Analoger Katzencontent

Mir wurde heute bei Wikisource anstelle eines Blümchen ein Kätzchenbild verlieben als kleiner Danke für meine Arbeit an den E-Books für Wikisource. Und das verliehene Bild stammt von der mir bis dahin unbekannten niederländischen Malerin Henriëtte Ronner-Knip, die offenbar vorrangig Katzen und andere Tiere malte. Und damit auch andere was davon haben präsentiere ich hier einfach ein paar dieser Bilder. Man sieht also flauschigen und süüüüüüßen Katzencontent gab es schon weit vor den Zeiten von Youtube und LolCats:

Beste Freunde
Beste Freunde
Spielende Katze
Spielende Katze
Neugierde
Neugierde

Mehr Bilder gibt es in der entsprechenden Kategorie auf Wikimedia Commons.

Katzenorgel – Das Gedicht

Jowinix, der mich heute im Chat bei der Recherche zur Katzenorgel unterstützt hat, dichtete dann noch das ultimative Gedicht zur Katzenorgel (hier wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung des Autors):

Der Katzenorgelorganist beginnt am frühen Morgen
verschiedne Katzen-Stimmen für die Orgel zu besorgen.
Er packt sich eine Katze, tut sie in den Verschlag
sogleich gibt es Spektakel, weil die das garnicht mag.
Und während er sich müht, die Zweite einzufangen
gelingt es schon der Ersten ins Freie zu gelangen.
Er ist schon arg zerkratzt, gerät auch schon ins Schwitzen;
die Katzen in der Orgel bleiben da nicht lange sitzen.
So fängt er Katzen ein, die springen wieder raus,
der Tag neigt sich zum Ende und das Konzert fällt aus.

Katzen-Orgel

Ich hoffe mal schwer, dass die altehrwürdige Gartenlaube im Jahre 1858 da einer Legende aufgesessen ist (Nachtrag: vermutlich doch eine Legende, siehe dazu meine Ergänzungen weiter unten):

Katzen-Orgel. Katzengold, Katzenminze, Katzenkopf, Katzenjammer, Katzenmusik sind Alles Begriffe die Jedem mehr oder weniger aus dem Sprachgebrauche oder eigener Erfahrung bekannt geworden sind; befremdend möchte aber Vielen die „Katzenorgel“ klingen Hiermit hat es folgende Bewandtniß: Der Hofnarr irgend eines melancholischen Fürsten, der seine ganze Erfindungskunst aufbot, um seinen melancholischen Herrn zu heilen, kam unter Anderen auch auf die Idee, eine Partie verschiedene Katzen, alte und junge, mit groben und feinen Stimmen, in Abtheilungen einer Kiste gesondert einzusperren, und zwar so, daß die Schwänze derselben durch je ein Loch in so viel Röhren gingen und da festgehalten wurden, so viel der Katzen waren. Weiter bei Wikisource…

Nachtrag: Den frühesten Hinweis aus dem jahre 1650 auf eine Katzenorgel konnte ich in der Oeconomischen Enzyklopädie von Krünitz finden. Er schreibt zu diesem Thema in Band 36 auf Seite 206:

Der Jesuit Athanas. Kircher fiel einst auf den lächerlichen Einfall, ob man nicht mit Katzen-Stimmen eben eine selche Vocal-Musik machen könne, als mit Menschen- Stimmen. Er hielt dafür, man solle 7 oder 14 Katzen von unterschiedener Größe und Alter aussuchen, und ihre Stimmen probieren, ob sie harmonirten.

Als Belge hierfür gibt er folgendes Werk des Jesuiten an: Musurgia, Rom 1650, f. Th. 1, S. 590. In seiner Musurgia erzählt Kirchner die Geschichte, wie sie in der Gartenlaube zu finden ist, sagt aber nicht, dass er sie selbst gebaut habe oder bauen lassen wollte. Krünitz scheint das vermutlich nicht selbst gelesen zu haben, denn nach der Erläuterung der Orgel nach Kirchner gibt sich Krünitz skeptisch, ob der Jesuit tatsächlich so eine Orgel gebaut habe, da er wohl sonst auf Grund der scheußlichen Musik aus dem Kloster gejagt worden wäre, ohne aber die Geschichte vom melancholischen Fürsten wiederzugeben.

Andere Hinweise zu Katzenorgeln stammen vorrangig aus dem späten 18. oder frühen 19. Jahrhundert und geben entweder eine ähnliche Geschichte wie bei Kirchner wieder (z.B. hier) oder erzählen, dass Peter dem Großem in Hamburg so eine Orgel vorgeführt worden sein soll.

Nachtrag 2: Und wie ich gerade sehe, gibt es noch keinen Wikipedia-Artikel zur Katzenorgel und sie findet auch sonst keine Erwähnung. Wenn ich was wirklich valides zu dem Thema finden kann, springt vll. noch ein Artikel raus. Die Katzenorgel wird in der Wikipedia unter dem Namen Katzenklavier abgehandelt. Ich hab mal einen Redirect von Katzenorgel dahin gelegt. In dem Artikel wird die Existenz solch eines Instrumentes ebenfalls bezweifelt.

Nachtrag 3: Mittlerweile bin ich mir fast sicher, dass es sich hierbei um eine Legende handelt. Nirgendwo wird konkret benannt wo und wer solch ein Ding gebaut haben soll bzw. wer der melancholische Fürst gewesen sein soll. Später wird aus dem melancholischen Fürsten Peter der Große, so z.B.  in Carl Julius Weber’s sämmtliche Werke, Band 21 von 1839. Und vermutlich ließe sich die Geschichte noch weiter zurückverfolgen, wenn man tiefer als in Google-Books graben würde.

Hinzu kommt, dass es praktisch fast unmöglich sein dürfte 8, 9, 14 oder mehr Katzen in solch ein Box zu stopfen, ohne dass es mit größeren Blessuren beim Ausführenden abgeht und die Katzen so zu fixieren, dass sie auch wirklich in der Box bleiben.

Leider kann ich zumindest im Netz keine seriösen Aufsätze o.ä. finden, die meine These stützen, so dass ein Wikipedia-Artikel erstmal warten muss. Vll. hat ja jemand einen Hinweis auf wissenschaftliche Literatur zu dem Thema.

Nachtrag 4: Jowinix hat zumindest das lateinische Original des Textes aufgetrieben, auf den die gesamte Legende wohl beruht: Athanasius Kircher: Musurgia Universalis sive Ars Magna Consoni et Dissoni. Rom 1650 Band 1, S. 519. Digitalisat bei strasbg.fr. Und hier die entscheidende Seite, 3. Absatz:

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Simon’s Cat (7+8)

Habe seit langer Zeit mal wieder nachgeschaut, was es von Simon’s Cat Neues gibt und siehe da vor gerade mal 12 Stunden wurde ein neuen Video hochgeladen.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=JP1Pk62X7XQ[/youtube]

Und ein etwas älteres aus dem August gibt es zur Feier des Tages auch noch:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=EKvNqe8cKU4[/youtube]

Laptop Cat 3

Nach all dem etwas schwererem Rechtskram heute mal wieder was zum Thema Katzen und Computer.

Unser Kater, der eine gewisse Affinität zur Computertechnik zeigte und den ich bisher als Laptop Cat hier präsentierte, weilt leider nicht mehr unter uns.

Was die Computertechnik betrifft, hat er aber einen würdigen Nachfolger bekommen. Auch unser neuer Hausgenosse scheint digitale Technik als Ruhekissen zu schätzen. Mangels geöffnetem Laptop wurde einfach der Scanner zum Ablegen des müden Köpfchens benutzt.

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