Wikipedia Projekt Hamburgische Bürgerschaft – Tag 2

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Eigentlich wollte ich ja heute etwas länger schlafen, nachdem ich in der letzten Nacht mehr Zeit am Rechner verbracht habe, um den [intlink id=“1091″ type=“post“]ersten Teil meines kleinen Erlebnisberichtes[/intlink] fertigzustellen, was durch diverse technische Probleme doch arg verzögert wurde. Leider wurde dieses Vorhaben durch die recht lautstarken Sanierungsarbeiten am Dach des Hotels zur Reichskrone (Achtung arg angestaubter Insiderwitz!) zunichte (schreibt man das so?) gemacht.

Also dann etwas früher aufstehen als geplant, den gestrigen Artikel noch etwas tunen und auf zur Bürgerschaft. Auf dem Rathausmarkte begegnete mir dann erstmal eine hingrige und bettelnde Graugans die sich aus der nur wenige Meter entfernten {de:Kleine Alster|Kleinen Alster} aufmachte leichtere Futterquellen aufzutun, als auf fütternde Touristen zu warten. Diese musste erst mal, zwar etwas unscharf, fotografisch festgehalten werden und dient nun als Eröffnungsbild dieses Blogbeitrages.

Der fotografische Ablauf war im Prinzip wie gestern, gegen 14:30 Uhr trudeldeten die ersten Abgeordneten in der Bürgerschaft und auch in unserem „Fotoatelier“ ein. Um Punkt 15 Uhr wurde die Sitzung durch die Präsidentin der Bürgerschaft mit Hinweis eröffnet, dass vor dem Plenarsaal nun auch ein Wasserspender bereitstünde und man doch bitte die gebrauchten Becher in die entsprechenden Behälter entsorgen möge.

Im Laufe der Sitzung kamen dann doch recht viele Abgeordnetet, so dass es gelegentlich zu kürzeren Wartezeiten kam. Einige nahmen das eher stoisch hin und waren auch auflockernden Fragen und Bemerkungen nicht wirklich zugetan, andere, meist weibliche Abgeordnete, erfüllten den kleinen Raum mit fröhlichem Lachen. Um die noch fehhlenden Abgeordneten dazu zu bewegen sich noch für die Wikipedia ablichten zu lassen, wurden  verschiedene Taktiken angewendet. Olaf rief beispielsweise die jeweiligen Fraktionsgeschäftsführe an, um sie zu bitten die noch fehlenden Abgeordneten zu uns zu schicken. Abgeordneten die sich fotografieren lassen hatten wurden gebeten ihre Sitznachbarn, die noch nicht bei uns waren anzusprechen. Das ging in einem Fall gründlich daneben. Auf diese Bitte hin antwortete ein Abgeordneter sinngemäß: „Das kann ich nicht machen, der mag mich nicht. Den habe ich vor kurzem aufgefordert zurückzutreten.“ Nun gut, aber ihren Fraktionskollegen vor Ihnen, den könnten Sie doch vielleicht ansprechen. „Nein das geht leider auch nicht. Dem hab ich letztens eine Abmahnung geschickt. Sie müssen wissen ich bin Anwalt.“

Leider konnten wir rund 30 Abgeordnete nicht fotografieren und von den Mitgliedern des Senats war auch niemand bei uns. Einige entschuldigten sich sogar noch, nachdem wir bereits abgebaut hatten, dass leider sehr wenig Zeit gewesen wäre. Das bestätigte dann auch unseren allgemeinen Eindruck, dass man in solch einem Feierabendparlament anders planen und vorgehen muss, als in einem Parlament dessen Abgeordnete diese Tätigkeit hauptberuflich ausüben. Auch heute kam es deshalb nur zu sehr wenigen inhaltlichen Gesprächen, aber die waren sehr gut und können erste Kontakte in die Hamburgische Bürgerschaft sein.

Fazit der zwei Tage: Für mich als Wikipedia gab hochinteressante Einblicke in die Arbeitsweise der Bürgerschaft und vieler andere Beteiligter drumherum. Es hat viel Spaß gemacht und die Wikipedia wird durch viele Bilder und Verbesserungen an Artikeln bereichert. Bei weiteren Projekten in Landtagen und Bürgerschaften hier im Norden, und die sind ja geplant, zB wird ja Anfang 2012 in Schleswig-Holstein gewählt, bin ich auf jeden Fall wieder dabei.

Die heutigen Bilder sind eine kleine Ergänzung zu meinen gestrigen Bilder, und zeigen auch in einigen Bildern das Making-of dieses tollen Projektes.