Knol meldet sich ab

Es ist sicherlich keine allzu große Neuigkeit mehr, dass Google Knol abgeschaltet wird, Aber soeben hab ich folgende Mail erhalten. Ich hatte mich damals zwar angemeldet, aber nicht wirklich etwas beigetragen, insofern kann ich die Mail getrost ignorieren, möchte sie aber dennoch zur allgemeinen Kenntnis geben:

As part of Google’s prioritization of product efforts,
we will be retiring Knol.  From now through April 30th, 2012,
Knol will work as usual, but we’ve made it easy for you to download
your knols to file and/or export them to WordPress.com.
From May 1, 2012 through October 1, 2012, knols will no longer be
viewable, but can be downloaded and exported.  After that time,
knol content will no longer be accessible.  We hope that this timeline
provides you ample time to transition your content.
For more information, please visit our 
FAQ: https://knol-redirects.appspot.com/faq.html

Sie dürfen diese Arbeit missbilligen oder Es gibt nichts zu editieren

Poetry Slam über freies Wissen anläßlich der Vorstellung des Wikipedia-Buches gestern in Berlin:

[vimeo]http://vimeo.com/29614524[/vimeo]

Text und Vortrag: Khesrau Behroz,  CC-BY-SA 3.0

Mehr Infos zu diesem großartigen Vortrag und den vollständigen Text gibt es im entsprechenden Blogbeitrag bei Wikimedia Deutschland.

Reihe Netzbürger

Der Contumax-Verlag bietet in der Reihe Netzbürger seit kurzem mehrere Bücher an, die sich rund um das Thema Cover Dünnes EisInternet drehen. Das besondere daran sie stehen einerseits unter einer freien Lizenz zum Download bereit und andererseits kann man diese auf totem Baum für das Lesen in der Badewanne oder am Strand bestellen. Der Verlag selbst zu der neuen Reihe:

Der Contumax-Verlag, dessen Name nicht umsonst mit „trotzig“ übersetzt werden kann, möchte mit der neu begründeten Reihe Netzbürgern ein Forum bereitstellen für fundierte Darstellungen und pointierte Positionen des anstehenden Diskurses. Das Konzept, diese Inhalte einerseits zeitgemäß als kostenlosen PDF-Download anzubieten und andererseits den haptischen Bedienerkomfort des gedruckten Buchs anzupreisen, experimentiert mit den neuen Parametern, die die Medienwirtschaft heute bestimmen. Das mag gut gehen, oder nicht. Zu spannend ist die Zeit, zu vielfältig die Möglichkeiten, als dass das davon abhalten könnte. Contumax sozusagen.

Derzeit enthält die Reihe drei Bücher:

  • Die Piratenpartei von Henning Bartels
  • Urheberrechtsfibel – nicht nur für Piraten von Klaus Graf

und die Novelle

  • Dünnes Eis von Richard F. Simpson.

Bestellt oder heruntergeladen werden können die Bücher auf der Seite der Reihe Netzbürger.

Selbst gelesen habe ich noch keines der Bücher, werde dies aber in den nächsten Tagen nachholen.

Creative Commons Day in Hamburg

creativecommonsdaybanner

Zur Abwechslung mal ein kleiner Veranstaltungstipp für Hamburg. Am 08. August 2009 findet in Hamburg im Waagenbau der Creative Commons Day! Creative Commons statt. Im Vordergrund dieser Veranstaltung steht, dass jungen Künstlern die Möglichkeit geboten werden soll ihre unter die Creative Commons Lizenz gestellten Werke präsentieren zu können. Dieses Festival soll Künstlern die Gelegenheit geben ihre Musik und ihre Filme persönlich vorzustellen und sie einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Der Eintritt ist frei. Weitere Infos findet ihr auf der Webseite zum Creative Commons Day.

Hier das Programm:

Saal 1 – 14:00 Beginn

  • Route 66 (Roadmovie) bis 16:15
  • Story of Stuff (Animation) ggf. Twitter-Vorstellung (Annie Leonard) bis 16:30
  • Empire St. Pauli mit Machern bis 18:10
  • Pause (Kaffee frei bis 18:45 Uhr)
  • 18:45 EliQuez + Joon, Jary & Atyef
  • 20:45 Shearer
  • 22:45 Psycoded + Zoe.Orange

Saal 2 – 13:00 Beginn

  • Begrüssungsansprache (maximal 10 min.)
  • Big Buck Bunny (Animation)
  • Elephants Dream (Animation)
  • 13:45 Piratenwerbespot 2009 + Ansprache von Chris Grabinski
  • 14:00 Free Culture (Lawrence Lessig) (E-Book) ggf. Twitter-Vorstellung, Lesung von „Free Culture“
  • 15:00 Netzwerk freies Wissen Julian Finn bis ca. 16:00
  • 16:00 Starwreck
  • 17:00 No Copy Lesung mit dem Autor Evrim Sen

Encarta wird eingestellt

Nach der Meldung, dass Meyers Online eingestellt wird, hat heute Microsoft verkündet, das am 31. Oktober 2009 Encarta-Online eingestellt wird. Der Verkauf der Offline-Produkte wird ab Juni 2009 beendet. Als Grund hierfür gibt Microsoft an, dass sich das Nutzerverhalten in den letzten Jahren geändert habe. Weitere, recht knappe, Informationen gibt es in den englischsprachigen FAQ zu diesem Thema.

Matthias Schindler hat es sich natürlich nicht nehmen lassen gleich mal nachzufragen, ob die Inhalte oder zumindest Teile unter einer freien Lizenz zur Verfügung gestellt werden könnten.

Spiegel und so

Und damit es auch ein paar Leute lesen, habe ich gerade ein paar Gedanken zur heutigen Diskussion bei FZW im Wikimedia-Blog niedergeschrieben: Spiegel und so.

[Update] 

Da ich dem Herrn Klaus Graf auch den Backlink gönne, sei hiermit auch auf den etwas wirren Eintrag bei Archivalia verwiesen. Oder die Verquirlung der verschiedenen Beteiligten und der Begriffe ist Absicht. Und was sonst in diesem Blog so wichtig ist, nämlich die Verbreitung freier Inhalte, ist auf einmal Teufelswerk, versteh das wer will.

Launch bei zeno.org

Leicht verspätet (die Party war am Samstag, dem 29. September), aber noch nicht outdated kommt hier noch eine kleine Impression von der Zeno.org-Launch-Party. Achim Raschka hat mich eingeladen, dort dem Countdown zum offiziellen Start des Projekts im Netz beizuwohnen. Wellen geschlagen hat das Ereignis zum Beispiel im Heise-Newsticker.

Anwesend waren Verlagsangehörige und deren Bekannte, geladene Gäste aus der Berliner Verlagsszene (mein Onkel mit seinem Weltbühne-Digitalisierungsprojekt war zufällig auch da; die Welt ist klein!), und natürlich: Wikipedianer. Der Abend war also prädestiniert für einen Austausch der Erfahrungen. Im Gespräch mit den Geschäftsführer Erwin Jurschitza wurde mir wieder einmal bewusst, dass die Formatierung mit MediaWiki mindestens problematisch, eigentlich aber stümperhaft ist. XML-Standards bieten weitaus diffizilere Mittel der Textauszeichnung.

Zeno.org [spricht: zeno dot org] stellt wie Wikisource Volltexte gemeinfreier Literatur bereit, meist mit Scans. Aber diese Arbeit wird nicht von Freiwilligen geleistet, sondern von Dienstleistern. Dadurch kann Zeno.org viel größere Mengen wesentlich schneller bearbeiten. Dass die Qualität bei Wikisource immer noch höher ist, und dass Dienstleister bei Sütterlinschrift oder gotischen Minuskeln versagen, muss ich hier nicht erwähnen :). Ein besonders löblicher Ansatz: Die Digitalisate bei Zeno.org sind gemeinfrei und bleiben es auch.

Zeno.org möchte nach dem Vorbild ihres Namenspatrons Zenodot von Ephesos die größte Bibliothek im Internet aufbauen. Dieses Vorhaben ist schon der wesentliche Grund, warum Zeno.org kein Rivale für Wikisource ist. Konkurrenz im wörtlichen Sinne eines Mit-Läufer-tums (lat. con-currere „mit-laufen“) ist es trotzdem, aber ein Neben-Laufen, kein Gegen-Laufen. Schließlich will Wikisource lediglich ausgewählte Texte in besonders hoher Qualität anbieten.

Eine Kooperation zwischen den Projekten wäre sehr wünschenswert. Immerhin verlinkt Wikisource bereits den großen Fundus von Zeno.org auf zahlreichen Autoren-, Text- und Projektseiten.

Am Rande sei noch erwähnt, dass professionelle Bibliothekare immer noch die Metadaten-Präsenz in Wikisource kritisieren. Angeblich liefert Wikisource bei den Texten keine ausreichenden bibliographischen Metadaten. Allein wer sich die Vorlage Diskussion:Textdaten ansieht, müsste eines Besseren belehrt werden.

Open Library

Torsten Kleinz, ja genau der der immer im Heise Newsticker über die Wikipedia schreibt, berichtet in einem Zeit-Artikel über das Open-Library-Projekt. Keine Angst die sind noch keine wirkliche Konkurrenz zu Wikisource, die wollen erstmal „nur“ sämtliche Bücher der Menschheit bibliografisch erfassen. Aber irgendwann sollen die Bücher auch im Volltext zur Verfügung gestellt werden. Nun gut, schauen wir mal wie dieses, sagen wir mal, sehr ambitionierte Projekt so laufen wird. Ich bin sehr gespannt.