Vorlage:Meiner

Liebe Elian, du magst mit deiner Kritik sogar Recht haben, wenn man das Problem auf das rein Formale eingrenzt. Tobnu hat seinen „eigenen“ Artikel gesperrt und dem Editor deutlich zu verstehen gegeben, dass er sich woanders eine Beschäftigung suchen solle. Vll. sollte er dafür sogar bestraft werden. Das zu entscheiden bin ich viel zu voreingenommen.

Schauen wir uns aber mal die inhaltliche Ebene an. Da rauscht ein stadtbekannter Account seit Tagen durch die Wikipedia und versucht das Wort „leider“ in solchen Sätzen wie „Leider wurde dieses Kunstwerk, auf dessen Stirnseite Kaiser Otto II. abgebildet war, im Jahr 1794 zerstört, als es vor französischen Plünderern in Sicherheit gebracht werden sollte.“ zu beseitigen. Ob der Stil nun so brilliant ist, sei mal dahingestellt. Nein es sei nicht neutral. Auf den Revert von Tobnu mit einer eindeutigen Begründung, die nichts aber auch gar nichts mit einer allgemeinen Gutheissung von persönlichen Meinungen zu tun hat, bekommt er an den Kopf geknallt „Leider hat Nazi-Deutschland den Krieg verloren.“ Huch wo sind wir denn hier gelandet.

Und für mich persönlich und auch einige andere ist es klar dem Bedauern über Verlust von Kulturgut und Quellenmaterial auch in einem enzyklopädischen Text Ausdruck verleihen zu dürfen. In einem Projekt, das sich den Werten des Humanismus, der Aufklärung und der Wissenschaftlichkeit verpflichtet fühlt, muss dies selbstverständlich sein. Eine sachliche Darstellung schließt nicht aus, dass negative Phänomene wie der Verlust von Kulturgut auch als solche benannt werden. Die Hysterie, der hier neuerdings in Bezug auf das (falschverstandene) NPOV-Prinzip Einzug hält, ist kontraproduktiv und schadet diesem Projekt.

Und wenn bei solch einer Debatte mit etlichen prophylaktisch angelegten Socken agiert werden muss, dann lässt das bei mir ein paar Alarmisrenen aufheulen. Irgendwie scheint mir, dass hier Artikel zur Geschichte und Aussagen über den Verlust von Kulturgut als Vehikel benutzt werden sollen, um an anderer Stelle, POV einbringen zu können. Nach dem Motto „die dürfen das ja auch“, obwohl es sich um grundverschiedene Dinge handelt.

Aber nehmen wir einfach mal an, dass dies einfach nur NPOV-Hysterie ist. Was schlimm genug wäre.

Achja

Für mich ist ein Admin Tobnu untragbar, weil sein Status als Admin die Seriosität von Wikipedia in Frage stellt.

Wenn es um die Seriosität der Wikipedia ginge, könnten wir mühelos ein paar mehr Tobnus vertragen.

15 Gedanken zu „Vorlage:Meiner“

  1. Ich finde es vor allem seltsam, daß man zum einen auf dem eigenen Blog Omis Törtchen hinterher trauert, aber auf der anderen Seite mit solchen Aktionen einen der besten Autoren aus dem Projekt drängt. Elian, tut mir leid – aber irgendwie schein derzeit was auf deinen früher so gut funktionierenden Radar gekleckert zu sein. Anstatt wie früher dieses Projekt zu schützen, reagierst du nur noch aus dem Bauch heraus. Zu allem, was du derzeit kritisierst, könnte ich dir Gegenbeispiele bringen, wo du dich genauso verhälst. Das ist schlichtweg eine Doppelmoral. An sich wäre es mir egal, davon haben wir eh diverse Leute im Projekt. Aber gerade bei dir tut es mir sehr weh, weil ich dich von allen Mitarbeitern des Projektes mit ganz besonders schätze, nein mehr, dich wirklich mag, persönlich mag. Da stoßen diese Sachen – unter anderem auch dein Beitrag auf meiner Disku vor ein paar Tagen, besonders auf.

  2. Es ist nett, dass so viele mit klaren Worten das von Elian eingeleitete Verfahren (ich will gar nicht wissen, ob eine der Nervsocken ihr gehört, ich halte in dem Projekt inzwischen alles für möglich) ablehnen, aber das Ziel hat sie erreicht: De-Admin oder nicht ist völlig egal, ich bin raus und rate künftig meinen Freunden und Bekannten ab, wikipedia in irgendeiner Weise zu fördern.

  3. Könnt ihr euch nicht einfach darauf einigen, dass ich alles falsch mache und damit grundsätzlich schuld bin? Hat früher auch immer geklappt und ihr könntet euch selbst gegenseitig in Frieden lassen – Nur ’ne Idee ….

    Tanze Grindcore mit mir, Grindcore Grindcore die ganze Nacht!

  4. „(falschverstandene) NPOV-Prinzip“

    Das ist nicht falsch verstanden, NPOV heißt, keine eigene Stellung annehmen und sämtliche Stellungnahmen als Aussagen Dritter zu kennzeichnen, sich also davon zu distanzieren. Wie ein Sachverhalt bewertet wird, muss jeder Leser selbst entscheiden.

    Wir (Wikipedia) stellen die Fakten dar und was andere davon halten. Wir (Wikipedia) setzen uns inhaltlich in den Artikeln auch nicht für die Aufklärung, den Humanismus oder die Wisssenschaft ein, selbst wenn das Projekt als solches diesen Zielen verpflichtet ist. Aber das ist ein Thema, wo man in der deutschsprachigen Wikipedia ja oft gegen Windmühlen ankämpft.

  5. Kurze Nachricht: Ich bin dank irgendeiner technischen Panne seit gestern abend ohne privaten Internetanschluß. Ich schreibe dies von meiner Einsatzstelle, wo ich aber nur ans Netz komme, wenn weder der Rechner gebraucht wird noch ich anderes zu tun habe. Neben dem DSL-Anschluß ist übrigens auch meine Festnetzleitung ist gestört: Anrufer hören das Freizeichen, ich aber kein Klingeln, und raus telefonieren geht auch nicht.

    jha, Julica und Marcus müßten meine Mobilfunknummer haben und dürfen diese nach eigenem Ermessen weitergeben, falls mich jemand dringend erreichen will.

  6. och nöööö… müssen wir jetzt öfters dämliche
    [)deadminverfahren []löschdiskussionen []anderer überflüssiger schwachsinn in diesem blog lesen? ich persönlich plädiere dafür (heute wunschkonzert) sowas doch bitte in der wp zu belassen. ist übrigens auch schlechter stil… in diesem doch sonst so angenehmen blog.

  7. Ich schließe mich Achim an – ich hab‘ auch an allem schuld, müsst‘ mir auch nicht erzählen woran. verstünde ich eh nicht. wen soll ich schlachten?

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