Monatsarchiv: April 2009

Apr 28 2009

Phorm Opt Out

Wikimedia Deutschland hat, ebenso wie die Wikimedia Foundation und Amazon, beschlossen ihre Domains von der Untersuchung des Traffics zu diesen Seiten durch das britische Unternehmen Phorm auzuschließen. Dies geschah da auch der Wikimedia Deutschland Webseiten betreibt, die von Nutzern aus Großbritannien abgerufen werden (hier ist vor allem der Toolserver zu nennen).

Weitere Hintergründe und Erklärungen zu diesem Thema finden sich im Wikimedia Blog.

Apr 15 2009

Interessensgemeinschaft der Wikipedia-AutorInnen

Vor wenigen Minuten hat der Wikipedia-Autor Andreas Kemper auf der Wikipedia-Mailingliste einen Aufruf zur Gründung einer Interessengemeinschaft der Wikipedia-AutorInnen veröffentlicht. Einen Entwurf der Ziele dieser IG findet sich in der Wikipedia.

Laut der Mail soll der neue Verein die Interessen der Autoren gegenüber der Foundation vertreten, aber auch Rechtsberatung und Aufgaben übernehmen, wenn Autoren auf Grund ihrer Tätigkeit in der WP rechtlichen Problemen gegenüber stehen.

Erste Interessenten haben sich bereits auf der Wikipedia-Seite eingetragen.

Apr 14 2009

Laubenpieper-Statistik

Das Telephon.

Typische Gartenlauben-Illustration aus dem Artikel "Der Musiktelegraph

Auf meine neugierige Frage im Chat, wie viele Seiten der Gartenlaube denn bereits korrekturgelesen wurden oder sogar fertig sind, hat mir Joergens mal auf die Schnelle eine kleine Statistik bereitgestellt. Und damit diese Arbeit nicht umsonst war, erfährt sie nun die ganze Welt:

  • 22 Bände haben Scans und sind durch die OCR gejagt worden, das macht insgesamt 18916 Seiten
  • Ausgekoppelt, soll heißen als eigenständige Werke angelegt, wurden insgesamt 223 Artikel. Führend dabei der Jahrgang 1863 mit 89 Artikeln.
  • Das macht 532 einmal korrigierte Seiten und 283 Seiten die fertig sind, also zweimal korrekturgelesen wurden.
  • Bei 4 Bänden mit ca. 3000 Seiten existieren Scans auf Commons, die OCR fehlt aber noch.

Fazit: Ein büsschen ist noch zu tun.

P.S. Hätte ich fast vergessen. Seit dem Wochenende gibt es eine Liste der Autoren der Gartenlaube und eine Liste der Liste der Illustratoren, Zeichner und Maler der Gartenlaube. Zweck der Übung ist zuerst mal rauszubekommen, welche Texte und Bilder garantiert gemeinfrei sind. Anlaß diese Listen anzulegen, war der Umstand, dass wir vor ein paar Tagen darauf aufmerksam gemacht wurden, dass Bilder eines bestimmten Zeichners noch nicht gemeinfrei sind. Zu den beiden Listen schreibe ich in den nächsten Tagen noch etwas mehr.

Apr 08 2009

Wie man mit freien Lizenzen Nachnutzung verhindert

Ein Fall von wahrscheinlich noch einigen mehr. Und eine Anleitung wie man das macht.

Apr 08 2009

Frühling in Berlin

Vor ein paar Tagen hatte ich die Gelegenheit ein paar Bilder vom Brandenburger Tor und dem davor gelegenen Pariser Platz aus einer etwas anderen Perspektive zu machen. Und da es zum Glück ein paar Tage vorher Frühling geworden war, hat die untergehende Sonne ihren Teil zu den Bildern beigetragen.

Apr 07 2009

Klicktipps (3)

Ostern

Apr 06 2009

Die gute alte DDR

Am 1. April wurden die ersten rund 5000 Bilder, die von der Fotothek unter eine freie Lizenz gestellt wurden, auf Commons hochgeladen. Wenn ich es recht gesehen habe, sind es ausschließlich Bilder des Fotografen Eugen Nosko, der in den 1970er und 1980er Jahren Industriefotograf im Auftrag volkseigener Betriebe und Kombinate war.

Und genau dies zeigen diese Bilder: Menschen, Produktionsprozesse, Arbeitsabläufe und Milieu der Industrie im einstigen „Arbeiter- und Bauernstaat“. Einige wenige Bilder, die mir als Ex-Ossi besonders ins Auge fielen, hab ich hier mal in einer kleinen Galerie zusammengestellt.

Irritiert bin ich über die Kritik die hier und da aufkam. Die Bilder die von der Fotothek bereitgestellt wurden seien enttäuschend, unbrauchbar und unenzyklopädisch. Auch wenn man nicht unbedingt alle Bilder hätte hochladen müssen, da sich doch einige Motive stark ähneln bzw. wiederholen, muss ich der Kritik widersprechen. Erstens handelt es sich, wie bereits erwähnt, um einen winzigen Bruchteil der insgesamt 250.000 Bilder.

Zweitens sehe ich die Bilder als wichtige Zeitdokumente der DDR-Industrie und teilweise des Alltagslebens. Viele Bilder zeigen, auch erst durch die vermeintlichen Wiederholungen, sehr schön die Formensprache und die Ästhetik der „sozialistischen“ Kunst. Da sehen wir zum Beispiel auf vielen Bildern lachende Bauern bei der Apfelernte, zufriedene Arbeiter beim Essen in einer sauberen Kantine und glückliche Urlauber im Ferienheim. Genauso wie bei vielen Bildern aus dem Bundesarchiv, handelt es sich bei den meisten Bildern von Eugen Nosko auch nur um Propagandafotos. Die Realität sah wesentlich trister und trüber aus.

Und drittens ist, zumindest für mich, Commons keine Exklusiv-Veranstaltung der Wikipedia, wo jedes Bild unbedingt Platz in einem Enzyklopädie-Artikel finden muss. Ob hingegen auf Commons private Urlaubsbilder unter einer freien Lizenz ihren Platz finden sollen, ist eine ganze andere Frage.

Natürlich erhoffe auch ich mir noch andere Bilder, als nur glückliche Arbeiter und Bauern in der sozialistischen Produktion.

Apr 01 2009

April, April

Heute gab es natürlich wieder eine Menge, mehr oder weniger gelungene Aprilscherze. Heise Online berichtete über das Schlapphut-Bit in IP-Headern, der Wikipedia-Kurier über eine Warnung in Artikeln mit Geo-Koordinaten, um schwerwiegende Folgen wie Desorientierung, verschollene Partner oder militärische Niederlagen zu verhindern und das Bremer Sprachblog macht einfach ein Quiz aus dem alljährlichen Gescherze.

Am besten fand ich aber den hier:

Aufgrund bisheriger Erfahrungen wird erstmals 2009 vom 1. April 00.00 bis 23.59 Uhr versuchsweise der Schreibzugriff auf allen Wikimedia-Projekten gesperrt. Es steht aber für alle Fälle eine Kriseninterventions-Hotline mit 3 geschulten Admins bereit, darunter auch ein Psychologe. Das Wikimedia-Team wünscht allen Benutzern einen angenehmen Ruhetag.

Und der Poster im Wikisource Skriptorium schien ernsthaft erbost zu sein :-).

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