Archiv für die 'Wikipedia' Kategorie

Wie war das jetzt mit der Spende

12. Juni 2008 von Michail

Avatar hat heute im Wikimedia-Blog ein neckisches Interview mit Nilz Bokelberg geführt, auf Grund seines Auftritts in der Sendung “Das perfekte Promi Dinner” vom 10. Juni 2007 (man beachte die letzte Ziffer der Jahreszahl), die VOX vor ein paar Tagen wiederholt hatte. Den Gewinn wollte Nilz zwischen Wikipedia und einem Obdachlosenprojekt aufteilen. Auch wenn schon etwas her, sehr lobenswert die Idee.

Leider verguß Avatar aufzuklären: Hat er oder hat er nicht ;-)

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Und das Murmeltier hat gewählt

20. Februar 2008 von Michail

Jo, in einem spannenden Finale bin ich denn mal wieder zum Juror des aktuellen Schreibwettbewerbs gewählt worden. Also ab Abfang Aprtil heisst es dann mal wieder lesen, lesen, lesen und nochmals lesen. Neben dem Reh als Preis, gibt es hoffentlich auch viel spannende Lektüre zum bewerten. Und ich freue mich darauf die Mitglieder der Jury zur abschließenden Beratung im Real-Life zu treffen. Meine bisherigen Jury-Erfahrungen sind ja bisher immer nur aus dem Chat.

Und da ich gerade dabei bin was in meinem Blog zu schreiben, dann verwurste ich einfach mal was mir in den letzten Tagen über den Weg gelaufen ist:

  • Die Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland besitzt mittlerweilen einen Brockhaus
  • Wikisource hat nach offizieller Zählung mit {{NUMBEROFARTICLES}} mehr als 20.000 Werke. Die Zahl kommt insofern hin, da in den letzten Monaten etliche neue Werke neu angelegt wurden, aber auch Seiten die im Hauptnamensraum lagen, aber eigentlich nicht mit gezählt werden dürften, in den Seiten-Namensraum verlagert wurden (Ich schrub darüber.)
  • Wie sicherlich einige wissen, hatte meine Umbennung vorrangig mit meiner betriebsbedingten Kündigung durch das Unternehmen zu tun, in dem ich lange Jahre angestellt war. Seit 1.1. bin ich zwar wieder in Lohn und Brot, aber nein ich werde mich nicht wieder umbenennen. Und mir fiele sowieso kein sinnvoller Nick für das Unternehmen ein, in dem ich derzeit angestellt bin (obwohl wenn ich es recht bedenke würde mein alter Nick sogar noch besser passen als vorher). (Und für alle die auf den Link geklickt haben, der erste Teil des Namens wird NICHT englisch ausgesprochen, sondern französisch)
  • Zitat der Woche (der Philosoph Ulrich Johannes Schneider im Interview mit der FAZ):

Diese Gemeinde ist sehr groß, und sie besteht aus Laien ebenso wie aus Kennern. Es gibt bei Wikipedia sogenannte Exzellenz-Artikel, die von absoluten Kennern der Materie verfasst werden. Außerdem betreibt Wikipedia ein ausgezeichnetes System der Qualitätssicherung, das vor allem in der deutschen Version von Wikipedia sehr gut funktioniert. Das geben auch die Lexikon-Verlage durchaus zu. Wikipedia Deutschland hat die weltweit höchsten Standards, wenngleich das englischsprachige Pendant natürlich weit größer ist.

  • Dass die WP nicht immer so gut wegkommt, lässt zumindest dieser Abstract erahnen. Wer mag kann sich zurücklehne, denn es ging ja nur um die en.WP
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Und täglich grüßt das Murmeltier…

7. Februar 2008 von Michail

Naja, eher halbjährlich, aber es ist mal wieder Schreibwettbewerbszeit. Und man glaubt es kaum, das Ding findet mittlerweile zum achten Mal statt. Satte vier Jahre SW und ich war seit Anfang an dabei. Ich kann es kaum glauben, dass ich schon so lange dabei bin. Man kommt ja fast in nostalgische Schwärmereien, ob der guten alten Zeiten ;-)

Und dass ich mich breitschlagen lassen habe, als Juror zu kandidieren (ich wäre im Fall der Wahl zum dritten Mal Mitglied der Jury), werde ich vermutlich ganz doll bereuen.

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RTL und die Wikipedia

6. Dezember 2007 von Michail

Wie berichtet war ja heute ein Reporter von RTL bei mir, um mich zum Stern-Artikel zu befragen. Davon übrig geblieben im Beitrag im Nachtjournal sind eine Nahaufnahme meines Gesichtes (Ich habe mich erst gar nicht erkannt. Man sieht sich halt selten von der Seite.) und meiner Nutzerseite. Ob meine Aussagen wirklich sendefähig waren weiß ich nicht, aber offenbar war die Aussage einer unbekannten Studenten, dass jemand einen Fake einstellte, der immer noch in der WP schlummert, wichtiger.

Immer wieder verwunderlich, dass den Medien nicht wirklich was Neues einfällt. Aber alle halbe Jahre kann man wohl aus welchem Anlass auch immer, die selbe alte Suppe neu aufwärmen. Und dass sie dem Herrn Güntheroth vom Stern den falschen Namen verpasst haben, passt da ganz gut ins Bild. Insgesamt gesehen aber einer der besseren Fernsehbeiträge über unser kleines Hobbyprojekt.

Nun gut, da YoutTube mit dem Mitschnitt meines MediaCenters nicht zurechtkam, musste ich auf das Original (hier MSN Video) zurückgreifen. Nachdem MSN Video auch nur Gekrissel hinbekommen hat (Da hofft man, dass MS wenigstens zu sich selbst kompatibel ist, aber nix ist. Aber immerhin haben sie Gekrissel hinbekommen. YouTube hat die Waffen ganz gestreckt), hier nun das ganze nach Konvertierung in MPG in ansehbarer Qualität:

 
PS: Nach einer schöpferischen Pause, der königlichen Muse sei Dank, werde ich in Zukunft diesen Blog (und auch den in der Nachbarschaft, Infos folgen) wieder regelmäßig mit Beiträgen versorgen.
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Sternlein prangen

5. Dezember 2007 von Michail

Nu wissen es ja mittlerweile fast alle, dass der Stern morgen eine Titelstory über die Wikipedia bringen wird. Über den Inhalt des Artikels hat avatar schon ausführlich berichtet, so dass ich mir das hier sparen kann.

Vor einigen Wochen war ja der Reporter vom Stern bei mir und hatte mir ein paar Fragen über die Wikipedia, die Gründe warum Leute dort mitarbeiten, was Administratoren für eine Rolle spielen und über einige weiter Themen gestellt. Auch wenn ich nicht direkt im Text auftauche, wurden ein paar neckische Fotos von mir im Magdeburger Dom gemacht. Es war allerdings eine Scheiß-Idee bei 4 Grad Außentemperatur in einem Dom ein Fotoshooting zu veranstalten. Zum Glück sieht man mein Zittern auf den Bildern aber nicht. Und gerade eben ist RTL bei mir aus der Wohnung marschiert, die mich zu dem Artikel interviewt haben, ohne allerdings genau zu wissen, was drinne steht. Das Interview oder besser gesagt der übliche 10-Sekunden-Schnipsel soll heute im Nachtjournal gesendet werden. Ich werde drüber berichten.

Update (9. Dezember):

Für alle, die den Artikel noch nicht gelesen haben, hier das Ganze als PDF: Stern-Artikel (2,5 MB).

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Vorlage:Meiner

17. September 2007 von Michail

Liebe Elian, du magst mit deiner Kritik sogar Recht haben, wenn man das Problem auf das rein Formale eingrenzt. Tobnu hat seinen „eigenen“ Artikel gesperrt und dem Editor deutlich zu verstehen gegeben, dass er sich woanders eine Beschäftigung suchen solle. Vll. sollte er dafür sogar bestraft werden. Das zu entscheiden bin ich viel zu voreingenommen.

Schauen wir uns aber mal die inhaltliche Ebene an. Da rauscht ein stadtbekannter Account seit Tagen durch die Wikipedia und versucht das Wort „leider“ in solchen Sätzen wie „Leider wurde dieses Kunstwerk, auf dessen Stirnseite Kaiser Otto II. abgebildet war, im Jahr 1794 zerstört, als es vor französischen Plünderern in Sicherheit gebracht werden sollte.“ zu beseitigen. Ob der Stil nun so brilliant ist, sei mal dahingestellt. Nein es sei nicht neutral. Auf den Revert von Tobnu mit einer eindeutigen Begründung, die nichts aber auch gar nichts mit einer allgemeinen Gutheissung von persönlichen Meinungen zu tun hat, bekommt er an den Kopf geknallt “Leider hat Nazi-Deutschland den Krieg verloren.” Huch wo sind wir denn hier gelandet.

Und für mich persönlich und auch einige andere ist es klar dem Bedauern über Verlust von Kulturgut und Quellenmaterial auch in einem enzyklopädischen Text Ausdruck verleihen zu dürfen. In einem Projekt, das sich den Werten des Humanismus, der Aufklärung und der Wissenschaftlichkeit verpflichtet fühlt, muss dies selbstverständlich sein. Eine sachliche Darstellung schließt nicht aus, dass negative Phänomene wie der Verlust von Kulturgut auch als solche benannt werden. Die Hysterie, der hier neuerdings in Bezug auf das (falschverstandene) NPOV-Prinzip Einzug hält, ist kontraproduktiv und schadet diesem Projekt.

Und wenn bei solch einer Debatte mit etlichen prophylaktisch angelegten Socken agiert werden muss, dann lässt das bei mir ein paar Alarmisrenen aufheulen. Irgendwie scheint mir, dass hier Artikel zur Geschichte und Aussagen über den Verlust von Kulturgut als Vehikel benutzt werden sollen, um an anderer Stelle, POV einbringen zu können. Nach dem Motto „die dürfen das ja auch“, obwohl es sich um grundverschiedene Dinge handelt.

Aber nehmen wir einfach mal an, dass dies einfach nur NPOV-Hysterie ist. Was schlimm genug wäre.

Achja

Für mich ist ein Admin Tobnu untragbar, weil sein Status als Admin die Seriosität von Wikipedia in Frage stellt.

Wenn es um die Seriosität der Wikipedia ginge, könnten wir mühelos ein paar mehr Tobnus vertragen.

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Auch ein bisschen Wikipedia Inside

13. September 2007 von Michail

Nun gut, nachdem ich das Büchlein des Herren Insiders durchgelesen habe, wollte ich mal eine andere Art Insider-Bericht präsentieren. Aber zuvor möchte ich einen Kommentar von Andreas zum Buch auch hier darstellen:

Wer ausgerechnet _mich_ im Kapitel Rechtsextremismus prominent unterbringt, der muss schon bösartig, ideologisch verblendet, oder schlichtweg komplett merkbefreit sein.

Dem ist, außer, dass die Aussage auch auf Anneke, Marcus und die Anderen zutrifft, die in ähnlicher Weise in die rechte Ecke gestellt werden, nichts weiter hinzuzufügen.

Nun aber zum eigentlichen Thema dieses Beitrages. Vor einer geraumen Weile wurden Achim Raschka, Frank Schulenburg und ich gebeten einen Beitrag für die Zeitschrift Bibliothek. Forschung und Praxis über das Qualitätsmanagement in der Wikipedia zu schreiben. Der Beitrag ist sicherlich ein wenig dezenter geschrieben, hat aber einen wesentlich reisserischeren Titel: „Der McDonald’s der Informationen? Ein Blick hinter die Kulissen des kollaborativen Wissensmanagements in der deutschsprachigen Wikipedia“. Da der Artikel von uns unter die cc-by-sa 2.0 gestellt wurde, ist er auch als PDF auf Commons zu finden: McDonalds der Informationen.pdf. Auf der Webseite der Zeitschrift kommt man nur mit einem Abo dran ;-)

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Wikipedia inside?

12. September 2007 von Michail

Eigentlich wollte ich eine eigene Rezension zu dem Buch von Günther Schuler schreiben. Aber Poupou ist mir zuvorgekommen. Da die Rezension von Poupou auch meinen Eindruck beim Lesen gut wiedergibt, belasse ich es bei diesem Hinweis. Und sprachlich hätte ich es auch nicht besser hinbekommen.

Eine Sache möchte ich aber noch ergänzen. Hochinteressant ist die Behandlung der Bildlizenzen speziell der GNU FDL in diesem Buch, also der GNU Free Document License. Obwohl sich Schuler in einem Kapitel mit der GFDL auseinandersetzt, schafft er es auf der anderen Seite nicht die Bildlizenzen korrekt anzugeben. Im Bildverzeichnis finden sich einige Bilder von Wikipedianer und darunter auch eines meiner Bilder. Der lapidare Eintrag zu meinem Bild von Anneke lautet:

117 Wikipedia; Foto: Michail Jungierek; Lizenz: GNU 1.2

Was zum Geier ist GNU? Meint er die GFDL oder vll. doch die GNU General Public License oder sogar die GNU Lesser General Public License. Man weiß es nicht. Auch wurde der Text der GFDL nicht mitabgedruckt oder wenigstens ein Link zur GFDL mit angegeben. Um es deutlich zu sagen, die Verwendung der Bilder unter GFDL stellt so eine Urheberrechtsverletzung dar.

Und warum sich Herr Schuler bei meinem Bild gerade die GFDL ausgesucht hat, obwohl es auch unter cc-by-sa 2.5 steht, erschließt sich mir auch nicht. Aber wenn er sich die GFDL aussucht, dann soll er sie zumindest so erfüllen, dass man es akzeptieren kann. Dies ist hier definitiv nicht der Fall.

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Nicht neutrale Reichskrone

12. September 2007 von Michail

Über solche Edits kann ich nur den Kopf schütteln. Mal abgesehen von der doch recht kreativen Verwendung der deutschen Sprache: Was soll an der vorhandenen Formulierung nicht neutral sein? Oder gibt es jemanden, der den Verlust des erwähnten Verzeichnisses begrüßt? Oder hat da jemand das Konzept von NPOV nicht wirklich verstanden und reitet nur auf diversen Regeln durch die Gegend?

Diese Pseudo-POV-Wächter gehen mir in den letzten Wochen mächtig auf den Keks. Aber in Artikeln, die wirklich nicht neutral sind, werden sie nicht gesehen. Solche harmlosen Formulierungen werden aber gleich reihenweise aus Artikeln entfernt. 

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Schlossbesuch

10. September 2007 von Jonathan Groß

Eine einleitende Bemerkung:

Damit keine Verwirrung aufkommt, möchte ich erwähnen, dass ab heute dieser Blog nicht nur von mir alleine mit Content versorgt wird. Ich freue mich wirklich, dass nun auch Jonathan Groß dem bisher einsamen Autor Gesellschaft leistet.

Finanzer

Nun lasse ich aber Jonathan zu Wort kommen:

Finanzers Bericht über seine Besichtigung der Parfumerie mit dem Wikipedia-freundlichen Geschäftsführer vom 10. September hat mich an ein ähnliches Erlebnis erinnert.

Es war Juli 2006. Ich verbrachte zwei meiner drei Wochen Jahresurlaub auf Rügen und hatte mich entschlossen, diesmal nicht nur am Strand zu So siehts von Süden ausliegen und durch die Wälder zu streifen, sondern auch den Rest der Insel kennenzulernen. Also fuhr ich mit dem Fahrrad mal hierhin, mal dorthin und kam auch nach Lietzow. Dieses kleine, verschlafene Dorf am Rand der B 96 war einst ein florierendes Seebad, in dem sich ein reicher Beamter sein Schlösschen errichtet hatte. Dieses Schlößchen muss nach 1945 seinem Besitzer entrissen worden sein, wurde nicht besonders pfleglich behandelt und bot nach der Wende dem Besucher keinen hübschen Anblick mit der grauen, verfallenen Fassade und den vernagelten Fenstern.

Aber ein Segen der Wende, die Sanierung der alten Bausubstanz, verirrte sich auch hierher. Das Schloss ging in Privatbesitz über und wurde nach und nach saniert. Seit einigen Jahren grüßt den Touristen wieder eine schneeweiße Fassade.

Jetzt aber zurück zu meiner Geschichte! Ich war also mit dem Fahrrad unterwegs und sah das Schloss vielleicht zum hundertsten Mal. Aber ich war ihm noch nie nahe gekommen, geschweige denn drin gewesen! Also fasste ich mir ein Herz, radelte den steilen Berg hoch und gelangte ans Tor. Dort vermittelten Bretter, Werkzeug, ein Betonmischer und ein Kiesberg den Eindruck, als wäre die Renovierung noch nicht abgeschlossen. Im Garten sah ich jemanden. Auf meinen Anruf kam er ans Gartentor und fragte mich nach meinem Begehr. Ich stellte mich als (Berliner) Autor der freien Enzyklopädie Wikipedia vor und fragte ihn, ob es möglich ist, dass ich vom Schlossturm aus die Landschaft fotografiere. Wikipedia war ihm unbekannt. Er empfahl mir, zwei Tage später wiederzukommen, wenn die Besitzerin da sei.

Zwei Tage später war ich wieder da. Weil ich niemanden im Garten sah, ging ich hinein und klingelte. Nach einer Weile öffnete sich die Tür, und ich stand der Hausherrin gegenüber. Etwas nervös trug ich mein Anliegen vor. Sie blickte etwas skeptisch, hat vielleicht schon schlechte Erfahrungen mit Trickbetrügern gemacht. Zum Glück kam in diesem Moment der Herr dazu, mit dem ich am Dienstag gesprochen hatte. Er war bei Aldi mit ein paar Berlinern ins Gespräch gekommen, die sich als Freunde von mir herausstellten. Er hatte ihnen von dem Berliner erzählt, der vor zwei Tagen bei ihm geklopft habe. Nur gut, dass ich meinen Freunden auch von meinem Besuch in Lietzow erzählt hatte! So kannten sie die Geschichte und konnten bestätigen, dass ich harmlos war und genau das wollte, worum ich gebeten hatte: Fotos vom Schloss. Also bat mich die Hausherrin herein und ließ sich von mir bei einer Tasse Tee alles über Wikipedia erzählen. Sie konnte leider nicht lange bleiben, aber meine Führung bekam ich trotzdem. Das Schloss war schon tadellos hergerichtet und sah sehr gemütlich aus. Wir stiegen zügig auf den Turm, dessen Treppe noch ein richtiges Abenteuer war (daher das Baumaterial, dachte ich mir).
Links der kleine, rechts der große Jasmunder Bodden

Oben angekommen bot sich mir ein wundervoller Anblick. Ich könnte mich noch heute schwarz ärgern, dass ich keine bessere Fotoausrüstung hatte und nur minderwertige Fotos knipsen konnte.

Lietzow liegt dort, wo vor hundert Jahren fleißige Eisenbahner einen Damm zwischen dem Kleinen (links) und dem Großen Jasmunder Bodden aufgeschaufelt hatten. Der Blick auf dem Foto geht nach Südwesten. Nach Süden sähe man die Granitz, im Südosten die Feuersteinfelder, im Osten die Fährhäfen von Sassnitz und Mukran. Leider habe ich diese Fotos irgendwo verschusselt.
Jedenfalls war mir diese Geschichte eine Lektion in Sachen Wikipedia und in Sachen „sei mutig!“

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Schreibwettbewerb geht in die nächste Runde

1. September 2007 von Michail

Der Schreibwettbewerb der Wikipedia geht ab heute in die siebente Runde. Als Achim diese Idee hatte, hätte man kaum geglaubt, dass dieser so lange überlebt und quasi schon ein traditionelles Ereignis in der Wikipedia werden wird.

Und auch diesmal wurden kurz nach 0 Uhr die ersten Nominierungen eingestellt. Und die vorgeschlagenen Themen lassen viel erwarten. Ich möchte übrigens den Artikel zum römisch-deutschen Kaiser Karl VII. neu schreiben. Mal schauen, ob die Jury die kleine Überschreitung in der Länge akzeptiert. Der bayerische Kurfürst Karl ist insofern hochspannend, da er der einzige Nicht-Habsburger auf dem Kaiserthron in der Frühen Neuzeit war. Und auf Grund des Österreichischen Erbfolgekrieges konnte er auch nicht in seiner Hauptstadt München residieren, sondern musste er die zwei Jahre als Kaiser in Frankfurt verbringen. Vielleicht gelingt es mir ja einen ähnlich guten Artikel wie zum Winterkönig abzuliefern.

Ein herzlicher Dank geht an Voyager. Wie üblich habe ich vergessen die diversen Bausteine in den Artikel zu pflanzen.

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