Inas Nacht

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Seit ein paar Wochen schau ich Montagsabend im Ersten, wenn ich es denn mitbekommen, die einfach geniale Sendung Inas Nacht. Schräge Gespräche in einer winzigen Hamburger Kneipe, ein Shantychor vor dem Fenster und Musiker, die sich Ina einlädt und mit denen Sie gemeinsam singt, sind das Markenzeichen der Sendung. Manchmal sind meine Gebühren wirklich gut angelegt. Und da die öffentlich-rechtlichen Sender ihre Sendungen eigentlich nur noch 7 Tage in der Mediathek vorhalten dürfen, ist Youtube um so wichtiger.

Nun aber zum eigentlichen Anlass des Beitrags. Ich präsentiere im Folgenden drei der Musikbeiträge aus der Sendung, die mir besonders gefallen haben: Selig mit “Wir werden uns wieder sehen”, Mia mit “Mein Freund” und Tino Dico mit “Count to Ten”.

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Aktuelle Warnung

Aus aktuellem Anlass eine wichtige Warnung:

Tonfilm ist Kitsch


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20.000 mal fertig

In den letzten Tagen purzeln die runden Jubiläen bei Wikisource nur so. Diesmal haben wir die Grenze von 20.000 Seiten überschritten, die zwei mal korrekturgelesen wurden. Und diese Zahl bezieht sich nur auf die Seiten im Seiten-Namensraum. Insgesamt sind es wesentlich mehr, da insbesondere viele Gedichte und andere Texte die nur einige wenige Seiten umfassen, meist nicht mit der Proofread-Extension bearbeitet werden.

Auch wenn einige Sprach-Versionen von Wikisource wesentlich mehr Seiten umfassen (fr: 270853, en: 237087, de: 86923), führt das deutschsprachige Wikisource mit großem Abstand bei den zweimal korrekturgelesen Seiten. Dies zeigen auch deutlich die beiden folgenden Grafiken. Zuerst der Verlauf der Gesamtzahl und danach die Zahl der zweimal korrekturgelesenen Seiten:

P.S. Eine tagesaktuelle Version der obigen Diagramme findet sich auf dem Toolserver.


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Das nächste wichtige Vorhaben

Da ja gerade eben das eine wichtige Gesetz duch den Bundestag gepeitscht wurde, widmet sich unsere Lieblingsministerin demnächst einem neuen Vorhaben. Dem Kampf gegen Altersarmut und Obdachlosigkeit.

Via si tacuisses. Bildmontage mediengestalter.cc. Bilder: UvL: Michael von Aichberger, CC-BY-SA 3.0, Obdachloser: The Blackbird (Jay Black), CC-BY-SA 2.0


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endlich unendlich

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Mal wieder etwas Musik für Dich. Diesmal von Selig aus Hamburg Unplugged bei Sputnik.

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Wer Musik downloadet, frisst auch kleine Kinder

Oder wie soll man diese „nette“ Aussage der zwei CDU-Bundestagsmitglieder Wolfgang Börnsen und Dorothee Bär verstehen?

In Bezug auf einen gescheiterten Antrag beim SPD-Bundesparteitag, dass die Pläne zur Sperrung von Internetseiten durch die SPD-Bundestagsfraktion verhindert werden solle, erklärten die beiden unter dem plakativen Titel „Klare Kante gegen Kinderpornographie“:

Damit ist eine gefährliche Entwicklung gestoppt worden. Unter Berufung auf eine angebliche Internetzensur durch den Staat wollten die Linksaußen in der SPD durchsetzen, dass das Internet zum rechtsfreien Raum wird. Die SPD wäre dadurch Gefahr gelaufen, Straftaten im Internet Vorschub zu leisten, von der Vergewaltigung und Erniedrigung kleiner Kinder bis hin zu Urheberrechtsverletzungen in breitestem Ausmaß gegenüber Künstlern und Kreativen. Allen engagierten Streitern gegen das abscheuliche Verbrechen der Kinderpornografie ist angesichts des Scheiterns der SPD-Linken ein Stein vom Herzen gefallen. (Hervorhebung von mir)

Wie krank muss man eigentlich sein, um grundverschiedene Dinge wie den Download (ja auch das Anbieten, was sicherlich etwas schwerwiegender ist) von MP3s, Filmen etc. und das Vergewaltigen von Kindern in einen Topf zu werfen. Mir fehlen die Worte.


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Neuigkeiten aus Wikisource (7)

Vor ein paar Tagen hat Wikisource ein paar runde Grenzen überschritten. Erstens haben wir mehr als 5000 Gedichte und insegsamt mehr als 12.000 Werke. Außerdem gibt es mittlerweile mehr als 2000 Seiten zu Autoren.  Großen Anteil daran hatte die Erfassung und Erschließung einiger Sammelwerke, darunter z.B. Schillers Musenalmanach der Jahrgänge 1796, 1797, 1798, 1799 und 1800.

Da es seit geraumer Zeit Kritik daran gab, dass nicht alle Autorenseiten auch tatsächlich Autoren behandelten und Themenseiten für Personen auch nicht besonders passen sind, wurde eine neue Kategorie Personen eingeführt. Außerdem passte die Möglichkeit von Themenseiten schon deshalb nicht, da hier keine Personendaten zugeordnet werden können und auch keine PND zugeordnet werden kann. Die Autoren sind jetzt eine Unterkategorie der Personen. Mit Hife der dazugehörigen Vorlage, können nun auch Seiten angelegt werden, die Werke über Personen aufführen, ohne dass der Eindruck ensteht, dass diese Person Werke geschaffen hat.

Und überrascht war ich, als jemand die Fachkategorie Spezielle Relativitätstheorie einführte, wieviele Werke wir zu dem Thema mittlerweile haben. Für den an diesem Thema Interessierten ist das mittlerweile eine kleine Fundgrube geworden, die sich doch eher im Verborgenen entwickelt hat.

Die Anzahl der unkorrigierten Artikel in der ADB ist Anfang Juni auf unter 16.000 Artikel gesunken. Daraus resultiert, dass mittlerweile der Buchstabe I und der Band 55 vollständig korrigiert wurden.


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Linktipps (4)

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P.S. Ich habe heute das Blog auf die Version 2.8 akutalisiert. Bisher sehe ich keine Probleme, falls es doch welche geben sollte, bitte Bescheid geben.


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Wikisource macht jetzt OCR

und sogar mit Fraktur. Gestern wurde eine Erweiterung live geschaltet, die  imagefür jede noch leere Seite im Seite-Namensraum zwei neue Knöpfe mitliefert. Jeweils einer für OCR von Antiqua-Schrift und von Fraktur-Schrift. Und die Qualität, ist zumindest bei ausreichender Scanqualität und Schriftgröße, auch bei Frakturschrift, verblüffend gut. Die OCR wird auf dem Toolserver mit Hilfe der Open-Source-OCR Tesseract durchgeführt und das Resultat wenig später in das Edit-Fenster gepustet, so dass man anschließend sofort mit der Erstkorrektur fortfahren kann. (Siehe Screenshot) Hier und da streikt die OCR, vermutlich wenn die Schrift auf der Seite zu klein ist. Bei der Gartenlaube werde ich vorerst also noch selbst Hand  anlegen müssen.


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AntiCommonist 0.4.0

Dieser Eintrag ist Teil 7 von 7 in der Artikelserie AntiCommonist

Nach etwas längerer Zeit mal wieder ein kleines Update meiner beliebten kleinen Software zum Herunterladen von Bildern aus MediaWiki-Wikis.

Folgende Änderungen:

  • Die Option –m ob ein Verzeichnis neu angelegt wurde, hatte den falschen Default-Wert. Jetzt wird ein Verzeichnis automatisch angelegt, wenn das Verzeichnis noch nicht vorhanden ist. Vorher musste die Option, entgegen der Beschreibung, explizit auf true gesetzt werden. Das kann jetzt entfallen. Wenn allerdings dieses Verhalten nicht gewünscht wird, dann muss nun der Parameter auf false gesetzt werden.
  • Bei Netzwerk-Fehlern beim Herunterladen bricht AntiCommonist nicht mehr komplett ab und das Programm muss neu gestartet werden. Dies konnte insbesondere bei wackliger Internetverbindung oder zickigen Wikimedia-Server vorkommen. Nun versucht AntiCommonist das Bild standardmäßig drei mal herunterzuladen. Diese Verhalten kann mit der neuen Option –n gesteuert werden. Dieser übergibt man die Anzahl an Versuchen die AntiComminist verwenden soll, die Bilder herunterzuladen. Wenn innerhalb dieser Anzahl kein Erfolg erzielt werden konnte, geht AntiCommonist zum nächsten Bild über. Am Ende wird eine Liste der Bilder ausgegeben, die nicht heruntergeladen werden konnten.

Beschreibung der neuen Option:

-n,--numbertries    number of tries to download a file,
                    default is 3, values < 1 will
                    be set to equals 1

Download AntiCommonist 0.4.0


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Warum es um Zensur geht

Ergänzend zu meinem vorhergehenden Post ein ausdrücklich erwünschtes Vollzitat von Jens Scholz:

Da reiben sich gerade so viele die Hände, daß man eigentlich ein beständiges Rauschen hören müsste. Die Idee, das Thema Kinderpornografie als Popanz vorzuschicken, um das nun geplante Internet-Zensursystem einzuführen war aber auch wirklich eine richtig gute. Hat das ja zuvor mit den Themen Terrorismus und Internet-Kriminalität nicht wirklich hingehauen, kann man hier spitzenmäßig mit dem Holzhammer wedeln und Kritiker einfachst diffamieren, indem man die eigentliche Kritik ignoriert und ihnen vorwirft, sie wollten die Verbreitung von Kinderpornografie schützen. Wie schnell schon der Vorwurf zum beruflichen und gesellschaftlichen Tod führen kann, zeigte man nur wenige Wochen zuvor ja schonmal anschaulich am Exempel Tauss (der übrigens natürlich nicht im Netz "erwischt" wurde, sondern über Handykontakte und DVDs per Post).

Aber ich schweife schon wieder – wie es durch die Wahl dieses Themas ja auch gewünscht ist – ab.

Denn das Problem, das die Kritiker haben, ist ja natürlich nicht, daß man den Zugang zu Kinderpornografie sperren will, sondern das Sperrinstrumentarium, das man dazu baut. Schaut man sich das an, merkt man schnell: Es geht nicht um Kinderpornos und wie man dagegen vorgeht. Ging es nie.

Es geht um die Installation eines generellen technischen Systems und die generelle Art und Weise, wie es betrieben wird: Es geht darum, daß eine waschechte, diesen Namen zu Recht tragende, Zensur ermöglicht wird. Auch wenn die zunächst gesperrten Websites tatsächlich nur Kinderpornografie beinhalten (was die Liste eigentlich extrem kurz halten müsste) wäre sowohl die Technik, die Verwaltung und sogar die Psychologie installiert, um sofort eine effektive Zensur betreiben zu können.

Technik
Die Provider sollen ihre Nameserver so umbauen, daß Webseiten, die das BKA aussucht und ihnen nennt, nicht erreichbar sind und dem Nutzer bei Aufruf stattdessen eine Sperrseite angezeigt wird.

Geichzeitig soll das BKA jederzeit abrufen könne, welche Nutzer auf Webseiten aus dieser Liste zugreifen wollten und stattdessen auf die Sperrseite geleitet wurden.

Ein normaler Internetnutzer, der seinen Nameserver nicht auf einen freien DNS-Server umstellt, sieht bestimmte Seiten nicht und erhält die Mitteilung, er wolle sich gerade Kinderpornografie ansehen. Ob das stimmt, weiß er nicht und nachprüfen darf er das auch nicht, da ja schon die Suche nach Kinderpornografie strafbar ist. Der Nutzer muss sich in diesem Moment weiterhin im Klaren sein, daß er gerade etwas getan hat, was das BKA als illegal ansieht und als Grund ansehen kann, gegen ihn vorzugehen.

Die allein schon technisch verursachten Risiken für jeden Internetnutzer sind immens, noch dazu, weil man damit auch noch eine perfide Beweisumkehr eingebaut hat: Sie müssen künftig ihre Unschuld beweisen, z.B. daß sie "versehentlich" die gesperrte Seite angesteuert haben. Viel Spaß beim Versuch, Richtern TinyUrls, iFrames, Rootkitangriffe, Hidden Scripting und so weiter zu erklären, wenn Sie überhaupt wissen, was das ist.

Die Lösung zunächst: Den Nameserver umstellen, um sich dieser Gefahr vollständig zu entziehen. Geht schnell und kann jeder.
Die Technik ist allerdings interessanterweise das kleinste Problem in dieser ganzen Geschichte. Es gibt Staaten, die in ihren Zensurbemühungen schon wesentlich weiter sind. Die Menschen dort können dennoch sowohl anonym als auch unzensiert das Internet benutzen. Das Internet ist von Nerds gebaut worden. Ein Staat kann da so viel fordern wie er will, er wird das Netz auf technischer Ebene never ever kontrollieren können.

Verwaltung
Hier liegen die springende Punkte, die das Ganze zum Zensurinstrument machen:
1. Die gesperrten Inhalte stehen auf einer Liste, die das BKA direkt und ohne Prüfungsinstanz erstellt und die die Provider möglichst ohne sie anzuschauen zu installieren haben. Es entscheidet kein Richter über den Inhalt, es überprüft keine unabhängige Institution über die Rechtmäßigkeit, es gibt keine Regelung, wie Adressen überhaupt wieder von der Liste gelöscht werden könnten. Die Polizei, die Verbrecher verfolgt, bestimmt, welcher Wunsch nach welcher Information ein Verbrechen ist. Vorab zu definieren, was ein Verbrechen ist und hinterher darüber zu entscheiden, ob ein Verbrechen begangen wurde ist aber nicht Aufgabe der Polizei.

2. Die Liste ist geheim. So lange diese Liste nicht in die Öffentlichkeit gerät kann alles drinstehen und nichts davon muss gerechtfertigt werden. Wer das in Frage stellt wird zum Verdächtigen. Wie Zensur in Reinform eben funktioniert.

3. Der Gesetzentwurf ist schwammig genug, daß das BKA im Prinzip alles in die Liste setzen kann. Da im Web jeder Inhalt nur einen Klick weiter vom letzten entfernt ist und das Gesetz möchte, daß auch "mittelbare" Seiten gesperrt werden können, kann somit de facto auchjede Seite gesperrt werden.

4. Das System soll die direkte Verfolgung von Zugriffen erlauben. es wird nicht nur gesperrt, sondern es kann auch nachgeschaut werden, wer sich die gesperrten Seiten ansehen will. Dies kann dann Anlass für verdeckte Überwachungen, Hausdurchsuchungen und andere existenzbedrohende Vorgänge sein.

Die Staatsanwälte dieses Landes üben ja seit einiger Zeit kräftig an der Vorverurteilungsfront, indem Sie inzwischen gerne mal Pressemitteilungen über eingeleitete Verfahren rausgeben und die Presse direkt zu möglichst spektakulär und öffentlichkeitswirksam inszenierten Verhaftungen mitnehmen (Zumwinkel, Tauss, Frau B.).

Psychologie
Womit wir schon beim gewünschten Effekt von Zensur sind: Die Einführung der Schere im Kopf. Die wirksame Selbstzensur, weil man nicht weiß, was eventuell passiert, wenn man zu laut und deutlich Kritik äußert. Die Geheimhaltung der Sperrliste und ihre völlige Unverbindlichkeit durch das Fehlen jeglicher Kontolle ist ein bewußt eingesetzes Instrument, um Verunsicherung zu erzeugen.

Ein anderes ist die Verknüpfung mit dem Thema Kinderpornografie, womit wir wieder am Beginn dieses Artikels wären. Man weiß ja inzwischen, daß auch nur der leiseste Ruch, man könnte eventuell irgendwas mit Kindesmissbrauch und Pädophilen zu tun haben, dieExistenz vernichten kann, selbst wenn hinterher rauskommt, daß tatsächlich nichts an den Vorwürfen dran war. Wie nahezu generell nichts rauskommt. Das ist ein so extrem starkes und wirksames Druckmittel, was natürlich beispielsweise ein Herr Gorny sofort erkennt, weilsein Versuch, diese Schere im Kopf einzuführen (durch den Versuch, Filesharing als schreckliches Verbrechen zu diskriminieren), wirkungslos blieb und er sich nun an den besser funktionierenden Trigger dranhängt (indem er Urheberrechtsverletzung mit Kindesmissbrauch gleichsetzt).

Die Justizministerin gibt dann noch Tipps in die richtigen Richtungen, die natürlich prompt reagieren. Überhaupt, das mal ganz nebenbei, finde ich es immer wieder seltsam, daß Frau Zypries immer wieder als Warnerin vermittelt wird. Dabei war – so sagt sie zumindest – sie es, die den Gesetzentwurf gegenüber dem Vorabvertrag von Frau von der Leyen verschärfen ließ und dieser nun schon den Zugriff auf Stopp-Seiten verfolgen lassen will.

Um die Frage zu beantworten, warum und wann es in einer Gesellschaft überhaupt dazu kommen kann, daß ein Teil davon meint, einen solchen Eingriff vornehmen zu müssen und der andere Teil (zu dem ich u.a. mich zähle) darin ein so massives Unrecht sieht, das es zu bekämpfen gilt, kann man sich bitte den Artikel "Kampf der Kulturen" drüben bei netzpolitik.org durchlesen.


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Lego und die DNS-Sperren

Sehr schönes Video, dass die Problematik an den DNS-Sperren, die angeblich nur gegen Konderpornographie eingesetzt werden würden, sehr gut erklärt.

Gegen den Unfug mit den Internetsperren gibt es die Online-Petition Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten, die nach nur ca. 5 Tagen bereits 62.396 Menschen unterzeichnet haben. Ziel sind mindestens 128.193 Unterschriften. Das ist nämlich, hat das Blog Spreeblick herausgefunden, der bisherige Rekord bei deutschen Online-Petitionen.


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Zwei hochwertige Stücke deutscher Poesie

Als kleine Ergänzung für den neuesten Artikel von Felistoria Datei:Kladderadatsch1878.423..reichshund.2.jpgüber den Reichshund, habe ich mich bereit erklärt zwei kurze Gedichtlein über die Hunde von Bismarck abzutippseln. Und wie von ihr angedroht, sind es wahrlich zwei hochwertige Exemplare der deutschen Dichtkunst des 19. Jahrhunderts.

Als erstes das Gedicht An den Reichshund aus der Satirezeitschrift Kladderadatsch. Die Hintergründe zu dem Gedicht sind im Artikel gut erklärt.

Aedler Sultan, Hund der Hunde,
Von dem das Wochenblättlein spricht
Im kleinsten Nest der Erdenrunde,
O Sultan, du gefällst mir nicht!
Ich kann das Beißen gar nicht leiden,
Das dir im wilden Blute steckt;
Und läßt es sich ganz vermeiden,
So wähl’ doch besser dein Object.

Man weiß, wie beim Congreß dolose
Getrieben du dein schlimmes Spiel,
Und wie dir Rußlands Gala-Hose,
Die stattliche, zum Opfer fiel.
Vor Knickebeinen, die zum Gehen
Zu schwach sind, wichst du nicht zurück;
O Sultan, du mußt selbst gestehen,
Fürwahr, das war kein Heldenstück!

Dann hast mit frevelhaften Bissen
Der Herrin, die dir wild gebeut,
Du tückisch das Gewand zerrissen
Und zähnefletschend sie bedräut.
Die Dame, welche du vor Allen
Ein Freund und Schützer solltest sein,
In blindem Wüthen anzufallen,
Das, Sultan, scheint mir recht gemein!

Als du den Herrn zur salz’gen Quelle
Begleitet an der Saale Strand,
Schritt täglich über seine Schwelle
Ein Mann in schwärzlichem Gewand.
Zur Tafel war er mitgenommen;
Allein so oft dies auch geschah,
Nicht hat dein Herr ihn satt bekommen,
Stets war der Würd’ge wieder da.

Stets trat die prallste aller Waden
Im Seidenstrumpf zu dir herein;
Ach, diese Seidenstrümpfe laden
Zum Anbiß gar verlockend ein!
Doch nichts hört man von neuen Fehden,
Es sprach von dir nicht ein Gericht;
Du Krone aller Quadrupeden,
O Sultan, ich versteh’ dich nicht!

Kladderadatsch

und das zweite etwas kürzere von Karl Henckell aus der Abteilung Aus einem Notizbüchlein der Liebe:

Der Kaiser ist heiser, der Reichshund bellt,
Bald geht aus den Fugen die ganze Welt.

Wir sitzen auf freier Brüstung und schau’n
Auf lächelnde Thäler, auf sonnige Au’n.

Ein Blick in die Ferne, ein Blick nach dir,
Der Himmel dort oben, der Himmel hier.

In diese Himmel wollen wir lugen,
Und ginge die ganze Welt aus den Fugen.

Warum hier der Reichshund auftaucht und was uns dieses Gedichtlein sagen möchte, wird wohl ewig ein Geheimnis des Dichters bleiben.


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Phorm Opt Out

Wikimedia Deutschland hat, ebenso wie die Wikimedia Foundation und Amazon, beschlossen ihre Domains von der Untersuchung des Traffics zu diesen Seiten durch das britische Unternehmen Phorm auzuschließen. Dies geschah da auch der Wikimedia Deutschland Webseiten betreibt, die von Nutzern aus Großbritannien abgerufen werden (hier ist vor allem der Toolserver zu nennen).

Weitere Hintergründe und Erklärungen zu diesem Thema finden sich im Wikimedia Blog.


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Interessensgemeinschaft der Wikipedia-AutorInnen

Vor wenigen Minuten hat der Wikipedia-Autor Andreas Kemper (vormals Benutzer Schwarze Feder) auf der Wikipedia-Mailingliste einen Aufruf zur Gründung einer Interessengemeinschaft der Wikipedia-AutorInnen veröffentlicht. Einen Entwurf der Ziele dieser IG findet sich in der Wikipedia.

Laut der Mail soll der neue Verein die Interessen der Autoren gegenüber der Foundation vertreten, aber auch Rechtsberatung und Aufgaben übernehmen, wenn Autoren auf Grund ihrer Tätigkeit in der WP rechtlichen Problemen gegenüber stehen.

Erste Interessenten haben sich bereits auf der Wikipedia-Seite eingetragen.


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Laubenpieper-Statistik

Das Telephon.

Typische Gartenlauben-Illustration aus dem Artikel "Der Musiktelegraph

Auf meine neugierige Frage im Chat, wie viele Seiten der Gartenlaube denn bereits korrekturgelesen wurden oder sogar fertig sind, hat mir Joergens mal auf die Schnelle eine kleine Statistik bereitgestellt. Und damit diese Arbeit nicht umsonst war, erfährt sie nun die ganze Welt:

  • 22 Bände haben Scans und sind durch die OCR gejagt worden, das macht insgesamt 18916 Seiten
  • Ausgekoppelt, soll heißen als eigenständige Werke angelegt, wurden insgesamt 223 Artikel. Führend dabei der Jahrgang 1863 mit 89 Artikeln.
  • Das macht 532 einmal korrigierte Seiten und 283 Seiten die fertig sind, also zweimal korrekturgelesen wurden.
  • Bei 4 Bänden mit ca. 3000 Seiten existieren Scans auf Commons, die OCR fehlt aber noch.

Fazit: Ein büsschen ist noch zu tun.

P.S. Hätte ich fast vergessen. Seit dem Wochenende gibt es eine Liste der Autoren der Gartenlaube und eine Liste der Liste der Illustratoren, Zeichner und Maler der Gartenlaube. Zweck der Übung ist zuerst mal rauszubekommen, welche Texte und Bilder garantiert gemeinfrei sind. Anlaß diese Listen anzulegen, war der Umstand, dass wir vor ein paar Tagen darauf aufmerksam gemacht wurden, dass Bilder eines bestimmten Zeichners noch nicht gemeinfrei sind. Zu den beiden Listen schreibe ich in den nächsten Tagen noch etwas mehr.


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Wie man mit freien Lizenzen Nachnutzung verhindert

Ein Fall von wahrscheinlich noch einigen mehr. Und eine Anleitung wie man das macht.


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Frühling in Berlin

Vor ein paar Tagen hatte ich die Gelegenheit ein paar Bilder vom Brandenburger Tor und dem davor gelegenen Pariser Platz aus einer etwas anderen Perspektive zu machen. Und da es zum Glück ein paar Tage vorher Frühling geworden war, hat die untergehende Sonne ihren Teil zu den Bildern beigetragen.


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Klicktipps (3)

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Ostern


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Die gute alte DDR

Am 1. April wurden die ersten rund 5000 Bilder, die von der Fotothek unter eine freie Lizenz gestellt wurden, auf Commons hochgeladen. Wenn ich es recht gesehen habe, sind es ausschließlich Bilder des Fotografen Eugen Nosko, der in den 1970er und 1980er Jahren Industriefotograf im Auftrag volkseigener Betriebe und Kombinate war.

Und genau dies zeigen diese Bilder: Menschen, Produktionsprozesse, Arbeitsabläufe und Milieu der Industrie im einstigen „Arbeiter- und Bauernstaat“. Einige wenige Bilder, die mir als Ex-Ossi besonders ins Auge fielen, hab ich hier mal in einer kleinen Galerie zusammengestellt.

Irritiert bin ich über die Kritik die hier und da aufkam. Die Bilder die von der Fotothek bereitgestellt wurden seien enttäuschend, unbrauchbar und unenzyklopädisch. Auch wenn man nicht unbedingt alle Bilder hätte hochladen müssen, da sich doch einige Motive stark ähneln bzw. wiederholen, muss ich der Kritik widersprechen. Erstens handelt es sich, wie bereits erwähnt, um einen winzigen Bruchteil der insgesamt 250.000 Bilder.

Zweitens sehe ich die Bilder als wichtige Zeitdokumente der DDR-Industrie und teilweise des Alltagslebens. Viele Bilder zeigen, auch erst durch die vermeintlichen Wiederholungen, sehr schön die Formensprache und die Ästhetik der „sozialistischen“ Kunst. Da sehen wir zum Beispiel auf vielen Bildern lachende Bauern bei der Apfelernte, zufriedene Arbeiter beim Essen in einer sauberen Kantine und glückliche Urlauber im Ferienheim. Genauso wie bei vielen Bildern aus dem Bundesarchiv, handelt es sich bei den meisten Bildern von Eugen Nosko auch nur um Propagandafotos. Die Realität sah wesentlich trister und trüber aus.

Und drittens ist, zumindest für mich, Commons keine Exklusiv-Veranstaltung der Wikipedia, wo jedes Bild unbedingt Platz in einem Enzyklopädie-Artikel finden muss. Ob hingegen auf Commons private Urlaubsbilder unter einer freien Lizenz ihren Platz finden sollen, ist eine ganze andere Frage.

Natürlich erhoffe auch ich mir noch andere Bilder, als nur glückliche Arbeiter und Bauern in der sozialistischen Produktion.


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