Plüschigkeit kennt keine Grenzen

Ich sitze hier gerade mit Frank zusammen in einem Hotel der gehobenen 2-Sterne-Kategorie und freue mich, dass zumindest ein kleiner Teil der modernen Welt hier Einzug gehalten hat. Aber dazu später mehr.Modernes Wohnambiente

Heute morgen also in den Zug nach Frankfurt und in Göttingen Frank auflesen. Der kam etwas verschwitzt bei mir an, da er durch den ganzen Zug latschen musste, weil der Bahn halt einfiel die Waggons genau andersherum fahren zu lassen, als vorgesehen. In Frankfurt angekommen mussten wir erstmal die Video-Ausrüstung abholen. Also rein in die rasende Strassenbahn Nummer 11 und zum Filmhaus Frankfurt fahren, die solche Ausrüstungen verleihen. Die guckten uns zwar etwas an, wie wir das Zeugs zusätzlich zu unserem eigenen Gepäck tragen wollten, aber wir konnten sie beruhigen. Und als sie hörten, dass das für eine Veranstaltung der Wikipedia, brubbelte einer was von „unzuverlässig“ und „Brockhaus“.

Also schwer bepackt wieder in die Strassenbahn und zur Geschäftstelle des Vereins am anderen Ende der Stadt gefahren. Dort trafen wir Arne und Matthias und erledigten ein paar Restarbeiten wie Namenschilder schnippeln und solch Zeugs. Nebenbei wurden von Frank noch 777 Interviewtermine mit allerlei wichtigen und unwichtigen Sendern des Landes und des europäischen Auslandes vereinbart. Irgendwie scheints hat der blöde WikiScanner die Gedanken der Journalisten vernebelt. Warum denen erst jetzt auffällt, dass jeder, ja wirklich jeder, die Texte in der Wikipedia bearbeiten kann, wird mir wohl auf immer ein Rätsel bleiben. Zumindest fing irgendwie fast jedes Telefonat was Frank mit Journalisten heute führte mit „Academy“ an und hörte sehr schnell mit „Wikiscanner“ auf. Ich bin gespannt was dann morgen noch für „investigative“ Fragen auf uns zu kommen. Nun gut.

Gegen 21 Uhr trafen wir dann in diesem lauschigen Hotel ein und machten uns auf in die Gutsschänke Bachhof, die wir am Wegesrand zum Hotel entdeckt hatten. Das Ding ist zwar ein mäßig gelungenes Imitat eines Weingutes inmitten eines Wohngebietes, aber die Pommes zum Almschnitzel waren einfach nur genial.Finanzer hat WLAN

Und nun sitzen wir beide hier bei einem Absackerbier aus der Minibar und finden was wir nie zu hoffen gewagt hätten. Das Hotel, dessen plüschiges Mobiliar seit seiner Erbauung in den 1970er Jahren nur sehr vorsichtig dem modernen Geschmack angepasst wurde, hat WLAN!!!! Denn ansonsten ist das Modernste in meinem Zimmer der mitgebrachte Laptop. Und da mir die liebe Telekom mittlerweile auf mein heimisches Telefon- und DSL-Paket eine Telekom-Hotspot-Flatrate gepackt hat, sind wir tatsächlich online.

Aber morgen geht dann wirklich der Ernst des Academy-Lebens los. Ich freue mich schon sehr auf die Veranstaltung. Und natürlich werde ich euch auf dem laufenden halten.

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