Wenn man dieser Statistik bzw. Berechnung Glauben schenken darf (wobei ich nicht weiß wie die zustande kommt), hätte Wikisource derzeit das Potential täglich 256 Dollar an Werbeeinnahmen zu generieren und damit einen angenommen Wert von 96.300 Dollar. Wikipedia könnte tägliche Werbeeinnahmen von 396.264 $ verbuchen und hätte einen Wert von 141 Mio. $. Ich vermute aber, dass der wahre Wert der Marke Wikipedia um einiges höher liegen dürfte. Spielereien von Suchmaschinenoptimierern eben.
- Der Sonderweg der Katze: Ein bisschen Wissenschaft zum Katzencontent
- Brüder Grimm, Wikipedia und Wikisource
- Der Tätigkeitsbericht von Wikimedia Deutschland für das Jahr 2009 ist veröffentlicht worden (PDF).
- Wikisource hat mehr als 17.000 Werke. Die Grenze von 10.000 Werken wurde am 28. Dezember überschritten. Man kann also abschätzen, dass etwa Mitte diesen Jahres die Schallmauer von 20.000 Werken erreicht sein wird.
Na gut nicht Wikisource selbst, sondern einer der Wikisource-Mitarbeiter. Seite einigen Tagen twittert Jens Bolm, welche Texte in Wikisource zweifach Korrektur gelesenen wurden und damit als fertig markiert auf Wikisource verfügbar sind. Über viele Follower wird er sich sicherlich freuen.
Da dies vermutlich meine letzter Beitrag in diesem Jahr sein wird, wünsche ich allen Lesern schonmal ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Und für alle die es diese noch nicht kennen, der Hinweis auf die entsprechenden Themenseiten bei Wikisource: Weihnachten und Jahreswechsel.
OpenBibBlog berichtete gestern über das Vorgehen zur Integration der Metadaten von Wikisource. Für die Suche innerhalb der Bestände von Wikisource gibt es im KUG einen externen Katalog mit dem Namen E-Texte / Wikisource deutsch (Online-Vollzugriff), der derzeit 10448 Titel umfasst. Ein Beispiel für die Ansicht eines Wikisource-Digitalisates bietet der Friede von Lübeck.
Die Integration erfolgte mit Hilfe eines Wikisource-Dumps. Eine andere Möglichkeit wäre gewesen die Online-API von Mediawiki anzusprechen. Diesen Weg hatte ich gewählt, als ich mich vor einer geraumen Weile auch mit einem ähnlichen Projekt einer externen Wikisource-Suche beschäftigt hatte. Dies hätte den Vorteil, dass die Daten absolut aktuell sind, im Vergleich zu den Daten im Dump, die auch mal etwas älter sein können. Bei Bedarf stell ich die entsprechenden Programmquelltexte gern als Open Source zur Verfügung.
(Update: Danke an Enomil, der mich darauf hingewiesen hat, dass zwei der Links nicht funktionierten.)
Pfaerrich hat heute im Wikisource-Skriptorium eine Übersicht des aktuellen Standes der Arbeit an der ADB gegeben. Der Einfach- und Faulheit halber zitiere ich ihn einfach mal komplett.
Die Anzahl der unkorrigierten ADB-Artikel ist seit heute unter die 15tausender-Marke gefallen. Die korrigierten liegen bei 9.300 und über 2tausend sind sogar fertig (allerdings ist deren Verlinkung zu WP und PND noch größtenteils nicht erfolgt).
Für Freunde der Statistik hier noch ein Paar Infos, die sich aus der Chronik auf der ADB-Diskussion ziehen lassen. Seit Ende November 2008, als erstmalig alle 26.374 Artikel in OCR-Version eingestellt waren und fast gleichzeitig die Marke von 20tausend Restanten unterschritten wurde, sind es demnach 5tausend weniger geworden und zusätzliche tausend Artikel sogar (mit Einschränkung) komplett erledigt. Am 3.6.2009 hatten wir noch 16tausend unkorrigierte, das heißt, pro Woche wurden seitdem durchschnittlich 200 Artikel abgearbeitet. Vorausgesetzt, wir würden in diesem Tempo weiterarbeiten, wäre Ende 2010 ADB:unkorrigiert pleite. Für die Buchstaben A bis D, I, J, Q, U hat hier schon das letzte Stündlein geschlagen, E und Z droht in Kürze das gleiche Schicksal.
Die von mir [Pfaerrich] eingepflegte Liste von Professoren, deren Namen ja in den Artikeln teilweise im Dutzend vorkommen, hat die stattliche Größe von 1400 Positionen erreicht und wird immer noch erweitert.
Kleine Ergänzung noch von mir. Vor ein paar Tagen wurde die Grenze von insgesamt 13.000 Werken bei Wikisource überschritten. Stets aktuelle Zahlen, nicht nur zu den Werke, gibt es bei Wikisource:Statistik.
In den letzten Tagen purzeln die runden Jubiläen bei Wikisource nur so. Diesmal haben wir die Grenze von 20.000 Seiten überschritten, die zwei mal korrekturgelesen wurden. Und diese Zahl bezieht sich nur auf die Seiten im Seiten-Namensraum. Insgesamt sind es wesentlich mehr, da insbesondere viele Gedichte und andere Texte die nur einige wenige Seiten umfassen, meist nicht mit der Proofread-Extension bearbeitet werden.
Auch wenn einige Sprach-Versionen von Wikisource wesentlich mehr Seiten umfassen (fr: 270853, en: 237087, de: 86923), führt das deutschsprachige Wikisource mit großem Abstand bei den zweimal korrekturgelesen Seiten. Dies zeigen auch deutlich die beiden folgenden Grafiken. Zuerst der Verlauf der Gesamtzahl und danach die Zahl der zweimal korrekturgelesenen Seiten:
P.S. Eine tagesaktuelle Version der obigen Diagramme findet sich auf dem Toolserver.
Vor ein paar Tagen hat Wikisource ein paar runde Grenzen überschritten. Erstens haben wir mehr als 5000 Gedichte und insegsamt mehr als 12.000 Werke. Außerdem gibt es mittlerweile mehr als 2000 Seiten zu Autoren. Großen Anteil daran hatte die Erfassung und Erschließung einiger Sammelwerke, darunter z.B. Schillers Musenalmanach der Jahrgänge 1796, 1797, 1798, 1799 und 1800.
Da es seit geraumer Zeit Kritik daran gab, dass nicht alle Autorenseiten auch tatsächlich Autoren behandelten und Themenseiten für Personen auch nicht besonders passen sind, wurde eine neue Kategorie Personen eingeführt. Außerdem passte die Möglichkeit von Themenseiten schon deshalb nicht, da hier keine Personendaten zugeordnet werden können und auch keine PND zugeordnet werden kann. Die Autoren sind jetzt eine Unterkategorie der Personen. Mit Hife der dazugehörigen Vorlage, können nun auch Seiten angelegt werden, die Werke über Personen aufführen, ohne dass der Eindruck ensteht, dass diese Person Werke geschaffen hat.
Und überrascht war ich, als jemand die Fachkategorie Spezielle Relativitätstheorie einführte, wieviele Werke wir zu dem Thema mittlerweile haben. Für den an diesem Thema Interessierten ist das mittlerweile eine kleine Fundgrube geworden, die sich doch eher im Verborgenen entwickelt hat.
Die Anzahl der unkorrigierten Artikel in der ADB ist Anfang Juni auf unter 16.000 Artikel gesunken. Daraus resultiert, dass mittlerweile der Buchstabe I und der Band 55 vollständig korrigiert wurden.
und sogar mit Fraktur. Gestern wurde eine Erweiterung live geschaltet, die
für jede noch leere Seite im Seite-Namensraum zwei neue Knöpfe mitliefert. Jeweils einer für OCR von Antiqua-Schrift und von Fraktur-Schrift. Und die Qualität, ist zumindest bei ausreichender Scanqualität und Schriftgröße, auch bei Frakturschrift, verblüffend gut. Die OCR wird auf dem Toolserver mit Hilfe der Open-Source-OCR Tesseract durchgeführt und das Resultat wenig später in das Edit-Fenster gepustet, so dass man anschließend sofort mit der Erstkorrektur fortfahren kann. (Siehe Screenshot) Hier und da streikt die OCR, vermutlich wenn die Schrift auf der Seite zu klein ist. Bei der Gartenlaube werde ich vorerst also noch selbst Hand anlegen müssen.
Als kleine Ergänzung für den neuesten Artikel von Felistoria
über den Reichshund, habe ich mich bereit erklärt zwei kurze Gedichtlein über die Hunde von Bismarck abzutippseln. Und wie von ihr angedroht, sind es wahrlich zwei hochwertige Exemplare der deutschen Dichtkunst des 19. Jahrhunderts.
Als erstes das Gedicht An den Reichshund aus der Satirezeitschrift Kladderadatsch. Die Hintergründe zu dem Gedicht sind im Artikel gut erklärt.
Aedler Sultan, Hund der Hunde,
Von dem das Wochenblättlein spricht
Im kleinsten Nest der Erdenrunde,
O Sultan, du gefällst mir nicht!
Ich kann das Beißen gar nicht leiden,
Das dir im wilden Blute steckt;
Und läßt es sich ganz vermeiden,
So wähl’ doch besser dein Object.Man weiß, wie beim Congreß dolose
Getrieben du dein schlimmes Spiel,
Und wie dir Rußlands Gala-Hose,
Die stattliche, zum Opfer fiel.
Vor Knickebeinen, die zum Gehen
Zu schwach sind, wichst du nicht zurück;
O Sultan, du mußt selbst gestehen,
Fürwahr, das war kein Heldenstück!Dann hast mit frevelhaften Bissen
Der Herrin, die dir wild gebeut,
Du tückisch das Gewand zerrissen
Und zähnefletschend sie bedräut.
Die Dame, welche du vor Allen
Ein Freund und Schützer solltest sein,
In blindem Wüthen anzufallen,
Das, Sultan, scheint mir recht gemein!Als du den Herrn zur salz’gen Quelle
Begleitet an der Saale Strand,
Schritt täglich über seine Schwelle
Ein Mann in schwärzlichem Gewand.
Zur Tafel war er mitgenommen;
Allein so oft dies auch geschah,
Nicht hat dein Herr ihn satt bekommen,
Stets war der Würd’ge wieder da.Stets trat die prallste aller Waden
Im Seidenstrumpf zu dir herein;
Ach, diese Seidenstrümpfe laden
Zum Anbiß gar verlockend ein!
Doch nichts hört man von neuen Fehden,
Es sprach von dir nicht ein Gericht;
Du Krone aller Quadrupeden,
O Sultan, ich versteh’ dich nicht!Kladderadatsch
und das zweite etwas kürzere von Karl Henckell aus der Abteilung Aus einem Notizbüchlein der Liebe:
Der Kaiser ist heiser, der Reichshund bellt,
Bald geht aus den Fugen die ganze Welt.Wir sitzen auf freier Brüstung und schau’n
Auf lächelnde Thäler, auf sonnige Au’n.Ein Blick in die Ferne, ein Blick nach dir,
Der Himmel dort oben, der Himmel hier.In diese Himmel wollen wir lugen,
Und ginge die ganze Welt aus den Fugen.
Warum hier der Reichshund auftaucht und was uns dieses Gedichtlein sagen möchte, wird wohl ewig ein Geheimnis des Dichters bleiben.
Auf meine neugierige Frage im Chat, wie viele Seiten der Gartenlaube denn bereits korrekturgelesen wurden oder sogar fertig sind, hat mir Joergens mal auf die Schnelle eine kleine Statistik bereitgestellt. Und damit diese Arbeit nicht umsonst war, erfährt sie nun die ganze Welt:
- 22 Bände haben Scans und sind durch die OCR gejagt worden, das macht insgesamt 18916 Seiten
- Ausgekoppelt, soll heißen als eigenständige Werke angelegt, wurden insgesamt 223 Artikel. Führend dabei der Jahrgang 1863 mit 89 Artikeln.
- Das macht 532 einmal korrigierte Seiten und 283 Seiten die fertig sind, also zweimal korrekturgelesen wurden.
- Bei 4 Bänden mit ca. 3000 Seiten existieren Scans auf Commons, die OCR fehlt aber noch.
Fazit: Ein büsschen ist noch zu tun.
P.S. Hätte ich fast vergessen. Seit dem Wochenende gibt es eine Liste der Autoren der Gartenlaube und eine Liste der Liste der Illustratoren, Zeichner und Maler der Gartenlaube. Zweck der Übung ist zuerst mal rauszubekommen, welche Texte und Bilder garantiert gemeinfrei sind. Anlaß diese Listen anzulegen, war der Umstand, dass wir vor ein paar Tagen darauf aufmerksam gemacht wurden, dass Bilder eines bestimmten Zeichners noch nicht gemeinfrei sind. Zu den beiden Listen schreibe ich in den nächsten Tagen noch etwas mehr.
Heute gab es natürlich wieder eine Menge, mehr oder weniger gelungene Aprilscherze. Heise Online berichtete über das Schlapphut-Bit in IP-Headern, der Wikipedia-Kurier über eine Warnung in Artikeln mit Geo-Koordinaten, um schwerwiegende Folgen wie Desorientierung, verschollene Partner oder militärische Niederlagen zu verhindern und das Bremer Sprachblog macht einfach ein Quiz aus dem alljährlichen Gescherze.
Am besten fand ich aber den hier:
Aufgrund bisheriger Erfahrungen wird erstmals 2009 vom 1. April 00.00 bis 23.59 Uhr versuchsweise der Schreibzugriff auf allen Wikimedia-Projekten gesperrt. Es steht aber für alle Fälle eine Kriseninterventions-Hotline mit 3 geschulten Admins bereit, darunter auch ein Psychologe. Das Wikimedia-Team wünscht allen Benutzern einen angenehmen Ruhetag.
Und der Poster im Wikisource Skriptorium schien ernsthaft erbost zu sein :-).
Es ist mal wieder Zeit und zum Glück auch Gelegenheit einige Neuigkeiten aus Wikisource der geneigten Leserschaft darzubieten:
- Das Wichtigste gleich zu Beginn: Auf Wikisource befinden sich seit heute insgesamt 11.000 Werke. Damit hat die Neuanlage der letzten tausend Werke etwa 80 Tage gedauert. Dieser Bestand setzt sich u.a. zusammen aus über 4500 Gedichten, etwa 1300 Rechtstexten und fast 800 Texte die wissenschaftliche Sachverhalte darlegen. Hinzukommen über 1700 Autoren-, 187 Themen- und 84 Ortsseiten die den Gesamtbestand zumindest zu großen Teilen erschließen.
- Mittlerweilen wurden von 18 Jahrgängen der Gartenlaube Scans und OCR-Texte auf Commons bzw. Wikisource verfügbar gemacht. Das sind rund 16.000 Seiten Text. Fast 200 Artikel wurden korrekturgelesen und sind als eigenständige Werke vorhanden.
- Etwa ein Viertel des Gesamtbestandes von fast 120.000 Seiten in Wikisource wurde bereits zweimal korrekturgelesen. Ein weiteres Viertel wurde zumindest einmal korrekturgelesen.
- Auch bei der ADB geht es gut voran. Mehr als 26 Prozent der Artikel wurden einmal korrekturgelesen und gute 5 Prozent bereits zweimal. Umgerechnet bedeutet dies, dass 6 Bände bzw. die Buchstaben A, B, C, D und X, Y komplett einmal korrekturgelesen wurden.
Das Blog mit dem obigen Namen habe ich soeben in meinen Trackbacks gefunden. Offenbar möchte der Autor Angebote im Netz mit digitaler Litaratur vorstellen und bewerten. Da das Blog noch recht neu ist, gibt es zwar erst eine recht überschaubare Anzahl an Beiträgen, aber Wikisource wird bereits in einem Beitrag vorgestellt und der Autor spart nicht mit Lob, was natürlich sehr freut.
Ich nehme das Blog mal in meine Blogroll und harre der Beiträgen die da hoffentlich noch kommen werden.
Zitat aus einer auflagenstarken Zeitschrift:
Man hat nicht mit Unrecht die grüne Farbe der Kaffeebohnen als ein Merkmal der Güte betrachtet, aber in neuester Zeit hat dieses Zeichen seinen Werth verloren, weil man häufig die schlechteren Sorten grün färbt, und leider geschieht dieses mit einer Kupfer enthaltenden Farbe, die unbedingt der Gesundheit nachtheilig ist.
und weiter
Daß der geröstete, gemahlene Kaffee zuweilen mit Cichorie gefälscht wird, ist bekannt, da dieser Zusatz billiger als der Kaffee ist, und […] diese Fälschung sich, wenn man darauf achtet, schon durch den Geruch kundgiebt
Aber keine Panik: Wie schon an der Rechtschreibung erkennbar ist, so ganz brandneu ist die Meldung nicht mehr.
Die Meldung stammt aus einem Artikel in der Gartenlaube des Jahres 1875. Sie zeigt aber sehr schön, dass Lebensmittelskandale keine Erfindung des 20. oder 21. Jahrhunderts sind. In der Vergangenheit wurde genauso gefälscht, gepanscht und der Verbraucher behumst, dass es ein wahres Grauen war.
Als Lektüre in diesem Zusammenhang empfehle ich auch den Artikel über Friedrich Accum in der Wikipedia, einem Chemiker der die Öffentlichkeit bereits im frühen 19. Jahrhundert vor den Gefahren gepanschter und verfälschter Lebensmittel warnte. Accum war der erste, der sich dieses Themas annahm und zugleich eine breite Öffentlichkeitswirkung erzielte.
Natürlich halte ich die geneigte Leserschaft auch weiterhin über neu auftauchende Lebensmittelskandale auf dem Laufenden.
Gestern meldete es ja schon der Kurier: Auf Commons befinden sich mittlerweilen über vier Millionen Dateien aller Art.
Dass unser kleines Projekt daran einen gewichtigen Anteil hat, kann ich mir natürlich nicht verkneifen zu erwähnen. Das deutschsprachige Wikisource-Projekt hat auf Commons insgesamt 321.356 Dateien hochgeladen, in der überwiegenden Mehrheit Scans von gemeinfreien Texten. Das sind mal eben mehr als 8 Prozent des Gesamtbestandes.
Vor einer geraumen Weile hatte ich mal über unsere Transkription des bekannten Gedichtes Under der Linden von Walther von der Vogelweide aus dem Codex Manesse und meine Begeisterung über dieses Gedicht berichtet.
Mittlerweile haben wir auf Wikisource von diesem Gedicht zehn Versionen zu bieten. Mit Unterm Lindenbaume von Adalbert Schroeter (vielen Dank an Paulis dafür) sind es nun acht Übersetzungen ins Neuhochdeutsche, die Edition des mittelhochdeutschen Textes von Karl Lachmann und eben die Transkription aus dem Codex Manesse.
Für mich bleibt aber die Originalfassung weiterhin die schönste. Wie sagte Poupou damals in den Kommentaren:
tandaradei eben
Heute ist mal wieder Zeit für ein paar Kurznachrichten aus Wikisource:
- Das finnische Nationalepos Kalewala in der Übersetzung von Anton Schiefner ist vollständig bei Wikisource vorhanden. Zum Inhalt des Werkes schreibt Cecil im Skriptorium:
eine als Nationalepos getarnte Seifenoper (einige der Themen: Mord, Rache, Selbstmord, Inzest, Zauberwettkämpfe, unbefleckte Empfängnis nur Obst, goldenen Ehefrauen, äußerst ungeschickte Brautwerbungen, usw.)
Den dazugehörigen exzellenten Artikel in der Wikipedia kann ich auch zur Lektüre empfehlen.
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Seit vorgestern ist parallel zur deutschsprachigen Wikipedia auch in Wikisource die Pediapress-Extension (eine MediaWiki-Erweiterung zur PDF-Ausgabe) in Betrieb genommen worden. Leider gibt es noch ein paar Einschränkungen (z.B. wird die poem-Extension für Gedichte nicht und HTML bzw. CSS nur rudimentär unterstützt), die aber hoffentlich bald behoben werden. Vielen Dank an Frank, dass er unbürokratisch die Anschaltung auch bei uns veranlasst hat. Unsere Erfahrungen dürften ja auch für die anderen Wikisource-Projekte von Nutzen sein, wenn es dann bei diesen soweit ist.
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Eine der umfangreichsten Themenseiten ist derzeit im Entstehen, und zwar zu den Burgunderkriegen. Wie bei Wikisource üblich führt die Seite Digitalisate, Handschriften etc. im Netz und auch schon einige wenige Texte bei Wikisource zum Thema auf.
Heute mal ein rein zahlenmäßiger Vergleich zwischen Wikisource und Gutenberg.de mit Stand Januar 2009. Die Zahlen sind Eigenangaben von Gutenberg und bei Wikisource habe ich die Zahlen der entsprechenden Kategorien herangezogen. Da die Zahlen in den Kategorien durch einige Softwarefehler von der Realität abweichen, habe ich diese einfach etwas gerundet:
| Genre | Wikisource | Gutenberg |
| Werke insgesamt | 10.500 | k.A. (laut Werkgesamtliste 4.300, wobei aber Sammelbände wohl als ein Werk gezählt werden. Ich habe mal was von insgesamt 27.000 Werken gehört) |
| Autoren | 1.700 | 1.000 |
| Gedicht | 4.300 | ca. 20.000 |
| Bücher | 330 | 4.800 |
| -Seiten | 52.000 | 1.5 Mio |
| Märchen | 1.300 | 1.800 |
| Fabeln | 150 | 1.200 |
| Sagen | 105 | 3.500 |
Gutenberg gibt eine Anzahl von 4.800 Büchern an. Leider erfährt man nicht was als Buch definiert ist und welche Genres diese umfassen. Als Vergleichswert habe ich einfach die Anzahl der Indexseiten der Proofreading-Extension (siehe dazu auch meinen Beitrag über die Proofreading-Extension) gezählt. Mit Sicherheit sind es aber einige mehr Bücher, da ein Großteil noch gar nicht auf diese Extension umgestellt wurde bzw. wohl auch nie wird (z.B. Gedichtbände). Für die Anzahl der Buchseiten habe ich entsprechend die Anzahl im Namensraum Seite gezählt. Die Größenordnung dürfte aber hinkommen und als Vergleichswert ausreichend sein.
Bei den Autoren ist zu beachten, dass bei Wikisource z.B. für die Autoren der ADB und Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissen-schaft Seiten angelegt wurden, wobei in den wenigsten Fällen Werke die über die Lexikonartikel hinausgehen bei Wikisource vorhanden sind. Hinzu kommen Autorenseiten bei Wikisource, die nur Digitalisate im Netz (z.B. Google Books, Universitzäten, Bibliotheken etrc.) nachweisen, aber auch hier keine Werke in Wikisource vorhanden sind.
Ich bin mir bewusst, dass solch ein Vergleich per se erst mal nicht viel aussagt, außer dass Gutenberg ein ganzes Stück größer ist und es deshalb nicht verwunderlich ist, dass Gutenberg wesentlich bekannter ist (zumindest mein Eindruck). Aber man kann auf jeden Fall sehen, dass wir noch ein großes Stück Arbeit vor uns haben um auch nur ansatzweise an diese Zahlen heranzukommen.
Aber schiere Größe ist nicht alles und daraus ziehen wir ja auch unser Selbstverständnis. Dass Wikisource eine wesentlich größere Bandbreite an Themen abdeckt, dessen bin ich mir sicher und dass Wikisource die bessere Qualität liefert, davon gehe ich einfach mal frech aus :-)
Vor ein paar Tagen hatte Matthias Schindler auf der Wikipedia-Mailingliste auf PrinceXML aufmerksam gemacht, mit dem nach seiner Meinung schnell und einfach ein PDF aus einer Wiki-Seite (eigentlich aus jeder beliebigen HTML-Seite) erstellt werden kann. Und dem Mann kann man voll und ganz recht geben. Er monierte nur einige Unschönheiten im Rendering. Die lassen sich aber größtenteils mit einem eigenen CSS ausbügeln, das man dem Tool zum Fraß vorwirft.
Ein solches CSS habe ich auf Grundlage des normalen Print-CSS von Mediawiki erstellt und einige Optimierungen, vorrangig für Wikisource, aber auch allgemeingültige, eingebaut. Das CSS ist inklusive einer kleinen Anleitung auf einer Seite in meinem Benutzernamensraum in Wikisource zu finden. Hier die Dinge, die ich geändert habe:
- Textbox bei Wikisource ist raus (allgemein gesprochen alles was die class noprint besitzt)
- Kategorien sind raus
- Fußzeile ist raus
- Fußnoten sind reiner Text, also nicht mit mehr mit dem Wiki verlinkt
- Pfeil nach oben in den references entfernt, der auch auf das Wiki verlinkte
- (wenn mir jemand sagt wie man in CSS Texte ersetzen kann, dann verlinke ich die Fußnoten oben und unten wieder miteinander)
- Weiterleitungshinweise werden nicht angezeigt
- Blabla “aus Wikisource, der freien Quellensammlung” (bzw. der Spruch des entsprechenden Projektes) wird unterhalb des Titel nicht angezeigt
- und noch ein paar andere Wikisource-spezifische Anpassungen
Und da man Wikisource ja erstmal die in der Software eingebaute PDF-Lösung vorenthält, müssen wir uns erstmal damit begnügen und es sind auch scon ein paar sehr schöne PDFs generiert worden. Als Beispiel das mit PrinceXML generierte PDF (6,69 MB, so groß weil Bilder enthalten sind) von Des Freyherrn von Münchhausen Wunderbare Reisen, das Paulis erstellt hat.
Ich denke mal, dass wir auf diese Art und Weise in den nächsten Wochen eine Vielzahl von PDFs für die Texte in Wikisource erstellen und damit einen weiteren Nutzen für die Leser bieten können. Alle vorhandenen PDFs mit Volltexten finden sich auf der Seite Wikisource: Download, die zwar schon eine geraume Weile existiert, aber bisher eher dahin dümpelte.




