Neuigkeiten aus Wikisource

Soeben frisch eingetroffen ist ein Gerichts-Urteil aus dem Jahre 2004 eine Sammlung gemeinfreier Gedichte betreffend. Diese Zusammenstellung soll in großen Teilen von einem auch den Wikipedianern bekannten Verlag übernommen worden sein. Das Gericht sah die Freiburger Anthologie als urheberrechtlich geschütztes Sammel- und Datenbankwerk an, die dem Urheberrechtsschutz unterliegt und untersagte dem Verlag die weitere Verbreitung der CD. Bei Wikisource ist das Urteil zu finden unter: Landgericht Mannheim – Freiburger Anthologie.

Die Arbeit an Schwere, Elektricität und Magnetismus von Bernhard Riemann, einer Vorlesungsmitschrift aus dem Jahre 1880, ist seit einigen Tagen abgeschlossen. Die Arbeit an diesem Werk hat damit rund 9 Monate gedauert und war durch die vielen mathematischen Formeln sehr aufwendig.

Von Andreas wurde in den letzten Tagen der mir unbekannte Roman Käthe – Der Roman eines Dienstmädchens von Gabriela Zapolska, einer polnischen Schriftstellerin und Dramatikerin, hochgeladen. Der Anfang liest sich recht interessant. Vielleicht hat ja jemand ein paar Informationen zu dem Werk, leider gibt auch die Wikipedia kaum etwas zur Dame und ihrem Werk her.

Und zum Schluß noch ein Hinweis auf das ultimative Wannengedicht: Mein Wannenbad.

Update:

Als Monopolisierung von Daten und Unsinn bezeichnet Klauf Graf bei Archivalia das Urteil. Eine Diskussion darüber ist auch im Skriptorium entstanden.

Der Roman Käthe ist ein Teil eines Projektes zurSammlung von Sachtexten und Belletristik über Dienstboten und Gesinde. Danke an Andreas für den Hinweis

5 Gedanken zu „Neuigkeiten aus Wikisource“

  1. Zur „Käthe“: Das Original kann ich nicht beurteilen, aber die Übersetzung liest sich rein sprachlich schon eher trivial – die Armee von Auslassungspunkten, Bindestrichen und g e s p e r r t gedruckten Wörtern ist allerdings beeindruckend … – ! Die „Dienstbotenfrage“ wird in dem Buch allerdings wirklich ganz gut dargestellt, bis hin zu den häufigen Problemen Prostitution und Abtreibung.

    Das ganze ist Teil eines kleinen (bisher eher Privat-)Projekts mit Sachtexten und Belletristik über Dienstboten und Gesinde:
    http://de.wikisource.org/wiki/Dienstboten

  2. Das Probelm ist – Histo kann wie Rumpelstielzchen im Kreis tanzen und mit dem Bein ausftampfen. Es wird Niemanden interessieren. Sad but true.

  3. Als direkt Betroffener empfinde ich das Urteil natürlich auch als Skandal. Nun denn. Bleibt zu Finanzers Blogeintrag noch anzumerken, dass wir NICHT „…in großen Teilen kopiert und auf CD veröffentlicht…“ haben. Strittig war nur die Auswahl der Gedichte – der Text der 1.000 Gedichte ist in unserer Sammlung „Deutsche Lyrik von Luther bis Rilke“, die 50.000 Gedichte enthält, sowieso vorhanden.

  4. Ich denke mal, wir stimmen eh darin überein, daß wir eure Arbeit toll finden. Und da auch hinter euch stehen – auch wenn das leider nichts bringt.

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