Monatsarchiv: Oktober 2007

Okt 24 2007

Für Dich


Rosenstolz – Tag in Berlin – MyVideo

und für die Stadt die ich immer noch liebe.

Okt 23 2007

Neue Spendenseite bei wikimedia.de

Heute haben wir eine neue, wesentlich ansprechendere, Spendenseite auf der Homepage des Vereins online gestellt. Die Alte war auch wirklich nicht wirklich nett. Nun wird nicht einfach nur Geld eingesammelt, sondern dem potentiellen Spender werden Beispiele geboten wie sein Geld verwendet wird und in der Vergangenheit die Spenden verwendet wurden. Den meisten dürfte z.B. kaum bewusst sein, dass der Verein 2006 74.000 Euro in Server investiert hat, um die Wikimedia Foundation zu unterstützen. Auch sind die Tätigkeits- und Finanzberichte der letzten Jahre verlinkt.

Wer mag kann in sein Blog, Webseite, was auch immer, obiges formschöne und ansprechend gestaltete Banner ;-) einbauen. Es ist in drei Größen auf Commons zu finden:

http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Jetztspenden-200x120.jpg
http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Jetztspenden-160x96.jpg
http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Jetztspenden-100x60.jpg

 

Update (23.10.2007):

Soeben wurde auch die alljährliche Spendenkampagne der Foundation gestartet. Als Tenor der Kampagne steht der Gedanke freies Wissen überall in der Welt zur Verfügung zu stellen. Dafür wurde auch ein Promotion-Video mit Jimbo Wales produziert:

[display_podcast]

 

Update (23.10.2007):

Mittlerweile ist der formschöne Werbebanner auch in den deutschsprachigen Projekten eingeschaltet worden. Ich weiß nicht, ob die da überm Teich ein anderes Farbenverständnis haben, aber schweinchenrosa würde mich nicht gerade zum Spenden animieren.

Okt 12 2007

Krieger kommen nicht nach Hamburg

Da schaut man einmal seit Wochen das Hamburg Journal und dann muß man sofort diese Hiobsbotschaft erfahren. Eigentlich sollte am Samstag die Ausstellung „Macht im Tod – Die Terrakotta-Armee des Ersten Kaisers von China“ im Völkerkundemuseum hier in Hamburg eröffnet werden. Nur leider sind bis dato die acht zwei Meter großen Original-Terrakotta-Figuren aus China noch nichtmal auf den Weg gebracht worden. Und da man die Dinger nicht einfach so, sondern stehend transportieren muss, kann es wohl mit dem Versand noch etwas dauern, bis ein passendes Flugzeug dafür gefunden wurde. Deshalb muss die Eröffnung auf Ende November verschoben werden.

Für mich besonders ärgerlich ist, dass sich schon einige Quartiergäste für das Hotel zur Reichskrone angemeldet habe, die unbedingt die Ausstellung sehen wollen. Und ich hatte mich auch auf die Ausstellung gefreut. Heisst nun also für alle etwas umplanen.

Spekuliert wird ob der verspätete Versand etwas mit dem Besuch des Dalai Lamas kürzlich in Deutschland hat. Auszuschließen ist das wohl nicht. Schauen wir also wann die Figürchen hier in Hamburg eintreffen.

Update (5. Dezember):

Mittlerweile sind die Krieger in Hamburg angekommen und am 25. November wurde auch die Ausstellung eröffnet. Da ich da auf jeden Fall hingehen werden, gibt es hier natürlich auch einen Bericht darüber.

Okt 09 2007

Bisher unbekannter Druck bei Wikisource

Wie sich vor einigen Tagen herausstellte, beherbergt Wikisource einen bisher unbekannten Druck der Hundert Grab-Schrifften von Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau, einem berühmten Dichter des 17. Jahrhunderts aus Breslau.

Wie kam es zu diesem Fund? Felistoria hatte vor einiger Weile den Artikel zu diesem Dichter in der Wikipedia überarbeitet und wusste, dass in der historischen Bibliothek des Gymnasiums in dem sie arbeitet, ein Druck dieses Dichters mit diesen Grabschriften schlummerte. Da sie gelegentlich auch mal bei Wikisource vorbeischaut, scannte sie eben nicht nur das Titelblatt für den Artikel, sondern gleich das 24seitige Heftchen. Eine Weile lungerten die Scans etwas unbeachtet auf Commons, da schlicht vergessen wurde sie zu transkribieren. Bis nun aus einem anderen Anlaß die Sprache wieder auf diese Scans kam. Da 24 Seiten schnell gemacht sind, wurde also zügig das kleine Projekt in Angriff genommen und die Seiten transkribiert. Und Felistoria füllte entsprechend der Angaben im Bibliothekskatalog die Textdaten für den Druck aus. Darunter auch den Druckort Breslau. Das Problem ist nur: auf dem Druck ist kein Druckort angegeben, was natürlich zu Nachfragen seitens anderer Wikisourcler führte, wie sie denn auf Breslau käme.

Die Recherche von Felistoria in diversen Onlinekatalogen wie VD17, KVK etc. ergab, dass dieser Druck mit der Jahreszahl 1662 nirgend verzeichnet ist. Mmh, handelte es sich gar nicht um einen Druck von Hoffmannswaldau? Immerhin ist auf dem Druck auch kein Autor angegeben. War es vielleicht ein Nachdruck oder sogar ein Nachahmer? Eine Nachfrage bei Gerhard Dünnhaupt, der die bislang einzige kommentierte Bibliographie zur deutschen Barock-Literatur verfasste und im übrigen auch in der Wikipedia als Autor aktiv ist, ergab aber, dass es sich tatsächlich um den Text von Hoffmanswaldau handelt, der Dünnhaupt bisher nur in vier anderen Drucken vorlag. Es ist aber der einzige Druck mit der Jahreszahl 1662. Es ist nach ihm nicht auszuschließen, dass es sich hier um den Erstdruck dieses kleinen Werkes handelt. Das muss aber die weitere Forschung ergeben.

Wie der Druck in den Besitz der Gymnasialbibliothek gekommen ist, ist in der kleinen Einleitung des Textes bei Wikisource erläutert. Sicherlich ist der Fund keine große wissenschaftliche Sensation, aber eine wunderschöne kleine Perle für Wikisource. Und vielleicht findet sich ja auch mal ein Student der über diesen Druck eine Arbeit schreiben möchte und bestätigen oder widerlegen kann, dass es sich bei diesem Druck um den Breslauer Erstdruck der Hundert Grab-Schrifften handelt oder eben nicht.

Okt 03 2007

Launch bei zeno.org

Leicht verspätet (die Party war am Samstag, dem 29. September), aber noch nicht outdated kommt hier noch eine kleine Impression von der Zeno.org-Launch-Party. Achim Raschka hat mich eingeladen, dort dem Countdown zum offiziellen Start des Projekts im Netz beizuwohnen. Wellen geschlagen hat das Ereignis zum Beispiel im Heise-Newsticker.

Anwesend waren Verlagsangehörige und deren Bekannte, geladene Gäste aus der Berliner Verlagsszene (mein Onkel mit seinem Weltbühne-Digitalisierungsprojekt war zufällig auch da; die Welt ist klein!), und natürlich: Wikipedianer. Der Abend war also prädestiniert für einen Austausch der Erfahrungen. Im Gespräch mit den Geschäftsführer Erwin Jurschitza wurde mir wieder einmal bewusst, dass die Formatierung mit MediaWiki mindestens problematisch, eigentlich aber stümperhaft ist. XML-Standards bieten weitaus diffizilere Mittel der Textauszeichnung.

Zeno.org [spricht: zeno dot org] stellt wie Wikisource Volltexte gemeinfreier Literatur bereit, meist mit Scans. Aber diese Arbeit wird nicht von Freiwilligen geleistet, sondern von Dienstleistern. Dadurch kann Zeno.org viel größere Mengen wesentlich schneller bearbeiten. Dass die Qualität bei Wikisource immer noch höher ist, und dass Dienstleister bei Sütterlinschrift oder gotischen Minuskeln versagen, muss ich hier nicht erwähnen :). Ein besonders löblicher Ansatz: Die Digitalisate bei Zeno.org sind gemeinfrei und bleiben es auch.

Zeno.org möchte nach dem Vorbild ihres Namenspatrons Zenodot von Ephesos die größte Bibliothek im Internet aufbauen. Dieses Vorhaben ist schon der wesentliche Grund, warum Zeno.org kein Rivale für Wikisource ist. Konkurrenz im wörtlichen Sinne eines Mit-Läufer-tums (lat. con-currere „mit-laufen“) ist es trotzdem, aber ein Neben-Laufen, kein Gegen-Laufen. Schließlich will Wikisource lediglich ausgewählte Texte in besonders hoher Qualität anbieten.

Eine Kooperation zwischen den Projekten wäre sehr wünschenswert. Immerhin verlinkt Wikisource bereits den großen Fundus von Zeno.org auf zahlreichen Autoren-, Text- und Projektseiten.

Am Rande sei noch erwähnt, dass professionelle Bibliothekare immer noch die Metadaten-Präsenz in Wikisource kritisieren. Angeblich liefert Wikisource bei den Texten keine ausreichenden bibliographischen Metadaten. Allein wer sich die Vorlage Diskussion:Textdaten ansieht, müsste eines Besseren belehrt werden.

Okt 01 2007

Vorerst keine Sternchen

Mal ein paar Worte in eigener Sache. Ich habe heute auf die aktuelle Version 2.3 von WordPress aktualisiert. Leider funktioniert nun die Bewertungsfunktion nicht mehr. (Tja, xarax vorerst also kein Krieg der Sternchen mehr ;-) ) Wenn ein Update für dieses Plugin vorliegt, werde ich die Sternchen aber natürlich wieder aktivieren.

Update (9. Oktober 2007):

Mittlerweile funktionieren die Sternchen wieder.

Okt 01 2007

Walther von der Vogelweide

Nach gemeinsamem Lesen im Chat haben wir es heute geschafft ein Liebes-Gedicht von Walther von der Vogelweide in Wikisource einzustellen. Auch wenn auf den ersten Blick alles recht klar aussieht, ist es doch schwieriger als erwartet ein Gedicht aus dem Codex Manesse zu transkribieren. Ich kannte es bisher nicht, aber es scheint eines der bekanntesten mittelalterliche Gedichte zu sein. Ich persönlich finde es sehr schön, auch wenn man sich in das Mittelhochdeutsche einlesen muss. Ich weiß nicht wem es ursprünglich gewidmet war, für mich ist einer Königin würdig.

Das Gedicht beginnt links unten in der letzten Zeilen. Wer mag kann ja vergleichen. Hier unsere Transkription:

Vnder der linden
an der heide
da vnser zweier bette was
da mugent ir vinden
schone beide
gebrochen bluomen vnde gras
vor dem walte in einem tal
tandaradai schone sanc dui nahtegal.

Ich kan gegangen
zvo der ovwe
do was min fridel komene
da wart ich enpfangen
here frowe
dc ich bin selig iemer me.
er kuste mich wol tvsent stunt.
tandaradei seht wie rot mir ist der munt.

Do hat er gemachet
also riche
von bluomen ein bette stat
des wirt noch gelachet innekliche
kvmt iemen an dc selbe pfat
bi den rosen er wol mac
tandaradei merken wa mirs havbet lac.

Das er bi mir lege
wesses iemen
nvn welle got so schamt ich mich
wes er mit mir pflege
niemer niemen
bevinde dc wan er vnd ich
vnd ein kleines vogellin
tandaradei dc mac wol getruiwe sin.

Update 30. Januar 2009:

Das mittelhochdeutsche Original nach dem Codex Manesse und einige neuhochdeutsche Übersetzung befinden sich auf der Themenseite Under der linden bei Wikisource.

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