Kurz nach meinen letzten Hinweisen auf die letzten Filme von Simon’s Cat kam schon der nächste Film.
Jun 30 2011
Kurz nach meinen letzten Hinweisen auf die letzten Filme von Simon’s Cat kam schon der nächste Film.
Jun 29 2011
Nach langer Zeit mal wieder eine Wasserstandsmeldung zu den Inhalten bei Wikisource. Wie in der Überschrift schon erkenntlich wurde heute die Marke von 22.000 Werken im deutschsprachigen Wikisource-Projekt geknackt. Und die Nr. 22.000 trägt: Ein kurtzweilig lesen von Dyl Vlenspiegel gebore vß dem land zu Brunßwick : wie er sein Leben vollbracht hatt ; XCVI seiner Geschichten. Wie der Name schon erahnen lässt, ist dies eine Ausgabe der Geschichten des Till Eulenspiegels aus dem Jahre 1515. Der Text ist noch in der Erstellung deshalb ist derzeit noch nicht soviel zu lesen.
Wir waren schon mal bei über 23.000 Werken, aber Ende letzten Jahres wurden korrekterweise rund 3.000 Lexikonartikel aus der Zählung herausgenommen.
Wie sich die Zahl auf die verschiedenen Werkarten und -gattungen momentan und in der Vergangenheit aufteilt, kann man der seit einiger Zeit gut gepflegten Wikisource-Statistikseite entnehmen. Ende 2008 wurde die Grenze von 10.000 Werken überschritten und im April 2010 waren es 20.000 Werke. Das folgende Diagramm zeigt den Verlauf seit Beginn der statistischen Erhebungen.
Jun 24 2011
Auf Commons trudeln mittlerweile die ersten Bilder ein. Alle Bilder zu dem Projekt egal ob Abgeordnete, zum Gebäude oder zum Making-of finden sich in der Commons-Kategorie: Projekt Hamburgische Bürgerschaft.
Jun 24 2011
Eigentlich wollte ich ja heute etwas länger schlafen, nachdem ich in der letzten Nacht mehr Zeit am Rechner verbracht habe, um den ersten Teil meines kleinen Erlebnisberichtes fertigzustellen, was durch diverse technische Probleme doch arg verzögert wurde. Leider wurde dieses Vorhaben durch die recht lautstarken Sanierungsarbeiten am Dach des Hotels zur Reichskrone (Achtung arg angestaubter Insiderwitz!) zunichte (schreibt man das so?) gemacht.
Also dann etwas früher aufstehen als geplant, den gestrigen Artikel noch etwas tunen und auf zur Bürgerschaft. Auf dem Rathausmarkte begegnete mir dann erstmal eine hingrige und bettelnde Graugans die sich aus der nur wenige Meter entfernten Kleinen Alster aufmachte leichtere Futterquellen aufzutun, als auf fütternde Touristen zu warten. Diese musste erst mal, zwar etwas unscharf, fotografisch festgehalten werden und dient nun als Eröffnungsbild dieses Blogbeitrages.
Der fotografische Ablauf war im Prinzip wie gestern, gegen 14:30 Uhr trudeldeten die ersten Abgeordneten in der Bürgerschaft und auch in unserem “Fotoatelier” ein. Um Punkt 15 Uhr wurde die Sitzung durch die Präsidentin der Bürgerschaft mit Hinweis eröffnet, dass vor dem Plenarsaal nun auch ein Wasserspender bereitstünde und man doch bitte die gebrauchten Becher in die entsprechenden Behälter entsorgen möge.
Im Laufe der Sitzung kamen dann doch recht viele Abgeordnetet, so dass es gelegentlich zu kürzeren Wartezeiten kam. Einige nahmen das eher stoisch hin und waren auch auflockernden Fragen und Bemerkungen nicht wirklich zugetan, andere, meist weibliche Abgeordnete, erfüllten den kleinen Raum mit fröhlichem Lachen. Um die noch fehhlenden Abgeordneten dazu zu bewegen sich noch für die Wikipedia ablichten zu lassen, wurden verschiedene Taktiken angewendet. Olaf rief beispielsweise die jeweiligen Fraktionsgeschäftsführe an, um sie zu bitten die noch fehlenden Abgeordneten zu uns zu schicken. Abgeordneten die sich fotografieren lassen hatten wurden gebeten ihre Sitznachbarn, die noch nicht bei uns waren anzusprechen. Das ging in einem Fall gründlich daneben. Auf diese Bitte hin antwortete ein Abgeordneter sinngemäß: “Das kann ich nicht machen, der mag mich nicht. Den habe ich vor kurzem aufgefordert zurückzutreten.” Nun gut, aber ihren Fraktionskollegen vor Ihnen, den könnten Sie doch vielleicht ansprechen. “Nein das geht leider auch nicht. Dem hab ich letztens eine Abmahnung geschickt. Sie müssen wissen ich bin Anwalt.”
Leider konnten wir rund 30 Abgeordnete nicht fotografieren und von den Mitgliedern des Senats war auch niemand bei uns. Einige entschuldigten sich sogar noch, nachdem wir bereits abgebaut hatten, dass leider sehr wenig Zeit gewesen wäre. Das bestätigte dann auch unseren allgemeinen Eindruck, dass man in solch einem Feierabendparlament anders planen und vorgehen muss, als in einem Parlament dessen Abgeordnete diese Tätigkeit hauptberuflich ausüben. Auch heute kam es deshalb nur zu sehr wenigen inhaltlichen Gesprächen, aber die waren sehr gut und können erste Kontakte in die Hamburgische Bürgerschaft sein.
Fazit der zwei Tage: Für mich als Wikipedia gab hochinteressante Einblicke in die Arbeitsweise der Bürgerschaft und vieler andere Beteiligter drumherum. Es hat viel Spaß gemacht und die Wikipedia wird durch viele Bilder und Verbesserungen an Artikeln bereichert. Bei weiteren Projekten in Landtagen und Bürgerschaften hier im Norden, und die sind ja geplant, zB wird ja Anfang 2012 in Schleswig-Holstein gewählt, bin ich auf jeden Fall wieder dabei.
Die heutigen Bilder sind eine kleine Ergänzung zu meinen gestrigen Bilder, und zeigen auch in einigen Bildern das Making-of dieses tollen Projektes.
Jun 23 2011
In Nachfolge der beiden Landtagsprojekte in Hannover und Erfurt, gab es heute die dritte Auflage, diesmal in der Hamburgischen Bürgerschaft. Angetreten waren rund 10 Wikipedianer und einige Angestellte von Wikimedia Deutschland um die Abgeordneten zu fotografieren und mit Informationen rund um die Wikipedia zu versorgen.
Ankunft 12 Uhr im Hamburger Rathaus, das einerseits die Bürgerschaft und andererseits den Senat beheimat. Das Rathaus ist also gemeinsames Parlaments- und Regierungsgebäude von Hamburg. Nach dem Empfang des Besucherausweises, der uns berechtigte alle Bereiche innerhalb der Bürgerschaft zu betreten, sogar den Plenarsaal während der Sitzung, ging es erstmal an den Aufbau der Blitzanlage, wobei sich meine Mitarbeit im Hochtragen des Kastens erschöpfte. Untergebracht waren wir in zwei recht kleinen Räumen, die normalerweise von Journalisten für ihre Arbeit genutzt werden. An der Eingangstür prangte auch groß der Schriftzug “Nur für Rathaus-Korrespondenten”. In gewisser Weise waren wir das ja auch. Es war also noch genug Zeit, um sich in den noch leeren Räumen der Bürgerschaft umzusehen und Bilder zu machen (siehe Galerie unten).
Gegen 14 Uhr trudelten die ersten Abgeordneten ein und die ersten Abgeordneten wollten noch vor der Sitzung fotografiert werden. Der Beginn der Sitzung war für 15 Uhr angesetzt. Nun mögen sich einige fragen, warum dieser ungewöhnliche Beginn einer Parlamentssitzung. Aus dem Bundestag kennt man das doch etwas anderes. Im Gegensatz zum Bundestag und zu anderen Landesparlamenten erfolgte die Ausübung der Abgeordnetentätigkeit bis zur Bürgerschaftswahl 1997 als Ehrenamt. Dennoch wird die Bürgerschaft noch gelegentlich als Feierabendparlament bezeichnet, da das Bürgerschaftsmandat seitdem als nebenamtliche Tätigkeit gilt, die die Ausübung eines anderen Berufes nicht ausschließt. Und da wohl die meisten Abgeordneten noch einer anderen beruflichen Tätigkeit nachgehen, wurde und wird der Beginn der Sitzungen auf den Nachmittag gelegt und die Bürgerschaft tagt dann bis in den frühen Abend, heute bis kurz nach 21 Uhr. Das späte Ende dürfte auch der Grund gewesen sein, dass sich nach Schliessung der Sitzung die Bürgerschaft quasi schlagartig leerte.
Bis zum Ende der Sitzung konnten knapp die Hälfte der Abgeordneten fotografiert werden, wobei vertiefende Gespräche zu unseren Anliegen und dazu wer wir sind und warum wir das machen leider Mangelware blieben. Die meisten Abgeordneten erschienen kurz und verschwanden wieder, weil beispielsweise die nächste Abstimmung anstand. Auch dies dürfte u.a. dem ungewöhnlichen Charakter der Hamburgischen Bürgschaft geschuldet sein. Aber der Geschäftsführer einer der kleineren Fraktionen erkundigte sich mehrfach, wie denn der Stand bei den Fotografien seiner Schäfchen sei und brachte nachdem sich noch keiner “seiner” Abgeordneten bei uns eingefunden hatte, mehrfach Abgeordnete seiner Fraktion persönlich zu uns. Erste Ergebnisse gibt es auf der Projektseite in der Wikipedia und auf Commons.
Ansonsten geht es in den Räumen und Gängen der Bürgerschaft fast familiär und kuschlig zu. Das Rathaus wurde im Jahr 1886 gebaut und seitdem kaum an die Bedürfnisse eines modernen Parlaments angepasst. So stehen die Journalisten mit ihren Foto- und Video-Kameras neben und hinter den Abgeordneten im Plenarsaal. Die Ausstattung insgesamt ist recht antiquiert und Besucher und Journalisten müssen doch mit recht spartanischen Plätzen vorlieb nehmen.
Ein kleinen Eindruck von der Bürgerschaft und dem heutigen Projekt bieten die obigen Bilder. Wenn notwendig werde ich noch einige der Bilder auf Commons hochladen. Da aber viele gute Fotografen mit einer wesentlich besseren Ausrüstung ebenfalls in Hamburg sind dürfte dies kaum notwendig sein.
Jun 21 2011
Aus aktuellem Anlass gibt es heute ein Gedicht von Joachim Ringelnatz:
Wenn die Pfirsichpopos
Sich im Sekt überschlagen.
Und der Teufel legt los,
Uns mit Mücken zu plagen.
Und wir füllen einmal reichlich bloß
Einem Armen Tasche und Magen.Doch es blähn sich Männerbäuche.
Tabakblau hängt sich an Sträuche.
Wenn wir dann die Jacken ausziehn,
Und ein Bratenduft poussiert Jasmin – –In das dunkle Umunsschweigen
Senden zwei entfernte Geigen
Schwesterliche Melodie.
Uns durchglüht ein Urgedanke.
Und es wechseln runde, schlanke
Frauenbeine Knie um Knie.Und auf einmal lacht die Runde,
Weil ein Herr aus einem Hunde
Hinten einen Faden nimmt.
Wenn dann wirklich alles, alles lacht,
Dann ist jene seltne deutsche Nacht,
Da mal alles stimmt.
Mehr Texte zum Sommer auf der Themenseite bei Wikisource
Jun 20 2011
Jun 19 2011
Jowinix, der mich heute im Chat bei der Recherche zur Katzenorgel unterstützt hat, dichtete dann noch das ultimative Gedicht zur Katzenorgel (hier wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung des Autors):
Der Katzenorgelorganist beginnt am frühen Morgen
verschiedne Katzen-Stimmen für die Orgel zu besorgen.
Er packt sich eine Katze, tut sie in den Verschlag
sogleich gibt es Spektakel, weil die das garnicht mag.
Und während er sich müht, die Zweite einzufangen
gelingt es schon der Ersten ins Freie zu gelangen.
Er ist schon arg zerkratzt, gerät auch schon ins Schwitzen;
die Katzen in der Orgel bleiben da nicht lange sitzen.
So fängt er Katzen ein, die springen wieder raus,
der Tag neigt sich zum Ende und das Konzert fällt aus.
Jun 16 2011
Ich hoffe mal schwer, dass die altehrwürdige Gartenlaube im Jahre 1858 da einer Legende aufgesessen ist (Nachtrag: vermutlich doch eine Legende, siehe dazu meine Ergänzungen weiter unten):
Katzen-Orgel. Katzengold, Katzenminze, Katzenkopf, Katzenjammer, Katzenmusik sind Alles Begriffe die Jedem mehr oder weniger aus dem Sprachgebrauche oder eigener Erfahrung bekannt geworden sind; befremdend möchte aber Vielen die „Katzenorgel“ klingen Hiermit hat es folgende Bewandtniß: Der Hofnarr irgend eines melancholischen Fürsten, der seine ganze Erfindungskunst aufbot, um seinen melancholischen Herrn zu heilen, kam unter Anderen auch auf die Idee, eine Partie verschiedene Katzen, alte und junge, mit groben und feinen Stimmen, in Abtheilungen einer Kiste gesondert einzusperren, und zwar so, daß die Schwänze derselben durch je ein Loch in so viel Röhren gingen und da festgehalten wurden, so viel der Katzen waren. Weiter bei Wikisource…

Nachtrag: Den frühesten Hinweis aus dem jahre 1650 auf eine Katzenorgel konnte ich in der Oeconomischen Enzyklopädie von Krünitz finden. Er schreibt zu diesem Thema in Band 36 auf Seite 206:
Der Jesuit Athanas. Kircher fiel einst auf den lächerlichen Einfall, ob man nicht mit Katzen-Stimmen eben eine selche Vocal-Musik machen könne, als mit Menschen- Stimmen. Er hielt dafür, man solle 7 oder 14 Katzen von unterschiedener Größe und Alter aussuchen, und ihre Stimmen probieren, ob sie harmonirten.
Als Belge hierfür gibt er folgendes Werk des Jesuiten an: Musurgia, Rom 1650, f. Th. 1, S. 590. In seiner Musurgia erzählt Kirchner die Geschichte, wie sie in der Gartenlaube zu finden ist, sagt aber nicht, dass er sie selbst gebaut habe oder bauen lassen wollte. Krünitz scheint das vermutlich nicht selbst gelesen zu haben, denn nach der Erläuterung der Orgel nach Kirchner gibt sich Krünitz skeptisch, ob der Jesuit tatsächlich so eine Orgel gebaut habe, da er wohl sonst auf Grund der scheußlichen Musik aus dem Kloster gejagt worden wäre, ohne aber die Geschichte vom melancholischen Fürsten wiederzugeben.
Andere Hinweise zu Katzenorgeln stammen vorrangig aus dem späten 18. oder frühen 19. Jahrhundert und geben entweder eine ähnliche Geschichte wie bei Kirchner wieder (z.B. hier) oder erzählen, dass Peter dem Großem in Hamburg so eine Orgel vorgeführt worden sein soll.
Nachtrag 2: Und wie ich gerade sehe, gibt es noch keinen Wikipedia-Artikel zur Katzenorgel und sie findet auch sonst keine Erwähnung. Wenn ich was wirklich valides zu dem Thema finden kann, springt vll. noch ein Artikel raus. Die Katzenorgel wird in der Wikipedia unter dem Namen Katzenklavier abgehandelt. Ich hab mal einen Redirect von Katzenorgel dahin gelegt. In dem Artikel wird die Existenz solch eines Instrumentes ebenfalls bezweifelt.
Nachtrag 3: Mittlerweile bin ich mir fast sicher, dass es sich hierbei um eine Legende handelt. Nirgendwo wird konkret benannt wo und wer solch ein Ding gebaut haben soll bzw. wer der melancholische Fürst gewesen sein soll. Später wird aus dem melancholischen Fürsten Peter der Große, so z.B. in Carl Julius Weber’s sämmtliche Werke, Band 21 von 1839. Und vermutlich ließe sich die Geschichte noch weiter zurückverfolgen, wenn man tiefer als in Google-Books graben würde.
Hinzu kommt, dass es praktisch fast unmöglich sein dürfte 8, 9, 14 oder mehr Katzen in solch ein Box zu stopfen, ohne dass es mit größeren Blessuren beim Ausführenden abgeht und die Katzen so zu fixieren, dass sie auch wirklich in der Box bleiben.
Leider kann ich zumindest im Netz keine seriösen Aufsätze o.ä. finden, die meine These stützen, so dass ein Wikipedia-Artikel erstmal warten muss. Vll. hat ja jemand einen Hinweis auf wissenschaftliche Literatur zu dem Thema.
Nachtrag 4: Jowinix hat zumindest das lateinische Original des Textes aufgetrieben, auf den die gesamte Legende wohl beruht: Athanasius Kircher: Musurgia Universalis sive Ars Magna Consoni et Dissoni. Rom 1650 Band 1, S. 519. Digitalisat bei strasbg.fr. Und hier die entscheidende Seite, 3. Absatz:
Jun 16 2011
Der Serverumzug ist vollzogen, ohne dass es zu einer Downtime kam. Es sollte nun alles etwas schneller und flotter hier abgehen und überhaupt ist alles besser, schöner und größer ;-)
Jun 15 2011
Jun 12 2011
Die folgende Anleitung für Fraktur-OCR mit Tesseract unter Windows beruht auf einem Text von Jowinix in Wikisource. Ich habe den Text leicht überarbeitet und werde den Text noch mit ein paar Screenshots versehen. Wenn jemand bereits die kommerzielle OCR-Software Finereader auf der Platte hat, den möchte ich auf meinen älteren Artikel zur Fraktur-OCR mit Finereader verweisen.
Tesseract 3 ist eine Texterkennungssoftware, die aktuell von Google weiterentwickelt wird und unter einer Open-Source-Lizenz steht und dementsprechend kostenlos verwendet werden kann. Tesseract wird auch für die Texterkennung bei Google Books verwendet und verarbeitet die folgenden Bildformate: tif, multipage tif, jpg, gif und png. Tesseract ermöglicht Texterkennung für mehr als 30 Sprachen, darunter auch Fraktur (Deutsch, Dänisch und Schwedisch). Das Programm liefert auch bei mehdrspaltigem Layout gute Ergebnisse. Allerdings ist keine grafische Benutzeroberfläche dabei (es gibt aber GUIs von Dritten) und das Layout der Seite geht komplett verloren, wobei letzteres für Wikisource kein Problem darstellt. Für die Durchführung der OCR muss man also ein klein wenig auf der Windows-Kommandozeile rumklimpern.
Für die beiden neueren Betriebssysteme von Microsoft sind ein paar Dinge zu beachten, die ich an den entsprechenden Stellen entsprechend mit WINDOWS VISTA/7 markiert habe. Für Nutzer dieser Betriebssystem also diese entsprechenden Anmerkungen und Anweisungen unbedingt beachten.
Aus der Liste auf code.google.com lade man sich die folgenden ZIP-Dateien herunter: tesseract-ocr-setup-3.00.exe bzw. die jeweils aktuelle Version (das eigentliche Texterkennungsprogramm) und deu-frak.traineddata.gz (Sprachdatei Deutsch-Fraktur). Die Datei mit den Sprachdaten entpacken. Wenn man keinen passenden Entpacker für gz-Dateien an Bord hat, kann man sich in wenigen Minuten den kostenlosen und leistungsfähigen Entpacker 7-Zip installieren. Bei Bedarf können auch weitere Sprachdateien heruntergeladen werden und entpackt werden, die gängigsten Sprachen kann man sich aber auch später bei der Installation hinzufügen.
Das heruntergeladene Installationsprogramm tesseract-ocr-setup-3.00.exe ausführen und Tesseract installieren. Bei der Installation kann man bzw. sollte man die deutschen Sprachdateien mitinstallieren, die sind aber erstmal nur für Antiqua-Schrift. Aber Texte die in Antiqua gesetzt wurden, will man ja auch durch die OCR jagen.
Den Ordner öffnen in dem Tesseract installiert wurde, das sollte normalerweise C:\Program Files\Tesseract-OCR sein, und in den Unterordner tessdata die entpackte Datei deu-frak.traineddata kopieren oder verschieben. WINDOWS VISTA/7: An dieser Stelle möchte Windows Adminstratorrechte haben, um die Kopieraktion durchführen zu können. Das muss bestätigt werden.
Jetzt ist Tesseract für Fraktur-OCR vorberereitet.
Die Scans (Bilddateien) die mit Tesseract verarbeitet werden sollen, können am einfachsten in den Ordner kopiert werden, in den Tesseract installiert wurde. WINDOWS VISTA/7: Auch hier fragt Windows wieder nach Administratorrechten, dies ebenfalls bestätigen.
Wem die Kopiererei in den Tesseract-Ordner und unter Win7 die Nachfragerei zu lästig ist, der kann sie auch in einem anderen Ordner belassen (bspw. c:\Bilder). In diesem Falle muss der Aufruf von Tesseract etwas angepasst werden.
Am besten eignen sich Scans mit 300 dpi und Graustufen.
Für die eigentliche OCR muss man die Windows-Kommandozeile aufrufen. Das geht mit: Windows-Taste+r, in die erscheinende Eingabezeile “cmd” (ohne die Anführungszeichen) eingeben und Enter drücken. WINDOWS-VISTA/7: Zum Start der Kommandozeile muss unbedingt Ctrl-Shift-Enter gedrückt werden, damit diese mit Adminstratorrechten ausgeführt wird. Alternativ kann die Kommandozeile wie in diesem Blogbeitrag angegeben aufgerufen werden, damit diese mit Adminstratorrechten ausgeführt wird.
In dem erscheinenden schwarzen Fenster mit blinkendem Cursor muss man nun zum Tesseract-OCR Verzeichnis wechseln. Das geht folgendermaßen (vorausgesetzt Tesseract ist im oben angegebenen Verzeichniss installiert). Nach jeder Zeile Enter drücken:
cd C:\
cd Programme
cd Tesseract-OCR
Nun geht es aber zur eigentlichen OCR. Damit Tesseract die OCR mit Fraktur durchführt, muss für Bild-Dateien im tif-Format folgende Zeile eingeben werden und Enter gedrückt werden:
Bei Dateien im jpg-, gif- oder png-Format muss der Befehl entsprechend geändert. Bei anderen Sprachen ist deu-frak durch das entsprechende Kürzel zu ersetzen: Deutsch=deu, English=eng usw. Wenn man die Dateien nicht in den Tesseract-Ordner kopiert hat, dann sieht der Aufruf entsprechend des obigen Beispielsordners in dem sich die Dateien befinden folgendermassen aus:
for %i in (c:\Bilder\*.tif) do tesseract.exe %i %i -l deu-frak
Das folgende Beispiel führt entsprechend eine OCR für Bilddateien im png-Format mit deutschem Antiqua-Text durch:
Das Programm arbeitet nun alle Scans im Stapel ab und erzeugt für jede Bilddatei eine Textdatei.
Die einzelnen Textdateien können mit:
zu einer großen Text-Datei zusammengefügt werden.
Weitere Informationen in englisch finden sich bei code.google.com.
Jun 08 2011
Wir waren vor ein paar Tagen im Wildpark Lüneburger Heide und haben mal wieder Tiere geguckt. Das Bild des Tages stammt dabei von Mrs. Finanzer:
Und der etwas kümmerliche Wikipedia-Artikel bekommt auch noch ein paar Bilder spendiert.
Jun 08 2011
So glimpflich dürfte es auch damals wohl nur für die allerwenigsten abgelaufen sein:
1388. August 12. Gerhard Stein Grifvogel, Mönch zu Nienburg, gelobt von nun an ruhig im Kloster zu bleiben, dem Abte zu gehorsamen und Beschädigung, Raub und Brand zu unterlassen, wofür er Bürgen stellt.
gefunden im Codex diplomaticus Anhaltinus, Band 5, Seite 87.
Jun 01 2011
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