgendein Smartphone und Tablet mit Touchbedienung in der Hand hatte, dann kann man ohne groß nachzudenken auch mit dem Touch umgehen.

Die Benutzeroberflächen beider Geräte sind sehr gut an das jeweilige Bedienkonzept angepasst worden. Die Bedienelemente beim Touch und die Abstände in der Buchübersicht sind deutlich größer, was dazu führt, das nur acht anstelle von neun Büchern auf einer Seite angezeigt werden. Dies ist schlicht notwendig, um das Wurstfingersyndrom zu vermeiden. Und einige Bedienelemente beim Touch sind deutlich vom großen Vorbild iPhone inspiriert. Hier und da hat man aber durch die zusätzlichen Tasten beim Kindle 4 die Möglichkeit etwas direkter zum Ziel gelangen.

Umgeblättert wird beim Kindle 4 mit Tasten an den beiden Seiten des Gerätes. Jeweils eine größere zum Vorwärtsblättern und darüber eine kleinere zum Zurückblättern. Und diese Tasten sind doch etwas ärgerlich und komisch zu bedienen. Sie sind schmal und oft auch etwas hakelig zu bedienen. Da ich das erste Kindle 4 austauschen lassen musste, kann ich sagen, dass es wohl ein prinzipielles Problem mit diesen Tasten gibt. Beim ersten Gerät reagierten die rechten Tasten schwerer, beim zweiten Gerät sind es die linken Taste, die oft nicht sofort reagieren. Auch andere Kindle-Besitzer berichten im Netz von Problemen mit diesen Tasten.

Die einzigste Taste beim Touch befindet sich unterhalb des Bildschirm und dient dazu sofort ins Hauptmenü zu gelangen. Geblättert wird durch einfaches Tippen auf den Bildschirm, von Amazon EaysReach genannt. Rechts wird vorgeblättert und durch Tipp auf die linke Seite wird zurückgeblättert, wobei der rechte Bereich größer ist. Durch Antippen des oberen Bereich wird das Optionen-Menü geöffnet. Das folgende Bild aus dem Benutzerhandbuch zeigt diese Aufteilung:

Auch wenn die Touchbedienung insgesamt sehr viel besser ist, ist es manchmal doch etwas hinderlich, da man doch hin und wieder den Bildschirm berührt, so dass eine Seite umgeblättert wird, obwohl man es eigentlich nicht wollte. Update: Mrs. Finanzer berichtet auch von solchen Problemen, wenn die Katzen mitlesen wollen und mit ihrem Schwanz die Blätterfunktion auslösen :-)

Beim Kindle 4 sollte man es sich verkneifen irgendwelche Anmerkungen einzugeben und auch die Möglichkeit bestimmte Stellen zu markieren oder für Wörter Übersetzungen aus den internen Wörterbüchern nachzuschlagen macht nicht wirklich Spaß. Man braucht viel zu lange, um entweder Text einzugeben oder den Cursor an der entsprechenden Stelle zu positionieren. Das unterbricht den Lesefluss doch viel zu sehr.

Beim Touch geht das hingegen flüssig und wie von anderen Touch-Geräten gewohnt. Das Wort, das man bspw. nachschlagen möchte mit dem Finger markieren und schon ploppt die Übersetzung bzw. die Erklärung des Wortes auf. Auch die Bedienung des internen Webbrowser, der noch als Betaversion bezeichnet wird, macht auch erst mit dem Touch wirklich Spaß. Alle Gesten und Fingertipps werden korrekt und sauber erkannt. Allzu hektisch sollte man aber nicht tippen oder wischen. Butterweiches Scrolling des Bildschirminhaltes oder das die Darstellung mit dem Finger mitscrollt darf man nicht erwarten. Der neue Bildschirminhalt baut sich doch eher gemächlich auf. Ein E-Ink-Display ist halt kein LED-Bildschirm und auch die CPU dürfte den Prozessoren die in aktuellen Tablets verbaut werden um einiges hinterhinken.

Die im Kindle Touch vorhandene Tonausgabe habe ich nicht getestet, aber ich bin sowie niemand, der sich nebenbei mit Musik berieseln lässt. Aber nach Aussage von Amazon spielt der Touch MP3-Dateien und Audible-Hörbücher ab. Aus diesem Grunde ist vermutlich auch der Speicher des Touch mit 4 GB doppelt so groß wie der des Kindle 4. Wenn man nur Bücher lesen möchte, ist dies aber nicht wirklich relevant, da Bücher meist nur wenige hundert Kilobyte Speicher benötigen und ob auf dem Kindle nun 1500 oder 3000  Bücher draufpassen, ist m.E. nicht so wirklich wichtig. Lesefutter für Monate, wenn nicht sogar Jahre, passen auf beide auf jeden Fall drauf.

Fazit

Mit beiden Geräten kann man sehr gut und entspannt lesen. Sie sind beide leicht und gut zu handhaben, das etwas höhere Gewicht die größeren Abmessungen des Touchs kann man getrost vernachlässigen. Wenn man nur Lesen möchte, so wie ich, dann ist der Kindle 4 auch ein sehr gutes Gerät.

Möchte man jedoch die zusätzlichen Funktionen, die genauso im Kindle 4 eingebaut sind, wirklich nutzen, dann ist der Touch besser geeignet. Ebenso wenn man beim Lesen etwas Musikberieselung wünscht oder Hörbücher konsumieren möchte. Empfehlenswert sind beide Geräte und ob einem 30 Euro mehr für die einfachere Bedienung wert sind, muss jeder mit sich und seinem Geldbeutel ausmachen.

Und wenn man sich entschließt einen Kindle oder irgendeinen anderen E-Reader zu kaufen, dann gibt es hier im Blog erstes kostenloses Lesefutter aus den Beständen von Wikisource.

Ach ja, Mrs. Finanzer ist begeistert von ihrem neuen Kindle.

Apr 13 2012

Analoger Katzencontent

Mir wurde heute bei Wikisource anstelle eines Blümchen ein Kätzchenbild verlieben als kleiner Danke für meine Arbeit an den E-Books für Wikisource. Und das verliehene Bild stammt von der mir bis dahin unbekannten niederländischen Malerin Henriëtte Ronner-Knip, die offenbar vorrangig Katzen und andere Tiere malte. Und damit auch andere was davon haben präsentiere ich hier einfach ein paar dieser Bilder. Man sieht also flauschigen und süüüüüüßen Katzencontent gab es schon weit vor den Zeiten von Youtube und LolCats:

Beste Freunde

Beste Freunde

Spielende Katze

Spielende Katze

Neugierde

Neugierde

Mehr Bilder gibt es in der entsprechenden Kategorie auf Wikimedia Commons.

Apr 09 2012

RSS-Feed für E-Book-Downloads

Ab sofort gibt es einen RSS-Feed für die E-Books, die ich aus den Beständen von Wikisource erstellt habe. Damit können dann ab sofort alle Neuzugänge bequem über den RSS-Reader der persönlichen Wahl verfolgt werden.

RSS-Feed für E-Books abonnieren

Ich plane außerdem in Bälde einen OPDS-Katalog anzubieten, so dass ein noch einfacherer und komfortabler Zugriff auf die E-Books auch aus diversen Readern heraus möglich sein wird.

Mrz 31 2012

Jowinix’ Gedicht des Tages (3)

Aus aktuellem Wetteranlaß dieser Vierzeiler:

Von den starken Regengüssen

sammeln sich auf Wegen Pfützen

Bächlein sammeln sich zu Flüssen

– doch wozu die Pfützen nützen?

Aprilsonne

Bei diesem April-Wetter bleibt man besser drin

Mrz 30 2012

Hundert E-Books für Wikisource

Titelbild Gerstäcker

Titelbild für E-Book: Beiträge in der Gartenlaube. Erzählungen, Geschichten, Kriegsberichte und Reportagen von Friedrich Gerstäcker veröffentlicht in der Gartenlaube in den Jahren 1853 bis 1872.

Der Reisebericht Die Prairien von Carl Beyschlag ist das einhunderste E-Book das ich aus den Beständen von Wikisource, und mit einigen wenigen Ausnahmen von Wikilivres, in den letzten Wochen gebaut habe. Da sich unter diesen E-Books auch einige Sammelwerke befinden, wie z.B. der selbst zusammengestellte Band Beiträge in der GartenlaubeErzählungen, Geschichten, Kriegsberichte und Reportagen von Friedrich Gerstäcker veröffentlicht in der Gartenlaube in den Jahren 1853 bis 1872, entsprechen diese E-Books etwa 400 Werke aus Wikisource.

Seit Anfang an habe ich Werke quer durch den Gemüsegarten ausgewählt und in E-Books umgewandelt. Soll heissen ich habe Werke aus allen Zeiten und allen bei Wikisource verfügbaren Gattungen verwendet. Dass es sich lohnt auch wissenschaftliche und Geschichtswerke als E-Books anzubieten, zeigt die Downloadstatistik.

Täglich werden ca. 10-20 E-Books heruntergeladen, was für mich zeigt, dass sich diese Arbeit, die das Angebot von Wikisource ergänzt sich lohnt und angenommen wird.

Im Folgenden präsentiere ich die Top 40 der Downloads (in Klammern die Anzahl der Downloads). Diese Liste ist aber noch mit etwas Vorsicht geniessen, da darin noch etliche “Downloads” von Bots und Crawlern enthalten sind. Auch wenn ich das bereits etwas manuell korrigiert habe, ist eine gewissen Verzerrung noch enthalten. Eine jeweils aktuelle Liste findet sich in der Downloadsektion:

  1. Entstehung Der Arten EPUB (72)
  2. Über die Verfassung des deutschen Reiches EPUB (55)
  3. Doctor Brants Narrenschiff EPUB (55)
  4. Das Eiland der Toten EPUB (52)
  5. Kinder- und Haus-Märchen Band 1 (1812) EPUB (49)
  6. Der Geisterseher EPUB (49)
  7. Dämon Chanawutu EPUB (48)
  8. Das Geheimniß der alten Mamsell EPUB (47)
  9. Das Eiland der Toten MOBI (45)
  10. Das Geheimnis der Kabine 24 EPUB (44)
  11. Der Geisterseher MOBI (43)
  12. Othello EPUB (42)
  13. Dämon Chanawutu MOBI (42)
  14. Der letzte Höhlenmensch EPUB (41)
  15. Kinder- und Haus-Märchen Band 2 (1815) EPUB (41)
  16. Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl, I. Band EPUB (40)
  17. Über die Verfassung des deutschen Reiches EPUB (39)
  18. Othello MOBI (37)
  19. Das Geheimnis der Kabine 24 MOBI (37)
  20. Das Geheimniß der alten Mamsell MOBI (36)
  21. Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl, II. Band EPUB (35)
  22. Doctor Brants Narrenschiff MOBI (33)
  23. Des Freyherrn von Münchhausen Wunderbare Reisen EPUB (32)
  24. Die Entstehung der Kontinente und Ozeane EPUB (32)
  25. Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl, I. Band MOBI (31)
  26. Die Schätze des Wahhabiten EPUB (31)
  27. Die Motoryacht ohne Namen EPUB (30)
  28. Der Spiritistenklub EPUB (30)
  29. Ein kurtzweilig lesen von Dyl Vlenspiegel EPUB (28)
  30. Lustige Botanik Und Mineralogie EPUB (26)
  31. Lustige Naturgeschichte Oder Zoologia Comica EPUB (26)
  32. Die große Null EPUB (26)
  33. Der Spiritistenklub MOBI (26)
  34. Entstehung und Bedeutung der Goldenen Bulle EPUB (25)
  35. Die Schätze des Wahhabiten MOBI (24)
  36. Der Prozess EPUB (24)
  37. Kinder- und Haus-Märchen Band 2 (1815) MOBI (24)
  38. Der letzte Höhlenmensch MOBI (23)
  39. Die große Null MOBI (23)
  40. Entstehung und Bedeutung der Goldenen Bulle MOBI (22)

Mittlerweile gibt es auch eine nach den Autoren sortierte Liste der E-Books bei Wikisource und bei den einzelnen Werken wird darauf hingewiesen, dass diese auch als E-Book verfügbar sind.

Ich mach auf jeden Fall weiter mit den E-Books, sind ja auch erst ein Bruchteil der Werke bei Wikisource verwurstet worden, so dass noch genug Arbeit übrig bleibt.

Mrz 25 2012

Katzencontent im Frühling

Lilly genießt den Frühling:

Mrz 23 2012

Do what you can do – Eine Replik

Southpark hat heute in seinem Blog einen Beitrag gepostet, dessen Zielrichtung ich nicht verstehe und auch nicht verstehe was der Autor uns damit sagen möchte. Nun gut er möchte reflektieren über das was Freies Wissen im Allgemeinen und Wikipedia im Besonderen für die Welt bedeutet und worin die Zukunft der Wikimedia-Bewegung bestehen sollte. Da die Kommentarspalte eher für kürzere Texte geeignet ist, ich aber doch etwas genauer auf einige seiner Gedanken eingehen möchte, nehme ich seine Anregung zur Diskussion in Form dieser Replik auf.

In einem ersten Beitrag hatte sich Southpark bereits mit der Bedeutung Freier Lizenzen beschäftigt und zieht trotz der Kritik an seinen These weiterhin die Schlussfolgerung, dass diese für das Projekt eher randständig seien. Dass ich dies anders sehe, habe ich bereits ausführlich in den Kommentaren dargelegt. Deshalb nun zur Kritik des aktuellen Beitrages.

Katze als Entenmutter

Southpark stellt eine erste Grundthese auf:

 Grundthese: das, was Wikipedianer und Wikimedianer können, und was sie positiv von allen anderen abhebt, ist es eine Onlineenzyklopädie zu schreiben. Das mag jetzt auf den ersten Blick banal klingen, ist aber praktisch gar nicht so einfach.

Ich versteht das nicht (liegt vermutlich an mir). Beziehungsweise versteh ich nicht was er mir damit sagen möchte. Zumal er nicht vertieft was daran nicht so banal ist. Ich vermute was er sagen möchte, aber leider gibt es keine Hinweise, ob ich richtig liege.

Was mich aber wesentlich mehr stört ist der Umkehrschluss, der angeblich natürlicherweise möglich sei.

Und die Aussage erlaubt natürlich auch den Umkehrschluss, darüber was Wikipedianer und WIkimedianer nicht besser können als alles andere, und wo sie über keine besondere Kompetenz verfügen: alles außer eine Online-Enzyklopädie schreiben. Dann allerdings stellt sich die Frage: warum sollten sie es machen? Also jetzt nicht als Hobby, sondern mit großen Aufwand und quasi professionell?

Dieser Umkehrschluss ist aber eben nicht möglich, denn selbstverständlich sind Leute, die die Wikipedia schreiben in der Lage andere Dinge ebenso gut zu machen. Der erste Grund ist, weil diese Enzyklopädie zum aller größten Teil nicht von ausgebildeten und in der Wolle gefärbten  Enzyklopädieschreibern gemacht wird. Viele haben einen Job, in dem sie hoffentlich proffesionell arbeiten oder sind über ihr Hobby zur Wikipedia gekommen. Oftmals ein Hobby, das sehr intensiv und en detail ausgeübt wird. Es gibt bereits eine riesige Bandbreite an Kompetenzen, die die in der Wikipedia Mitarbeitenden besitzen, was man bei einem simplen Besuch eines Stammtisches herausfinden kann.

Hinzu kommt, dass sich viele der Wikimedianer Fähigkeiten angeeignet haben, die weit über das Schreiben von Enzyklopädie hinausgehen: Fotografieren als Offensichtlichstes, Recherchieren, Riesige Datenmengen sortieren, kategorisieren und einordnen, Programmieren bis hin zu eher exotischere Fähigkeiten wie Handschriften der Frühen Neuzeit lesen. Da stellt sich eher die Frage, warum diese neu erworbenen und die bereits vorher vorhandenen Fähigkeiten und Kenntnisse nicht besser und effektiver nutzen? Wissen erschöpft sich eben doch nicht nur in Enzyklopädie.

Und nur am Rande sei angemerkt, dass für Southpark alle Wikimedianer irgendwie äquivalent mit Wikipedianern  nur Enzyklopädie schreiben oder fallen die (zugegebenermassen wesentlich kleineren) Schwesterprojekte unter die Frage: Warum sollten sie es machen?

simba-wikipedia

Anschließend führt Southpark einige Erfolgsfaktoren für die Wikipedia auf, denen ich weitestgehend zustimmen kann, auch wenn der letzte Punkt schlicht das Resultat der Entscheidung ist, ein Wiki zu verwenden und (so meine ganz private Vermutung) Google zumindest anfänglich das Ranking der Wikipedia ein wenig angehoben hat, auch wenn sie es nie zugeben werden.

Southpark schlussfolgert daraus aber wieder sehr steil und auch wieder ohne Begründung:

Das können Wikip/medianer, und darum sollten sie es machen. Bei allen anderen Aktivitäten, bedarf es schon erheblicher Rechtfertigung, warum ausgerechnet Wikip/media sich dafür zuständig fühlen sollte.

und

 Bei allen Tätigkeiten, die nichts mit Online-Enzyklopädie zu tun haben, unterscheiden sich Wikipedianer nicht groß von ihren Mitmenschen. Sie sind auch nicht kompetenter als eine zufällig in der nächsten Uni zusammengesammelte Auswahl wäre.

Aber wie oben ziehe ich eher den gegenteiligen Schluß daraus, dass Wikimedianer sich nicht groß von der Umwelt unterscheiden, alles andere fände ich eher erschreckend, als den Fakt dass Wikimedianer nicht nur Lexikon schreiben.

Wie bereits gesagt Wikip/medianer haben über das Enzyklopädieschreiben Kompetenzen die auch für die Schaffung freien Wissens genutzt werden können und  werden. Zumal viele dieser Kompetenzen in einem langen und erfahrungsreichen Berufsleben erworben wurden und das Enzyklopädieschreiben erst in den letzten Jahren mühsam erlernt wurde. Ich für mich kann ziemlich gut einschätzen, ob ich ein besserer Programmierer, Enzyklopädieschreiber oder Transkriptor frühneuzeitlicher Handschriften bin.

Real Life. Wissen hinterhertragen. Es pädagogisch organisieren. Dafür Lobbying zu betreiben. Stände zu betreuen. Auf Messen zu gehen. Kompetente Ansprechpartner finden. Natürlich sind wir keine Totalversager in den Bereichen, und mittlerweile gibt es ja auch professionelle Hilfe. Aber wenn man in einem Bereich das weltbeste ist, fällt Brot-und-Butter-Arbeit in den anderen Bereichen natürlich viel mehr auf.
Sind wir pädagogisch besser als echte Pädagogen? Keinesfalls. Haben wir besondere Erfahrungen damit, Wissen offline zu vermitteln?

Gegenfrage:Vermitteln wir wiklich das Wissen, dass in der Wikipedia steht oder vermitteln wir nicht das Wissen über Wikipedia? Organsieren wir wirklich das Wissen pädagogisch oder wollen wir nicht eher dafür sorgen, das Pädagogen das gesammelte Wissen für ihre  Arbeit nutzen? Tragen wir das Wissen aus der Wikipedia/Wikisource/Wiktionary wirklich jemandem hinterher oder  versuchen wir nicht eher, dass Menschen ihr Wissen und ihre Fähigkeiten in die Projekte tragen? Vermitteln wir nicht eher Wissen ÜBER die Wikipedia und die anderen Projekte als Wissen AUS der Wikipedia und den anderen Projekten?

Da stellt sich eher die Frage: Wer soll denn sonst das Wissen ÜBER Wikipedia und Co. vermitteln, als denn wir? Und das wir das nicht so gut machen, wie ausgebildte Ausbilder, ist klar. Aber er erkläre mir, wie es denn sonst gehen soll.

Blödes Fernsehprogramm

Mein Fazit aus diesem Blogbeitrag von Southpark ist, dass dieser die Diskussion meines Erachtens nicht voranbringt.

Erstens wird der Einfluss und die Wichtigkeit der Freien Lizenzen für das ganze Projekt schlicht geleugnet, anstelle weiter zu diskutieren, ob das eigene Postulat wirklich stimmt und wie groß der Einfluss Freier Lizenzen wirklich ist oder eben nicht ist.

Zweitens wird der altbekannte Fehler gemacht Freies Wissen im Wikimedia-Universum auf Wikipedia und Enzyklopädie einzugrenzen. Dabei geht mal wieder die riesige Bandbreite an Wissensinhalten (Bilder, Texte, Wörterbuch, Lehrbücher etc.) flöten und die gezogenen Schlussfolgerungen können nur auf eher wackligen Füssen stehen.

Drittens erinnert mich die ganze Argumentation irgendwie an die Argumentation von Verlagen, Musik- und Filmunternehmen in Bezug auf das Internet. Weil es doch so wunderbar funktioniert und wir die Weltbesten sind, sollten wir uns am Besten nicht mehr ändern und alles so bleiben wie es ist. Und am besten sollte es in ein paar Jahren ein Wikipediaschutzrecht eingeführt werden und jeder der nicht innerhalb der letzten zwei Monaten mindestens einmal in der Wikipedia (die Schwesterprojekte gülden nicht) nachgeschlagen hat, sollte verwarnt werden und beim dritten Mal sollte sein Internet-Anschluss gesperrt werden.

Kurz und gut: Die Gedanken von Southpark sind in meinen Augen schlicht Wikipedia-Konservatismus und Wikipedia-Elitarismus. Keine Ahnung ob er das ernst meint oder nur provozieren möchte. Ich hoffe mal zweiteres und er hat ja offenbar sein Ziel erreicht. Und ich gebe zu die Bildauswahl von Southpark ist natürlich wesentlich subtiler :-)

Mrz 20 2012

Fragwürdige Qualität des Münchner Digitalisierungszentrums

Ein gruseliges Beispiel des Digitalisats des Romans Tahiti von Friedrich Gerstäcker vom Münchner Digitalisierungszentrum:

bsb10108669_00006-svg_

Schaut da eigentlich noch jemand auf die Resultate des Scanvorgangs drüber oder wie hat man sich das vorzustellen? Oder haben die jemanden da rangesetzt, der keinen Bock mehr auf seinen Job hatte? Zumindest das was auf der Webseite des MDZ von diesem Roman gezeigt wird, kann man komplett in die Tonne treten. Und nach Aussage von Wikisource-Mitarbeitern, sieht es mit anderen Werken auch nicht besser aus.

Bewahrung des kulturellen Erbes geht irgendwie anders.

Update:

Mrz 15 2012

Simon’s Cat in ‘Shelf Life’

Ein brandneuer Film von Simon’s Cat:

YouTube Preview Image

Mrz 11 2012

Katzenfressender Fisch

Mrs. Finanzer hat heute abend diese kreativ benannte und bebilderte Kleinanzeige bei eBay entdeckt:

Mrz 06 2012

Knol meldet sich ab

Es ist sicherlich keine allzu große Neuigkeit mehr, dass Google Knol abgeschaltet wird, Aber soeben hab ich folgende Mail erhalten. Ich hatte mich damals zwar angemeldet, aber nicht wirklich etwas beigetragen, insofern kann ich die Mail getrost ignorieren, möchte sie aber dennoch zur allgemeinen Kenntnis geben:

As part of Google’s prioritization of product efforts,
we will be retiring Knol.  From now through April 30th, 2012,
Knol will work as usual, but we’ve made it easy for you to download
your knols to file and/or export them to WordPress.com.
From May 1, 2012 through October 1, 2012, knols will no longer be
viewable, but can be downloaded and exported.  After that time,
knol content will no longer be accessible.  We hope that this timeline
provides you ample time to transition your content.
For more information, please visit our 
FAQ: https://knol-redirects.appspot.com/faq.html

Feb 29 2012

Klicktipps (8)

Feb 27 2012

Jowinix’ Gedicht des Tages (2)

Jowinix hat mal wieder ein bisschen was gedichtet und er hat das kleine Gedicht mir und meiner E-Book-Produktion gewidmet:

Ich bin ein E-Book Fabrikant

und fabrizier so allerhand

Geschichte, Märchen und Romane

gewichtige und auch profane;

zuweilen muß ich mich auch plagen

mit etwas Wissenschaft und Sagen.

Doch tu ich dies, weils mir gefällt

mich kostets Mühe – dich kein Geld.

Danke schön dafür :-)

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