Beitragsersuch

Das Bremer Sprachblog berichtet in einem Beitrag über einen Fall der Theorietablierung, in diesem Falle muss man wohl eher von Begriffsetablierung sprechen, durch die Wikipedia. Wenn auch eher klein, ist das trotzdem ärgerlich. Der 17 zusätzliche Vorname eines neuen Wirtschaftministers fällt irgendwann auf, in randständigeren Themen setzt sich sowas alleine schon durch die zahlreichen Wikipedia-Klone im ganzen Netz fort.

Kurz zu den Hintergründen der Geschichte: Der Autor des Blogs, der Bremer Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch, suchte gestern eine griffige Übersetzung für den englischen Ausdruck Call for Papers und fand im  Wikipedia-Artikel zu diesem Begriff dafür die deutsche Übersetzung Beitragsersuch. Stefanowitsch weist aber nach, dass dieser Ausdruck erst durch die Wikipedia in die Welt kam.

Mal wieder ein schönes Beispiel dafür, dass das seit längerem übliche Verlangen von Nachweise für Aussagen in Artikeln kein leeres Gerede gelangweilter Autoren und Admins ist.

Update:

Mittlerweile wurde das schöne Wort Beitragsersuch aus dem Artikel entfernt.

Bücher online lesen

Das Blog mit dem obigen Namen habe ich soeben in meinen Trackbacks gefunden. Offenbar möchte der Autor Angebote im Netz mit digitaler Litaratur vorstellen und bewerten. Da das Blog noch recht neu ist, gibt es zwar erst eine recht überschaubare Anzahl an Beiträgen, aber Wikisource wird bereits in einem Beitrag vorgestellt und der Autor spart nicht mit Lob, was natürlich sehr freut.

Ich nehme das Blog mal in meine Blogroll und harre der Beiträgen die da hoffentlich noch kommen werden.

Das Kölner Stadtarchiv und Archivalia

Ich wollte nur kurz darauf hinweisen, dass das Blog rund um Archivthemen Archivalia derzeit sehr ausführlich über die Arbeiten und Rettungsmaßnahmen der Kulturgüter des eingestürzten Kölner Stadtarchivs berichtet.

In meinen Augen ist diese Blog für alle die sich über das Thema informieren wollen, derzeit die erste Anlaufstelle.