Wikimania, und?

Getsern ging ja die Wikimania in Taiwan zu Ende. Nur hierzulande ist irgendwie nicht wirklich was an Infos angekommen, zumindest so mein Eindruck. Während der englische Wikimedia-Planet förmlich überquoll vor Informationen, war in den deutschen Blogs Totenstille, obwohl sich auch einige Wikimedianer aus Deutschland in Taiwan befanden. Schade eigentlich. Aber vll. erreichen uns ja nach deren Rückkehr noch einige Informationen.

Update:

Unter http://picasaweb.google.de/mathias.schindler/Taiwan sind ein paar sehr schöne Bilder von Mathias Schindler zu bewundern. Danke für die Information und die Bilder.

Wikisource -Themen und Projekte, Teil 1

Kommen wir also heute zum zweiten Teil meiner kleinen Reihe über Wikisource. Wie beim letzten mal angedeutet möchte ich diesmal die in Wikisource vertretenen Themen und einige größere Projekte vorstellen.

Nach meiner Beobachtung bietet Wikisource eine wesentlich größere thematische Bandbreite an Texten als andere ähnliche Projekte. Die meines Erachtens drei großen Standbeine von Wikisource sind folgende Themengebiete:

  • Historische Texte (z.B. Flugschriften, Handschriften, Gesetze und Vorschriften, Chroniken, Beschreibungen) und wissenschaftliche Aufsätze zur Geschichte die mittlerweile gemeinfrei sind
  • literarische Texte, wie z.B. Gedichte, Novellen, Romane
  • naturwissenschaftliche Texte

Der dritte Punkt ist eines der ganz wichtigen Unterscheidungsmerkmale zu anderen Projekten und auch zu anderen Sprachausgaben von Wikisource, denn solche Texte sind woanders kaum zu finden. Dass wir mittlerweile einige historische wissenschaftliche Aufsätze vorweisen können, ist eher dem Zufall zuzuschreiben, denn einer bewussten Entscheidung. Seit Anfang an arbeiten nämlich einige Leute mit, die nicht aus der historischen Ecke kommen oder sich für Literatur interessieren, sondern die eine naturwissenschaftliche Ausbildung haben und damit wird auch klar, dass ihre Interessen eher bei mathematischen, biologischen oder physikalischen Texten liegen. Und wie es so oft ist, wenn man erst mal mit sowas anfängt, gibt es andere die dadurch angeregt werden mitzuarbeiten und weitere naturwissenschaftliche Texte einstellen.

Kommen wir zu den konkreten Texten díe wir mittlerweile bei Wikisource haben. Die Auswahl ist völlig subjektiv und zufällig und andere hätten sicherlich eine andere Auswahl getroffen. Trotzdem sollte diese ein gutes Bild über die Fülle an Texten bieten, die den Leser erwarten.

Fangen wir mit den Klassiker von Wikisource an. Das sind für mich die Projekte, die wir auch schon mal aktiv in Pressemitteilungen beworben haben und die meist auftauchen, wenn die Rede auf Wikisource kommt. Da müssen wir natürlich als allererstes Projekt die Zimmerische Chronik nennen. Dies ist die Familienchronik der schwäbischen Herren von Zimmern und stellt eine herausragende Quelle zur Adelskultur des 16. Jahrhunderts, deren Werte und Familienleben, aber auch zur Volkskultur und mit ihren vielen Schwänken und unterhaltsamen Geschichten aber auch zur Erzählforschung dar. Ursprünglich wurde diese Chronik in einer Handschrift niedergelegt. In Wikisource wurde die Ausgabe dieser Chronik von Karl August Barack transkribiert, die im Jahre 1880 erschien.

Die Chronik war im Februar 2006 das erste grosse Projekt von Wikisource und die Fertigstellung hat insgesamt über 10 Monate gedauert. Ich hatte die Ehre die 2500 Seiten durch meine OCR-Software zu jagen und die einzelnen Seiten hochzuladen. Viele andere fleissige Helfer haben sich hingesetzt und all diese Seiten zweimal korrekturgelesen. Und ich muss sagen, wir waren unheimlich stolz als das Werk geschafft war. Dieses Projekt hat gezeigt, dass Wikisource lebensfähig ist und auch eine kleine Truppe in der Lage ist Grosses zu stemmen.

Das zweite Projekt was im Frühsommer 2006 durch die Presse und auch durch den Heise-Newsticker gejagt wurde, war das Rechenbuch des Andreas Reinhardt. Das ist ein Mathematiklehrbuch aus dem 16. Jahrhundert, was interessanterweise als Handschrift vorliegt, obwohl zu dieser Zeit der Buchdruck schon längst seinen Siegeszug angetreten hatte. Das Original wurde uns freundlicherweise durch eine hamburgische historische Gymnasialbibliothek zur Verfügung gestellt und die Kosten der Digitalisierung in Göttingen hat der Verein Wikimedia Deutschland übernommen. Leider ist die Transkription des Werkes noch nicht abgeschlossen, aber das was bisher hier geleistet wurde, entspricht den höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen an solch eine Edition und die Fertigstellung wird sicherlich auch nicht mehr allzulang auf sich warten lassen.

Und da ja das Korrekturlesen der Zimmerischen Chronik und das Entziffern einer alten Handschrift die nimmermüden Wikisourcler nicht wirklich ausfüllt, wurden natürlich auch neue Projekte begonnen und alte fortgesetzt. Deshalb nun eine kleine Übersicht über die naturwissenschaftlichen Texte in Wikisource

Naturwissenschaftliche Texte

Ein schon seit 2004 brachliegendes Projekt, im Wikisource-Jargon eine Projektruien, wurde dank der neu hinzukommenden Mitarbeiter fortgesetzt und zumindest einmal korrekturgelesen, die Insectenfressende Pflanzen. Vom deutschen Mathematiker Bernhard Riemann gibt es die Karl Hattendorf mitgeschriebenen, ausgearbeiteten und im Jahre 1880 veröffentlichten Mitschriften seiner Vorlesungen mit dem Titel Schwere, Elektricität und Magnetismus. Problematisch bei diesem Buch sind die vielen mathematischen Formeln, die sich einer OCR widersetzen und deshalb per Hand in Wiki-Tex nachgesetz werden mussten, was einerseits einiges an Tex-Kenntnissen aber auch an Fachkenntnissen erfordert.

Eines der etwas grösseren Projekte das auf Grund der Faszination des Textes und des Themas in sehr kurzer Zeit fertig gestellt werden konnte, ist Die Ursache des Einschlagens vom Blitze von Johann Albert Heinrich Reimarus aus dem Jahre 1769. Dabei handelt es sich um die erste deutschsprachige Monografie zum Thema Blitz und Blitzableiter. Dieses wissenschaftliche Werk ist sehr gut lesbar und vermittelt einen sehr guten Eindruck über die Schäden die Blitze jahrein, jahraus in den Städten und Dörfern anrichtete und zeigt wunderbar den Kampf der naturwissenschaftlichen Erkenntnis gegen alten Aberglaube und Unwissen. Und für mich waren besonders interessant die Schilderungen Reimarus‘, wie er den Folgen von Blitzeinschlägen nachforscht. Anhand seiner Schilderungen hatte ich sofort das Bild eines Mannes im Kopf, der in der typischen Kleidung seiner Zeit, die wir ja aus diversen Filmen kennen, auf Kirchtürmen und anderen Gebäuden seiner Heimatsstadt Hamburg herumklettert und für seine Zeitgenossen wahrscheinlich ein wenig wunderlich wirkte.

Ich konnte hier nur einen sehr kleinen Ausschnitt aus den naturwissenschaftlichen Texten bei Wikisource geben. Derjenige der in historischen naturwissenschaftlichen Texten weiterschmökern möchte , dem empfehle ich unsere Fachkategorien: Physik, Mathematik, Technik, Biologie, Chemie

So das war ein erster Streifzug durch die Texte bei Wikisource. Da dieser Beitrag ansonsten viel zu lang geworden wäre, werde ich das nächstemal fortsetzen mit der Vorstellung von historischen und literarischen Texten. Und wenn der Platz reicht auch ein paar amüsante, interessante und kuriose Texte vorstellen. Ansonsten gibt es eben noch einen dritten Teile von „Wikisource – Themen und Projekte“. Einen gesonderten Beitrag werde ich den bei Wikisource vertretenen Lexika und Enzyklopädien widmen und auch das Für und Wider innerhalb der Community versuchen darzustellen.

Bildernachweis:

  • „Hochauflösender Scan im Göttinger Digitalisierungszentrum“, Fotograf: Heiko Hornig, Lizenz: CC-BY-SA 2.5

Fußnoten

Bezüglich Fußnoten hatte ich ja in der wissenschaftlichen Literatur schon so einiges erlebt. Aber eine Seite die nur aus der Fortsetzung einer Fußnote einer vorhergehenden Seite besteht, war mir bis dahin auch neu. Zu finden ist diese im 5. Band von Posses „Die Siegel der Deutschen Kaiser und Könige“.

Warum die Jungs nicht einfach das was sie sagen wollen in den normalen Text einbauen oder ein extra Kapitel bauen oder ähnliches, sondern alles in die Fußnoten quetschen, so dass ein Text zu 90% nur noch aus Fußnote besteht, wird sich mir nie erschließen. 

Kleine Statistik

 Da Joergens.mi, einer unser aktivsten und fleißigsten Mitarbeiter bei Wikisource, gerade alle Texte erfasst, die wir mittlerweile als Scan nach Commons hochgeladen haben, hier mal die Zahlen die er dabei gewonnen hat:

  • auf Commons befinden sich die Scans von knapp 700 Büchern und rund 400 kürzeren Texten
  • diese liegen vor in Form von mindestens 75504 gescannten Seiten bzw. Dateien  (z.B. PDF, djvu)
  • damit stammen etwas über 4% der Dateien auf Commons vom deutschsprachigen Wikisource-Projekt

Man muss aber dazu sagen, dass wir noch längst nicht all diese Texte direkt in Wikisource als elektronischen Text verfügbar machen konnten. Es liegt also noch viel Arbeit vor uns.

Alle Scans auf Commons kann man in der  Liste der Scans auf Commons finden.

Update:

Wir haben noch mal ein bisschen rumgespielt, um noch ein paar Zahlen zu erhalten, wieviele Werke mittlerweile bei Wikisource vorhanden sind und sich in einem präsentablem Zusatnd befinden. Zu beachten ist dabei, dass ein Werk ein kurzes Gedicht oder auch ein komplettes Buch wie die Zimmerische Chronik umfassen kann. Hier die Zahlen:

  • rund 2900 Werke wurden bereits zweimal korrekturgelesen und befinden sich damit im Status „fertig“
  • etwa 1000 Werke wurden einmal korrekturgelesen und befinden sich im Status „korrigiert“
  • insgesamt umfasst Wikisource rund 5300 Werke

Da grosse Werke, wie z.B. Bücher auf Unterseiten verteilt werden, gibt die Zahl von 8.600 Wiki-Seiten die den Status „fertig“ tragen, wesentlich besser wieder, welche Arbeit in den letzten anderthalb Jahren bei Wikisource geleistet wurde.

Benutzerseiten bei Wikisource

Irgendwie scheint die Arbeit an den alten Texten auch auf die Nutzer bei Wikisource abzufärben. Mittlerweile gibt es schon zwei Nutzerseiten, die in einem etwas angestaubten Deutsch verfasst sind, aber witzig zu lesen sind und wo diese altertümliche Sprache dem Ganzen den gewissen Reiz verleiht. Viel Spaß beim Lesen und bei Verständnisproblemen einfach auf der Diskussionseite nachfragen.

Seebeer

Soeben habe ich erfahren, dass einer unserer liebsten und produktivsten Wikipedianer vor einigen Tagen verstorben ist. Ich möchte der Familie und seinen Angehörigen mein tiefstes Mitgefühl und mein Beileid ausdrücken.

Seebeer hatte anonym begonnen in der Wikipedianer auf dem Gebiet der Seefahrt mitzuarbeiten. Und auf einem der Hamburger Stammtische tauchte er zum ersten mal auch mit einem Zettel auf, auf dem seine IP-Adresse notiert war.

Er wurde schnell einer derjenigen hier in Hamburg, die man immer gerne wiedersehen mochte. Sein Seemanngarn, das er als alter Fahrensmann wunderbar erzählen konnte, wurde schnell legendär und wir führten sogar einen Seebeer-Wahrscheinlichkeits-Faktor ein, um zu bemessen wie wahr denn seine Geschichten waren.  

In der Wikipedia schrieb er viele Artikel zur Seefahrt und zur Geschichte der Seefahrt und war ein wichtiges Mitglied des Wiki-Projektes Schifffahrt.

Seebeer, du wirst uns fehlen.

 

Oh Captain, mein Captain,

Oh Captain, mein Captain,
die schwere Fahrt ist aus
das Schiff hat jedem Sturm getrotzt
nun kehren wir stolz nach Haus
der Hafen grüßt mit Glockenschall
und tausend Freudenschreien
vor aller Augen rauschen wir auf sicherem Kiel herein
aber Herz ach Herz ach Tropfen blutig rot
wo auf dem Deck mein Captain liegt
gefallen, kalt und tot.

Oh Captain, mein Captain
steh auf und hör den Schall
steh auf, Dir gilt der Flaggengruß
dir gilt das Jauchzen all
die Sträuße dir, die Kränze dir
und weit entlang am Strand
das Menschenmeer, das Gesichtermeer,
dir freudig zugewandt
hier Captain, liebster Vater,
hier ist mein Arm als Halt
es ist nur Traum, dass du hier liegst,
gefallen tot und kalt.

Mein Captain gibt nicht Antwort,
seine Lippen sind bleich und still,
mein Vater fühlt nicht meinen Arm,
hat nicht mehr Kraft noch Will.
das Schiff liegt heil vor Anker nun,
die Reise ist nun aus.
von schwerer Fahrt, das Siegerschiff
kam vom Triumph nach Haus
jauchzet ihr Gestade, Glocken dröhnt
ich aber knie in Not,
wo auf dem Deck mein Captain liegt,
gefallen, kalt und tot.

Walt Whitman
(zum Tode Abraham Lincolns, 12. Februar 1809 – 15. April 1865)

Wikisource – Eine Einführung

Mit diesem Beitrag möchte ich eine kleine Reihe über Wikisource eröffnen. Vielen dürfte dieses Schwesterprojekt der allseits bekannten Wikipedia noch unbekannt sein und auch vielen Wikipedianern ist nicht so recht klar, was wir da so treiben und was das Ganze soll. Wischen wir also mal den Staub von den alten Büchern weg und legen los. *hust*

Wikisource versteht sich selbst als eine Sammlung von Quellentexten, die entweder gemeinfrei sind oder unter einer freien Lizenz stehen. Zweiteres trifft meist auf Übersetzungen eigentlich gemeinfreier Texte zu. Nun mag man einwenden: „Sowas gibt es doch schon mehrfach im Internet, z.B. gutenberg.de. Braucht es sowas noch einmal?“ Nunja, es gibt bereits mehrere Projekte im Internet, die wie Wikisource alte, meist gemeinfreie Texte digitalisieren. Es gibt aber zwischen diesen Projekte teilweise sehr große Unterschiede und so hat sich Wikisource auch ein eigenes Profil geschaffen, was dieses Projekt unserer Meinung nach einzigartig macht ;-). Bevor ich aber dazu komme, erstmal ein kleiner Ausflug in die Vergangenheit des Projektes.

Wikisource wurde am 24. November 2003 als multilinguales Projekt gestartet. Damals trug es noch den Namen Sourceberg, weshalb das Logo auch ein Eisberg ziert. Hintergrund der Grüpndung war, dass immer mehr versucht wurde reine Quellentexte, z.B. Gesetze, Gedichte, Lieder, Chroniken usw. in die Wikipedia einzustellen, was verständlicherweise auf wenig Gegenliebe stieß. Deshalb also das neue Projekt, das diese Texte aufnehmen sollte.

Irgendwann 2004 oder 2005 stieß ich auf das Projekt und es war auch auf Grund der verschiedenen Sprachen das reinste Kuddelmuddel. Jeder lud dort seine Texte ab, die er irgendwo, meist im Internet gefunden hatte und verschwand oft wieder. So faszinierend ich die Idee fand, so wenig begeisterte mich die Umsetzung. Ansprüche an die Qualität der Texte? Keine. Nachweise der Herkunft der Texte? Keine. Autorenangaben? Kaum bis gar nicht. Erläuterungen? keine. Kategorien? Das gleiche Chaos wie in der Wikipedia. (Mit dem heutigen Kategoriensystem in Wikisource beschäftige ich mich in einem gesonderten Beitrag). Irgendwelche sinnvollen Vorgaben und Hinweise wie man Texte ediert? Faktisch nicht vorhanden. Also machte ich mich erstmal wieder vom Acker.

Wohl auch auf Grund dieses Chaos gab es ab Anfang 2005 Bemühungen das gemeinsame Projekt ähnlich wie die Wikipedia nach Sprachen aufzutrennen. Nach einigem Hickhack wurde das dann auch so gemacht und so gibt es seit dem 23. August 2005 de.wikisource.org, das deutschsprachige Wikisource-Projekt. Anfänglich war die deutschsprachige Community sehr klein und teilweise waren nicht mal mehr Admins vorhanden, so dass ich gebeten wurde, da ich weiterhin alle Weile mal reinschaute Admin zu werden, um zumindest den gröbsten Blödsinn dort zu verhindern. Ein Konzept war allerdings noch nicht so wirklich in Sicht, auch wenn sich die zwei, drei Leute redlich bemühten die Texte die aus dem gemeinsamen Projekt übertragen worden waren, aufzuarbeiten und zumindest erst mal zu sichten, was denn alles so vorhanden war.

Richtig eingestiegen bin ich dann bei Wikisource im Januar 2006, weil jemand auf die Schnapsidee kam, die Zimmerische Chronik zu digitalisieren, besser gesagt die Ausgabe von 1888. Das waren immerhin rund 2500 Seiten. Also versprochen und getan. OCR angeworfen und begonnen Seite für Seite hochzuladen. Daneben noch ein bisschen Werbung machen in der Wikipedia und anderswo für dieses konkrete Projekt und Wikisource insgesamt. Natürlich haben wir auch geholfen die Altbestände aufzuarbeiten und dabei festgestellt, ohne ein neues Konzept und die konsequente Umsetzung dieses Konzeptes wird Wikisource immer eine beliebige Textsammlung von aus dem Internet kopierten Texten bleiben und die Frage von oben müsste man folgendermassen beantworten: „Nein, sowas bräuchte es nicht nochmal.“

Wikisource hat seit dieser Neukonzeptionierung im Frühjahr 2006 den Anspruch, E-Texte wissenschaftlich verwertbar zu präsentieren. Dies beinhaltet korrekte Angaben der Textquellen, also aus welcher Ausgabe eines Buches oder einer Zeitschrift wurde der Texte entnommen oder wurden beispielsweise die Scans einer Universitätsbibliothek zugrundegelegt. Es müssen immer Verfasser, Entstehungszeit, Erscheinungsort und -zeit angegeben werden. Weiterhin kommentieren wir die Texte und bieten z.B. durch die Identifizierung von in den Texten erwähnten Personen einen deutlichen Mehrwert zur reinen Textdarstellung. Oft finden sich auch kleine Einleitungen, die den Text in ihren historischen Kontext stellen oder auf bestimmte Merkmale des Textes hinweisen.

Weiterhin haben wir uns darauf verständigt, nur noch Texte aufzunehmen, zu denen eine gescannte Vorlage entweder auf Wikimedia Commons oder im Netz vorliegt. Warum das? Im Zuge der Arbeit an der Zimmerischen Chronik hat sich herausgestellt, dass ein durch eine OCR oder von der Vorlage abgetippter Texte mindestens zweimal korrekturgelesen werden muss, um eine akzeptable Qualität zu erreichen. Und dies geht eben nur wenn jeder Zugriff auf die Scans hat. Als schöner Nebeneffekt kann der Leser später jederzeit nachprüfen, ob wir richtig gearbeitet haben und vll. noch Fehler melden. Auf diese Weise soll die Zitierfähigkeit der Texte gewährleistet werden.

Außerdem finde ich persönlich die alten Drucke aus dem 15., 16. oder 17. Jahrhundert sehr interessant und meist auch ästhetisch ansprechend. Und auch der Leser kann sehen wie Drucke oder Briefe zu dieser Zeit aussahen. Von den meist sehr schönen, informativen oder skurrilen Stichen und Holzschnitten mal ganz zu schweigen. Sowas unseren Besuchern vorzuenthalten würde ich als inakzeptabel empfinden.

Mittlerweilen sind rund 8600 Seiten von etwas über 20.000 Seiten bei Wikisource zweimal korrekturgelesen geworden und die kleine aber recht stabile Community umfasst ca. 30 Leute. Wobei viele der bei Wikisource Aktiven auch in der Wikipedia sehr bekannte Autoren sind, und Wikisource u.a. dafür nutzen, um die dortigen Artikel mit den Quellentexten zu ergänzen.

Zusätzlich zum wissenschaftlichen Anspruch, hat sich Wikisource auf die Fahnen geschrieben, insbesondere Texte vorzustellen, die sonst nirgends im Netz zu finden sind. Also z.B. Flugblätter aus dem Dreißigjährigen Krieg, Texte aus der Wissenschafts- und Technikgeschichte, Dichter und Literaten, wie z.B. Erich Mühsam, die fast vergessen sind, Handschriften und Briefe. Und da bin ich schon fast beim Thema meines nächsten Beitrages.

Im nächsten Beitrag werde ich die thematische Bandbreite bei Wikisource vorstellen und auf verschiedene Projekte etwas genauer eingehen.

Struwwelpeter

Wikisource wird wohl langsam gefunden und verwendet. Ein anonymer Nutzer (vll. auch eine Nutzerin) hinterließ im Wikisource-Skriptorium folgende Nachricht:

als hörbuch bei http://www.vorleser.net/html/struwwelpeter.html „Die Bilder zur Geschichte finden Sie bei Wikisource.“

Mich freut es :-) Und die Einleitung des Wikipedia-Artikel zu Heinrich Hoffmann wurde auch gleich verwendet. Zwar nicht ganz lizenzkonform, aber entschuldbar. Der Text wurde von Johannes M. Ackner professionell gesprochen, steht aber leider unter keiner freien Lizenz [Update: Nachdem ich nochmal genauer hingeschaut habe: Für Privatleute kostenlos, aber eine kommerzielle Nutzung ist verboten. Also so eine Art NC-Lizenz.]. Schade, das hätte es perfekt gemacht.

Logos

Ich bekomme ja seit einiger Zeit den Newsletter des Pyramide Verlages. Dieser Verlag hat sich auf Literatur für Designer spezialisiert, die die betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Aspekte dieses Berufs behandelt. Nun mag man sich fragen warum ich diesen Newsletter bestellt habe. Wir diskutieren ja seit Jahr und Tag über die Bildrechte in der Wikipedia und dieser Newsletter berichtet vorrangig über Gerichtsentscheidungen und wichtige Entwicklungen im Bereich des Designrechts. Also auch Dinge die zumindest aus der deutschen bzw. europäischen Sicht für die Bildrechts-Poltik der Wikipedia von Interesse sein können.

Und der letzte Newsletter vom 27. Juli 2007 enthält einen Beitrag über ein Gerichtsurteil der unsere Logo-Politik nicht als ganz abwegig erscheinen lässt. Worum ging es bei diesem Rechtsfall. Der Maler Bernd Lepouse schuf ein Bild mit dem Namen „Die Mönchengladbacher und ihre Liebe zum Fußball“. Auf diesem Bild, das das Stadion der Borussia aus der Perspektive eines Fans zeigt, verwendet der Maler auch das Logos und verschiedene geschützte Markenbezeichnungen des Vereins. Da er das Bild auch als Kunstdruck vertreibt, klagte der Verein gegen ihn.

Diese Klage wurde vom Landgericht Düsseldorf (LG Düsseldorf, Urteil vom 28. Februar 2007, NJW-RR 2007, 920 – Borussia Mönchengladbach) abgewiesen, mit der Begründung, dass der Künstler das Logo nicht im Rahmen des Absatzes eines Produktes von Waren oder Dienstleistungen eines anderen Unternehmens einsetzen würde. Eine markenrechtliche Verwendung des Logos und der Wortmarken findet nicht statt, zumal es sich auch um ein Kunstwerk handelt und ein solches die Freiheit der Kunst genießt.

Was heisst das jetzt für uns. Nach meiner unmaßgeblichen und unjuristischen Meinung stärkt dieses Urteil die Verwendung von Logos, die keine Schöpfungshöhe besitzen oder sonst keinen urheberrechtlichen Schutz geniessen, innerhalb der Wikipedia auch ohne Genehmigung des Markeninhabers. Wir verwenden die Logos ebenfalls nicht, um ein Produkt damit zu verzieren oder sonst den Eindruck zu vermitteln, wir seien ein Vertreter der Unternehmen oder der Einrichtung. Und zumindest für die Verwendung innerhalb der Wikipedia können wir uns ähnlich wie im vorliegenden Fall auf die Freiheit der Wissenschaft berufen. Ich nehme doch mal stark an, dass auch unserem gemeinsame Werk diese Freiheit zugestanden wird.

Verweis:

Wikipedia: Streit über die Weisheit der Massen [Update]

Was bei Heise so alles Streit wahrgenommen wird, erschließt sich mir nicht so recht. Und warum der Herr Kleinz aus einer Mücke immer einen Elefanten machen muss, weiß ich auch nicht. Herr Sanger hat mal wieder Werbung für sein Projekt gemacht. Man wundert sich wirklich, was in Bezug auf die Wikipedia in letzter Zeit von Heise als meldungswürdig erachtet wird.
 
Update:
 
Zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit Larry Sangers Beitrag auf den sich der Heise-Artikel bezieht siehe den Artikel beim Unpartheyischen Correspondenten.

Qualität in der Wikipedia

Dank eines Eintrags bei Archivalia bin ich auf diese zwei sehr interessanten Beiträge in einer Sonderausgabe von kommunikation@gesellschaft zum Thema „Wikis-Diskurse, Theorien und Anwendungen“ gestossen. Also zumindest mir waren die beiden Arbeiten bisher nicht bekannt, was aber natürlich nix heissen muss.

Im ersten Beitrag „Qualitätsaspekte der Wikipedia“ fasst der Autor Rainer Hammwöhner verschiedene Beiträge zur Qualität in der Wikipedia zusammen und geht am Schluß auf eingene Arbeiten ein. In seiner eigenen Untersuchung aus diesem Jahr betrachtete Hammerwöhner 50 zufällige Lemmata aus Brockhaus und Wikipedia, die auch in der anderen Enzyklopädie enthalten waren. Sein Fazit: Bezüglich der thematischen Abdeckung und der formalen Absicherung durch Quellenangaben fällt das Urteil dieser Studie zugunsten der Wikipedia aus. Deren Artikel waren zudem ausführlicher. Die formale Korrektheit der Artikel – bis hin zur Orthographie – war hingegen im Brockhaus deutlich besser. Bei letzerem müssen mir viele auch hinterher räumen ;-)

Wenn ich es recht sehe, sind wir seit einiger Zeit von einem reinem Subjekt der Wissenschaft, das heisst einem Medium das Wissenschaft und Wissen reflektiert zum Objekt der Wissenschaft selbst geworden. Man fühlt sich irgendwie geadelt.

Einen sehr interessanten Ansatz präsentiert Hammerwöhner weiter unten. Er vergleicht den Themenkomplex Shakespeare in verschiedenen Wikipedien und vegleicht explizit die Qualität der Artikel in der englischen mit der deutschen WP. Wenig überraschend schneidet in diesem Bereich die en-WP besser ab. Da haben wir also noch ein wenig zu tun. Aber auch unsere Kollegen nebenan: Die Artikel sind jedoch, auch nach den Maßstäben der Wikipedia, nicht über dem Mittelmaß anzusiedeln.

In meinen Augen eine kenntnisreiche und sehr erhellende Arbeit. Da haben wir schon anderes gesehen. Auch die weiteren Beobachtungen zum Beispiel zu unserem genialen Kategoriensystem sind bedenkenswert.

Nun zur anderen Arbeit die ich mir durchgelesen habe: Machtvolle Wahrheiten. Diskursive Wissensgenerierung in Wikipedia aus Foucault’scher Perspektive. Ob des sehr hochtrabenden Titels war ich erst mal ein wenig skeptisch, was mich erwartet. Der Autor Christian Pentzold untersucht nicht die Qualität oder Verlässlichkeit, sondern legt seinen Schwerpunkt auf die Entstehung der Artikel.

Und leider muss ich sagen, dass meine Skepsis bestätigt wurde. Seitenlang ergeht sich der Autor in den Theorien des französischen Philosophen Michel Foucault ohne das klar wird was das mit der Wikipedia zu tun hat. Für mich als Laie einfach nur ermüdend. Und um es böse zu sagen, es erinnert mich an einen Kandidaten für die Exzellenten Artikel der wegen des OMA-Tests durchfällt. Und er sucht sich den Artikel Verschwörungstheorie aus, um anhand dessen Diskussionsseite die Theorien von Foucault zu untersuchen. Ob das nun das Paradebeispiel für die Untersuchung wie ein Artikel im Diskurs entsteht, mögen andere beurteilen. Zumal er in keinster Weise begründet, warum er diesen Artikel wählt. Und auch erwähnt er nicht ob dies der Normalfall oder ein Extremfall ist. Diskurse gibt es auch in weniger trolligen Diskussionen. Naja, vll. kann mich jemand erhellen. Hihi, und ich bin auch dabei. Aber lest selber :-)

Die Darstellung der Diskussion und des Edit-Wars ist dann wieder ganz witzig und nicht ganz unspannend zu lesen. Erst recht wenn man sowas schon hundertfach erlebt hat. Aber sich selbst so als Objekt der Wissenschaft zu sehen, ist schon eine interessanter Erfahrung.

Und ehrlich an diese Diskussion aus 2005 kann ich mich nicht wirklich mehr erinnern.

Also zwei recht unterschiedliche Arbeiten aus unterschiedlichen Blickwinkeln, die dem einen mehr dem anderen Leser weniger geben mögen.

Gute Nacht

Verweise:

  • Hammwöhner, Rainer (2007): Qualitätsaspekte der Wikipedia. In: Stegbauer, Christian / Schmidt, Jan
    / Schönberger, Klaus (Hrsg.): Wikis: Diskurse, Theorien und Anwendungen. Sonderausgabe von
    kommunikation@gesellschaft, Jg. 8. Online-Publikation: http://www.soz.uni-frankfurt.de/K.G/B3_2007_Hammwoehner.pdf
  • Pentzold, Christian (2007): Machtvolle Wahrheiten. Diskursive Wissensgenerierung in Wikipedia aus
    Foucault’scher Perspektive. In: Stegbauer, Christian / Schmidt, Jan / Schönberger, Klaus (Hrsg.):
    Wikis: Diskurse, Theorien und Anwendungen. Sonderausgabe von kommunikation@gesellschaft, Jg.
    8. Online-Publikation: http://www.soz.uni-Frankfurt.de/K.G/B4_2007_Pentzold.pdf

Lesenwerte Artikel

In der Wikipedia vergeben wir ja gerne solch nette Anstecker, Bapperl genannt, für Artikel. Da gibt es einerseits die Exzellenten Artikel. Die sind sozusagen das nonplusultra der Artikel. Ausführlich, ausgewogen, sachlich korrekt (zumindest zum allergrössten Teil), sprachlich brilliant, eben einfach perfekt. Und nach eigener Einschätzung, ich habe natürlich nicht alle derzeit 1110 Artikel gelesen, sind sie das auch.

Und dann haben wir da noch die „Lesenwerten Artikel“. Nun mag der geneigte Leser einwerfen: Nun gut das mit dem Namen für die Exzellenten Artikel kann ich ja noch zumindest als Anspruch erkennen, aber sollten denn nicht alle oder zumindest der größte Teil der Artikel in der Wikipedia des Lesens wert sein. Und der Leser hat recht.

Deshalb sei es mir gestattet einen kleinen Exkurs zur Entstehung dieser Kategorie und des Namens zu machen.

Es war im Ende des Jahres 2004. Meine Wenigkeit und einige andere Wikipedianer sassen bei einem guten Bier in einer Hamburger Kneipe. Die Sprache kam auf die Exzellenten Artikel. Anfänglich wurden mit diesem Qualitätsmerkmal Artikel ausgezeichnet, die aus der Masse herausstachen und ja einfach ok waren. Kurz nachdem der Medienhype die Massen, darunter auch mich und vor allem auch Leute mit Ahnung, in das Projekt spülte, kam es zu einem drastischen Anstieg der Ansprüche an Exzellente Artikel. Denn wenn man sich die Kriterien für Exzellente Artikel anschaut die sind faktisch seit Anfang an unverändert und wunderbar nebulös. Und wie ich gerade sehe ist das bisschen Kalrheit auch noch verschwunden. In der Einleitung bei den Kandidaten für Exzellente Artikel findet sich kein Hinweis mehr auf irgendwelche Kriterien. Das verwundert mich etwas, was aber ein Zeichen dafür ist, wie betriebsblind man nach einiger Zeit wird.

Na egal, damals in der guten alten Zeit war es halt noch anders. Es gab nur die Exzellenten Artikel. Southpark und ich sassen da halt beim Bier und sinnierten darüber, dass es doch doof wäre nur die Top-Artikel auszuzeichnen. Denn es gab noch viele andere Artikel, die nicht ganz so ausführlich, vielleicht sprachlich etwas holpriger und ein paar Lücken hatten, aber nichtsdestostrotz ordentliche, also erzsolide, Enzyklopädie-Artikel waren. Eben die Kategorie Artikel die ein Leser erwartet ohne gleich eine Doktorarbeit lesen zu müssen. Deshalb dachten wir uns die „Erz-Soliden Artikel“ aus und Finanzer, also ich, ließ sich dazu hinreissen, einen Kriterienkatalog für diese Erzsoliden zu schaffen, was ich auch einige Tage später tat. Das war aber natürlich noch lange nicht Wikipedia-Öffentlich sondern immer noch wohl verwahrt in meinem Beuntzernanmensraum. Es gab ein paar Diskussionen im Chat und im echten Leben. Und da der Name erzsolide nicht auf rechte Begeisterung stiess, benannte ich das ganze um, in „Lesenwerte Artikel“. Alles immer noch ein rein private spinnerte Idee.

Nun begab es sich aber, dass sich ein paar Monate später ähnliche Diskussionen in der Wikipedia ergaben. Ich hatte das Projekt schon fast vergessen, da nicht wirklich auf grosse Begeisterung gestossen. Was mach ich also poste den Link zu meiner Ideen-Seite nach dem Motto: „Hier ist das schon mal ausformuliert, bedient euch“. Und zwei Tage später war Carbidfischer mutiger als ich, und macht es einfach öffentlich. Sozusagen, ab heute gibt es neben den Exzellenten auch Lesenswerte Artikel. Hui, den Aufstand werde ich nie vergessen. Meinen Arbeitgeber hat diese Aktion ca. 1 Arbeitstag gekostet, was der natürlich nicht wissen darf ;-), an dem ich nur in diversen Diskussionen, Löschanträgen etc. mein Projekt, denn das war es ja urspünglich, verteidigt habe. Und nun nach rund zweieinhalb Jahren sind die Lesenwerten ein anerkannes Qualitätsmittel der WP geworden, auch wenn sie natürlich mit dem ursprünglichen Konzept und dem Namen nicht mehr viel gemein haben. Aber das ist das Schöne an der WP. Irgendwer hat eine Idee und andere nehmen diese auf, entwickeln diese und machen sie manchmal zu was komplett anderem.

Das nun auch bei den Lesenswerten der Wahn ausbricht, dass ein Thema allumfassend beleuchtet werde muss, das lässt sich leider nur schwer verhindern. Ein klein wenig leisten da aber die von mir Kritererien eine Hilfestellung, wo all die Mängel aufgeführt sind, die bei den Lesenswerten toleriet werden. Aber leider lesen die Wenigsten die Kriterien. Geschweige denn, jemand weiß noch was die Intention des Ganzen war.

Ich glaub ich weiß nicht mehr wirklich, warum ich den Beitrag angefangen habe. Egal.

Gute Nacht

P.S. Mittlerweile habe ich den unten bereits erwähnten Christian Precht als Lesenswerten Artikel nominiert.

Christian Precht [Update]

Nun also bin ich auch in der Blogossphäre angekommen. Mal schauen wie lange ich es durchhalte und was es alles zu kommentieren gibt. Vorrangig wohl rund um die Wikipedia und meine Beiträge dort. Vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen.

Mein aktuellster Beitrag für dieses geniale Projekt ist er  hier Christian Precht. Ein fast vergessener Hamburger Bildhauer des späten 17. Jahrhunderts. Ist zwar noch nicht ganz fertig, wird aber spätestens voraussichtlich morgen abend fertiggestellt.

Und neben vielen Kirchenausstattungen hat er auch diesen netten, melancholisch dreinschauenden Kollegen geschnitzt:

 

Das ist die Heckfigur des Hamburger Konvoischiffes „Admiralität von Hamburg“. Leider das einzigste was von dem Schiffchen übrig ist. Aber mir gefällt er. Und für dieses Schiffchen hat der Herr Precht auch was schönes geschnitzt. Im Laufe der Woche gibt es dann noch ein paar Bilder von Figuren aus der St. Jacobi Kirch in Hamburg. 

Update:

Jom war so freundlich in der Kirche St. Petri und Pauli in Bergedorf Bilder von dem von Precht geschaffenen Altar zu machen. Meinen herzlichen Dank dafür. Die Bilder sind auf Commons zu finden.

Foto: Joachim Müllerchen, CC-BY-SA 2.5, 2.0, and 1.0